NERVOSA - Slave Machine
Mehr über Nervosa
- Genre:
- Thrash Metal
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Napalm Records
- Release:
- 03.04.2026
- Impending Doom
- Slave Machine
- Ghost Notes
- Beast Of Burden
- You Are Not A Hero
- Hate
- The New Empire
- 30 Seconds
- Crawling For Your Pride
- Learn Or Respect
- The Call
- Speak In Fire
Thrash-Abriss aus Damenhänden!
NERVOSA ist eine der Bands, die im ganz harten "Female-fronted"-Metal-Bereich bewiesen hat, dass kommerzielle Sphären dort nicht nur ARCH ENEMY vorbehalten sein mussten.
Seit nunmehr 16 Jahren thrasht die Brasilianerin Prika Amaral schon mit ihrer, in der Vergangenhaft häufig personell veränderten Begleitband, die an allen Positionen durchgängig mit Frauen besetzt ist, mit wachsendem Erfolg rund um den Erdball.
Album Nummer sechs wurde "Slave Machine" betitelt und legt eine beachtliche Wucht an den Tag, was Härte und Geschwindigkeit betrifft. Das Gaspedal treten die "zornigen" (NERVOSA: portugiesisch für Zorn) Damen nahezu durchgängig derart durch, dass alle Songs mehr ('Impending Doom') oder weniger ('You Are Not A Hero') als schnell bezeichnet werden können. Melodien sind in der geballten Riff Wucht an vielen Stellen zu finden, mal als Breitwand-Riffwand ('The Call'), mal mittels filigranerer Gitarrenparts, die sogar an RAMMSTEIN erinnern ('Hate') ,
Die Schlagzeugarbeit von Michaela Naydanowa verleiht "Slave Machine" insgesamt einen enormen Druck. Die Rhythmik ist dabei häufig modern gehalten, was das meist völlig steil nach vorne preschende Riffing passend unterstreicht. Somit wird die Anlehnung an pathetischen Melodic-Death-Metal ganz gut umgangen, die mit anderen Schlagzeugklängen gegeben wäre, denn freilich schimmert der "Erzfeind" im Songwriting ab und an mal durch ('Learn Or Repeat'), wenn auch von brachialer Thrashpower umgeben.
Die Band hat in meinen Ohren ein gutes Album abgeliefert, dass jedoch keine wirklichen Ohrwurm-Hits enthält, wenn man einmal vom Titeltrack absieht. Ich empfinde "Slave Machine" vielmehr als abwechslungsreiche, modern produzierte Thrashgewalt, die mich vor allem beim Autofahren wunderbar wachhält und nach vorne bringt. Zudem wird das Album auch nach vielen Durchläufen nicht langweilig.
Die Archillesferse der Scheibe stellt für mich der genannte moderne, jedoch etwas dünne und blechern scheppernde Gitarrensound dar. Auch wenn Martin Furia, ebenfalls in Lohn und Brot bei DESTRUCTION, insgesamt wieder einen guten Job im Studio gemacht hat: Hier kann bei der nächsten Produktion durchaus noch etwas verbessert werden.
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Timo Reiser


