NO WORTH OF MAN - The Killing Streets
Mehr über No Worth Of Man
- Genre:
- Death Metal
- ∅-Note:
- 5.50
- Label:
- Brutal Records
- Release:
- 13.02.2026
- I Defy
- Those Of Our Kind
- Into The Dirt
- Mondo Decay
- Death Reflections
- Alarmus
- The Hands Resist Him
- An Unpaintable Soul
- Kill Of Gold
Brachiales Todesblei-Einerlei.
Dass eine Death-Metal-Scheibe ein solches Brett sein kann wie der neue Release von NO WORTH OF MAN, mich aber dennoch weitestgehend kalt lässt, ist eher ungewöhnlich, in diesem Fall aber leider Fakt. Die Band hat auf "The Killing Streets" neun ziemlich martialische Brecher platziert, die gelegentlich auch mit Elementen aus dem Metalcore kokettieren, im Kern aber doch pures, modernes Todesblei auffahren. Nur leider sind jene so langweilig inszeniert, dass die schiere Brutalität alleine nicht viel ausrichten kann.
Woran es dem Material des aktuellen ALbums in erster Linie mangelt, ist ein gewisses Maß an Abwechslung. NO WORTH OF MAN stampft sich durch eine leicht verschleppte Midtempo-Show, in deren Zuge viel gebrüllt wird und die sich eigentlich von einem abgehackten Groove zum nächsten kämpft, sich aber währenddessen so strikt limitiert, dass man spätestens zur Halbzeit nicht mehr mit voller Konzentration zuhören mag. Im Grunde genommen kann und mag der Hörer nicht mehr erwarten, dass die Herren sich plötzlich noch einmal rehabilitieren und das selbst auferlegte Korsett abstreifen, und er soll recht behalten: Auch in Richtung Schlussphase findet kaum eine Entwicklung statt. Die Band rödelt immerzu einen eingefahrenen Stiefel aus EVILE- und LAMB OF GOD-Einflüssen herunter und mischt ihn schließlich mit Midtempo-Death-Standards. Das mag live aufgrund der gebotenen Energie womöglich besser funktionieren als auf Platte, doch diesen Maßstab mag man einem neuen Album ja auch nicht entgegenbringen. Das Interesse an Songs wie 'Mondo Decay', 'Alarmus' und 'Kill Of Gold' schwindet schließlich mit jedem weiteren Durchgang.
Ein paar kurze Tempoverschärfungen, etwas mehr Variation bei den Growls, vielleicht auch mal etwas mehr Fokus auf die durchaus bestehenden instrumentalen Fähigkeiten, all das würde man sich auf "The Killing Streets" wünschen, doch die Briten bleiben leider vieles schuldig: die Begeisterungsfähigkeit vor allen Dingen!
- Note:
- 5.50
- Redakteur:
- Björn Backes


