MONSTERNAUT - Approaching Doom
Mehr über Monsternaut
- Genre:
- Heavy Rock
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Heavy Psych Sounds Records
- Release:
- 27.03.2026
- Cold
- Evicted
- Approaching Doom
- Drain
- Black Blizzard
- New Order Of Bliss
- Humana Stew
- Demon Strikes
- Heavy Monday
- Final Pain
Urwüchsig und dreckig - Stoner Rock von der Basis.
Überraschend metallische Gitarrenwände überragen den fuzzigen Sound von MONSTERNAUT auf dem neuen Album der finnischen Stoner-Rocker, und in Windeseile ist man wieder in jenem Flow, den das offizielle Debüt seinerzeit initierte und den Premierensilberling als einen der besten Erstlinge in der gesamten Heavy-Fuzz-Szene etablierte. Seither sind stramme acht Jahre ins Land gezogen, in denen MONSTERNAUT sich nicht sonderlich aktiv zeigte, so dass "Approaching Doom" gewissermaßen auch einem Comeback beziehungsweise einem Neustart gleicht, den die Nordeuropäer in vielerlei Hinsicht jedoch auch als Chance betrachten, sich mit leicht modifiziertem Sound wider in den Fokus zu rücken. Das Material mag zwar nicht ganz so einprägsam und einen Zacken experimenteller sein als die Nummern von "Enter The Storm", doch summa summarum bleibt die Handschrift unverkennbar - und die ist immer noch dreckig, bisweilen psychedelisch und über weite Strecken recht unberechenbar in ihrer Ausführung.
Dennoch kommt man nicht umhin, den sperrigen Charakter mancher Kompositonen herauszulösen, denn einen richtigen Dosenöffner hat das finnische Ensemble zunächst nicht am Start. Der Titelsong mit seiner radikalen Doom-Gitarrenmauer, das fast schon punkige 'Humana Stew' und das Palm Springs-affine 'Final Pain' sollten Wüstenfüchse zwar umgehend aus der Reserve locken können, und selbst Liebhaber schmutzigster Alternative-Klänge sollten dem Gros der neuen Songs etwas abgwinnen. Aber es benötigt zweifelsohne ein bisschen Geduld, bis der bereits angesprochene Flow wieder die bekannte Bodenhaftung gewinnt und von dort aus alle Emotionen und dieses einzigartige Feeling aufgreift.
ANdererseits ist MONSTERNAUT in jeglicher Hinsicht verlässlich. Die Songs sind heavy, manchmal ein wenig verspielt, sie scheren sich nicht um Konventionelles und müssen auch nicht zwingend als Hits über die Ziellinie gehen. Trotzdem sollte sich die Band nun keine weiteren acht Jahre Zeit lassen, um neues Material nachzuschießen. Die Flamme brennt nun wieder, gerne darf man immer wieder neues Öl ins Feuer gießen - gerne auch auf dem Level von "Appoaching Doom"!
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Björn Backes


