LORDS OF SALEM - Supersonic Vampire Pussy
Mehr über Lords Of Salem
- Genre:
- Hard Rock / Industrial
- ∅-Note:
- 5.50
- Label:
- Echozone
- Release:
- 06.03.2026
- The Hills Have Eyes
- Miss Demoness
- Blood Orgy
- German Zombie Attack
- Supersonic Vampire Pussy
- Eternal Love
- Summoned Them From Their Graves
- 1000 Ways To Die
- Carnivore
Unrundes Tribut an Schock-Horror-Rocker wie ROB ZOMBIE.
Als deutsche Anwort auf ROB ZOMBIE oder MARILYN MANSON würden sich die Baden-Württemberger LORDS OF SALEM wohl gerne sehen, zumindest wenn man nach dem äußerlichen Erscheinungsbild des neuen Albums geht. Nicht nur mutet der Titel "Supersonic Vampire Pussy" wie eine Wortreihung an, die auch Mr. Zombies Geiste entsprungen sein könnte, auch die offenkundigen Horror-Bezüge beim Artwork der Scheibe lassen an den Schock-Rocker aus den Vereinigten Staaten denken. Ob die Parallelen auch musikalisch so deutlich sind und ob der Vierer dem eigenen Vorbild das Wasser reichen kann?
Nun, der Opener 'The Hills Have Eyes' hat mit seinem stampfenden Groove und mächtig Industrial-Einschlag auf jeden Fall schon einmal ROB ZOMBIE-Parallelen, interpretiert den Grenzgang aus Hard Rock und Metal aber weit weniger beschwingt als das Vorbild, sodass die Nummer fast etwas ungeschlacht wirkt und eher schwerfällig aus den Boxen walzt. Erschwerend kommt hinzu, dass sich Fronter Postel zwar gesanglich gut schlägt, irgendwie aber dauerhaft auf der Suche nach einer wirklich packenden Hookline bleibt, die dem - auch dank eingestreuter Soundeffekte - etwas zerfahren wirkenden Song mehr Langzeitwirkung verpassen könnte. Immerhin darf man klanglich einen Daumen nach oben vermelden, denn vom Sound her ist "Supersonic Vampire Pussy" definitiv auf einem Niveau mit der eingangs erwähnten Horror-Rock-Metal-Liga.
Kompositorisch bleibt der Silberling aber eine eher zähe Angelegenheit, denn auch wenn sich 'Miss Demoness' im Anschluss an der instrumentalen Front deutlich vielseitiger und teilweise angenehm rockig gibt, kommt gesanglich wieder nicht die große Hookline rüber, die Hörern und Hörerinnen auch einmal langfristig im Gedächtnis bleiben könnte. Einen Stolperstein, den der Vierer leider auch im weiteren Verlauf nur selten einmal umschiffen kann, um sich nun wirklich mit den eigenen Vorbildern zu messen. Vereinzelt gelingen sie aber doch, die positiven Ausbrüche auf der Hit-Skala, etwa wenn das sehr tanzbare 'German Zombie Attack' erstmals einen Refrain im Gepäck hat, den man schon nach wenigen Durchläufen mitsingen kann. Und ja, auch das deutlich härtere '1000 Ways To Die' kann überzeugen, wobei ich hier vor allem die Integration der Soundschnipsel etwas gelungener finde als auf dem Rest des Albums. Für jeden Höhepunkt gibt es aber auch leider auch einen Durchhänger zu vermelden, denn der Titeltrack übt sich etwa in lyrischen und musikalischen Plattitüden, während man sich mit der Ballade 'Eternal Love' gleich in gänzlich käsige Kitsch-Untiefen wagt.
So ist "Supersonic Vampire Pussy" am Ende nur eine schattenhafte und laue Kopie der Bands, die hier offenkundig für Bandsound und visuell-lyrische Ausrichtung Pate gestanden haben. Dabei möchte ich nochmal erwähnen, dass LORDS OF SALEM handwerklich und auch klanglich extrem viel richtig macht, aber die kompositorische Hit-Ausbeute bleibt einfach zu dünn, als dass man sich mit Legenden wie ROB ZOMBIE oder anderen Genre-Kollegen messen könnte.
- Note:
- 5.50
- Redakteur:
- Tobias Dahs


