MARLUGUBRE - Per Amor Nymphae
Mehr über Marlugubre
- Genre:
- Black Metal / Post Metal
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Dusktone
- Release:
- 27.02.2026
- The Beloved Scylla
- Lips Scented Spring Roses
- She Nigh His Death
- Caresser
- Undine On A Lake Garden
- Iphigenia
- Like A Dim Moonlight In Her Heart
Ein Fest für ALCEST-Liebhaber!
Wenn man im schwarz gefärbten Post Metal eine Band wie ALCEST immer noch als Referenz betrachtet, so sollte es auch exakt deren Hörerschaft sein, die sich auf einer Platte wie "Per Amor Nymphae" wohl am besten zurechtfinden sollte. Denn auch wenn das italienische Soloprojekt einen vergleichsweise moderneren Sound fährt, so gibt es bei MARLUGUBRE doch so viele klar definierte Parallelen, dass man als Verfechter der genannten Vorreiter hier garantiert entzückt im Kreis springen wird, sobald man die sieben Kompositionen des neuen Releases in Empfang genommen hat.
Mastermind Tiziano Colella setzt analog zu seinen Kollegen auf Vielschichtigkeit, packende Breaks und stellenweise auch sehr radikale Vorstöße. Wenn Nummern wie 'Lips Scented Spring Roses' oder 'Iphigenia' offensiv vorpreschen, ist der Sound von einer gewissen Radikalität geprägt, in der sich all die Leidenschaft des jungen Musikers widerspiegelt. Umgekehrt gelingt es Colella prinzipiell auch sehr gut, die jeweiligen Kontraste zu schärfen, sei es nun durch abwechslungsreiche und doch sehr melodische Einschnitte oder den wiederkehrenden weiblichen Gesang in eben jenem 'Iphigenia' oder im monströsen Opus 'She Nigh Is Death', von dem sich selbst OPETH-Liebhaber und Supporter progressiven Modern Metals magisch angezogen fühlen sollten. Müsste man die gesamte Eleganz von MARLUGUBRE in einem Song zusammenfassen, so wäre es zweifelsohne der letztgenannte.
Bei allem Lob und Respekt für die erneut gute Arbeit muss man aber trotzdem festhalten, dass der italienische Künstler auch nicht ohne feste Formeln auskommt, die den neuen Songs aber auch die nötige Sicherheit geben. Die durchweg gut ausbalancierte Dynamik ist jedenfalls mit wiederkehrenden Kniffen in den einzelnen Arrangements abgesichert, auch die Übergänge zwischen den verhaltenen und den sehr lauten Parts lassen ein klares Muster erkennen, ohne dass "Per Amor Nymphae" hier etwas Berechenbares gewinnen würde - und das ist schließlich auch entscheidend.
Die Zielgruppe ist also nun informiert, dass hier ein weiteres Highlight den Markt bevölkert und sollte MARLUGUBRE gerne auch den Zuschlag geben. Inhaltlich ist die neue Scheibe nahezu durchgängig stark.
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Björn Backes


