MESHUGGAH - Immutable - The Indelible Edition
Mehr über Meshuggah
- Genre:
- Progressive Death Metal
- Label:
- Reigning Phoenix Music
- Release:
- 04.04.2025
- Broken Cog
- The Abysmal Eye
- Light The Shortening Fuse
- Phantoms
- Ligature Marks
- God He Sees In Mirrors
- They Move Below (Instrumental)
- Kaleidoscope
- Black Cathedral (Instrumental)
- I Am That Thirst
- The Faultless
- Armies Of The Preposterous
- Past Tense (Instrumental)
- Kaleidoscope (Live)
- Ligature Marks (Live)
- God He Sees In Mirrors (Live)
Unveränderlich oder doch in der Überarbeitung besser?
Es ist schon ein wenig ironisch, wenn ein Album übersetzt als "unveränderlich" betitelt ist und dann knappe drei Jahre nach der ursprünglichen Veröffentlichung in einer remasterten Extended Edition veröffentlicht wird. Genau diesen Widerspruch haben die schwedischen Prog-Götter MESHUGGAH allerdings nun erzeugt, denn das noch immer aktuelle Album "Immutable" wird nur drei Jahre nach dem Release mit Bonusmaterial und einem überarbeiteten Sound von Reigning Phoenix Music erneut in den Handel gebracht, die nun "indelible" also "unauslöschlich" sein soll. Ob das eine guten Idee ist? Nun, das gilt es nun für uns herauszufinden.
Bevor wir uns den Extras und Überarbeitungen widmen, wollen wir trotz der Aktualität noch ein paar Worte zum musikalischen Kern des Albums verlieren, denn dieser hat es auch nach drei Sonnenumrundungen noch immer mächtig in sich. Auch nach vielen Durchläufen haben sich für mich allerdings keine besonderen "Hits" wie etwa 'Bleed' im Falle von "Obzen" herausgeschält, denn wie von der Band schon damals in diversen Interviews angekündigt, wirkt das Monument namens "Immutable" am besten in seiner vertrackten und wuchtigen Gesamtheit, die von rasanten Nummern wie 'The Abysmal Eye' über groovige Dampfwalzen der Marke 'Ligature Marks' bis hin zum verträumten Instrumental 'Past Tense' eine unheimlich Spannbreite abdeckt und dennoch immer unzweifelhaft sofort als MESHUGGAH zu erkennen ist. Womit wir wieder die Brücke zum Titel hin geschlagen hätten, denn rein musikalisch ist MESHUGGAH inzwischen eine so eingenständige und charakterstarke Band, dass Veränderungen oder gar Revolutionen die Fanbasis wohl eher verschrecken als begeistern würden. Somit ist der Fakt, dass MESHUGGAH auch auf diesem Album MESSHUGAH bleibt, einer der großen Plupunkte von "Immutable".
Wie sieht es aber nun mit den Veränderungen für den Re-Release aus? Lohnt sich die erneute Investition für Fans und welche Edition sollten Neukäufer bevorzugen? Fangen wir erst einmal mit den visuellen Updates an, wobei natürlich sofort das überarbeitete Coverartwork ins Auge fällt. Auch wenn ich finde, dass das Original sehr viel Charme hat, gewinnt hier die Neuauflage mit ihrem eleganten und goldenen Look für mich auf ganzer Linie. Anders sieht das schon beim Remastering aus, bei dem ich mich selbst unter teuren Studiokopfhörern massiv schwer tue, hier gigantische Schritte nach vorne festzustellen. Allerdings gab es eigentlich hier, im Gegensatz zu vielen anderen Platten, auch nicht viel zu verbessern, immerhin bezeichnete schon mein Kollege Jakob Ehmke den Sound in seinem Bericht zur Listening Session als amtlich und sehr gelungen. Bleiben somit die drei Bonustracks als Kaufanreiz, wobei wir es mit Live-Mitschnitten von "Immutable" Songs zu tun haben. Hier gereicht den Schweden ihre unbestreitbare Präzision auf der Bühne dann auch nicht gerade zum Vorteil, denn 'Kaleidoscope', 'Ligature Marks' und auch 'God He Sees In Mirrors' werden in so perfekten und wirklich restlos tollen Versionen dargeboten, dass nur die Publikumsreaktionen und ein gefühlt minimal höheres Energielevel bei den Musikern für einen dezenten Unterschied zur Studioversion sorgen. Ob euch das ausreicht, um schlussendlich das Portemonnaie zu zücken, müsst am Ende ihr entscheiden.
Gleiches gilt auch für "Immutable - The Indelible Edition" in der Gesamtheit. Reichen euch drei Bonustracks und ein überarbeitetes Coverartwork, um euch den Silberling erneut in den Schrank zu stellen? Daran werdet ihr eure Entscheidung festmachen müssen, denn die Unterschiede im Sound sind nach dem Remastering kaum herauszuhören. Wer "Immutable" allerdings noch nicht im Regal stehen hat, der sollte zur Neuauflage greifen, denn im Endeffekt bekommt ihr natürlich mehr MESHUGGAH für euer Geld und eben auch ein durchaus wertiger aussehendes Artwork.
- Redakteur:
- Tobias Dahs