MALEFIC - Impermanence
Mehr über Malefic
- Genre:
- Thrash Metal / Black Metal
- ∅-Note:
- 6.00
- Label:
- Terminus Hate City
- Release:
- 13.02.2026
- Blood Of The Throne
- In Darkest Dreams
- Of Gods And Man
- Idiocracy
- Deserter
- Disembodiment
- Obsidian Earth
- Echoes Of Silence
- It Haunts
Eine Menge Aggression killt jegliche Kreativität!
Man kann durchaus von einer bewegten Geschichte sprechen, wenn man sich den Werdegang von MALEFIC gemeinsam mit der Band mal im Rückspiegel anschaut. Ursprünglich bereits 2007 gegründet, hat die Truppe krampfhaft versucht, sich in der Extrem-Metal-Szene der Heimatstadt Atlanta festzubeißen, irgendwie aber auch keinen Fuß auf die Erde bekommen. Also wurde die Band wieder auf Eis gelegt, 2015 reaktiviert, aber seither auch nicht wirklich wahrgenommen, weil die Veröffentlichung eigenen Materials weiter auf sich hat warten lassen. Inzwischen schreiben wir das Jahr 2026, und tatsächlich hat das Black/Thrash-Gespann mit "Impermanence" den ersten vollen Rundling am Start - nun ja, besser spät als nie.
Mit böser Zunge ließe sich aber behaupten, es sei nachvollziehbar, warum MALEFIC bis dato noch keinen Schritt weiter gekommen ist. Das Material des Debüts ist zwar energisch dargeboten und auch mit reichlich Aggression eingetrümmert worden, lässt aber abseits der unbestrittenen technischen Finesse das Gespür für packendes Songwriting weitgehend vermissen. Die neun Kompositionen wirken in ihrer individuellen Zusammenstellung unentschlossen, die Arrangements haben zwar keinen echten Bausatzcharakter, werden aber dennoch wie befremdliche Fragmente zusammengeklebt, und ob die Band nun finsteren Thrash spielen möchte oder doch lieber im Black Metal ihr Unwesen treiben mag, kann sie auch nicht klarstellen. "Impermanence" agiert permanent im Grenzbereich, ohne hier klare Kante zu zeigen. Und das ist auf Dauer ein wenig anstrengend, da weder Fisch noch Fleisch die Folge ist.
Was MALEFIC auf der einen Seite richtig gut macht, nämlich die eigenen Ambitionen mit reichlich Wut herauszuschleudern, büßt sie im kreativen Teil der neuen Platte leider wieder ein. Es gibt keine klare Linie, keine nachvollziehbare Orientierung, sondern einfach nur Riffs und Gebrüll im unsortierten Dauerfeuer. Eventuell kann das live richtig gut funktionieren, das ist an dieser Stelle schwer zu beurteilen - auf Platte sind die neun Kompositionen von "Impermanence" aber leider nur klarer Durchschnitt.
- Note:
- 6.00
- Redakteur:
- Björn Backes


