OLIVERI, NICK - N.O. Hits At All Vol. 10
Mehr über Oliveri, Nick
- Genre:
- Stoner Rock / Punk Rock
- Label:
- Heavy Psych Sounds
- Release:
- 07.04.2026
- Luv Is Fiction
- Up And Down Under
- We Only Came To Get High
- Death March
- Truth Is Stranger Than Fiction
- Chains & Shackles
- I'm Not Dead
- Lockdown
- Bad Boy For Love
- Me 262
- Revenge
Immer noch keine Hits, dafür wie gewohnt ein paar interessante Deepcuts.
Weiter geht es mit NICK OLIVERIs wilder Reise durch das eigene musikalische Schaffen, die seit dem Jahr 2017 unter dem Banner "N.O. Hits At All" in regelmäßigen Abständen stattfindet. Neun Compilations hat der Ex-KYUSS-Basser uns dabei bisher serviert und dabei gefühlt schon jede Ecke seiner langen Karriere beleuchtet, trotzdem hat der Amerikaner nochmal elf frische Tracks gefunden, die uns nun auf "N.O. Hits At All Vol. 10" präsentiert werden. Primär geht es dabei um Songs, bei denen Oliveri andere Bands als Gast unterstützt hat, wobei auch erneut Tracks ehemaliger Bands und Projekte ihren Weg auf den Silberling gefunden haben.
Los geht es dann auch direkt sehr unterhaltsam mit dem Track 'Luv Is Fiction' der Band THE DWARVES, bei der Oliveri ja nach seinem Ausstieg bei KYUSS Ende der Neunziger ein temporäres Zuhause fand und einige Tracks - inklusive dem hier vorliegenden - schrieb. Der zweite THE DWARVES-Beitrag 'We Only Came To Get High' ist allerdings sogar noch überzeugender, denn diese kompakte Hardcore-Punk-Abrissbirne knallt mit viel Energie in unter zwei Minuten aus den Boxen und macht sehr viel Spaß. Gleiches gilt für den KOMATSU-Track 'Lockdown', bei dem Nick die Vocals übernahm und gemeinsam mit den Niederländern ein herrlich groovendes Stück Stoner Rock erschaffen hat, das sogar ein wenig Hit-Potential mitbringt. Selbiges ist ebenfalls bei 'Chains & Shackles', das Oliveri gemeinsam mit niemand geringerem als SLASH aufgenommen und geschrieben hat, in Massen vorhanden. Insbesondere punktet der Track bei mir, weil man Slash hier einmal in ungeahnt ruppiger Art und Weise hört, gleichzeitig aber auch der prägnante Sleaze-Rock-Vibe erhalten bleibt, der für die nötige Portion Eingängigkeit sorgt.
Die Höhepunkte der Compilation haben wir damit abgearbeitet, denn ansonsten präsentiert "N.O. Hits At All Vol. 10" viele solide Songs, bei denen aber irgendwie recht schnell klar wird, warum sie keine größere Bekanntheit erlangt haben. So ist 'I'm Not Dead' von HE WHO CAN NOT BE NAMED ein eher sperrig-unspektakulärer Rocker, 'Truth Is Stranger Than Fiction' ein seltsam introvertierter Song, der von Oliveris Akustik-Ausflügen stammt, und die THE TEMPLE OF DAEMOS-Nummer 'Death March' macht zwar mit einem groovenden Riff durchaus Spaß, lässt aber die letzte Konsequenz vermissen, die für restlose Begeisterung sorgen könnte.
Ganz so enthusiastisch wie an die ersten Veröffentlichungen der Serie gehe ich entsprechend an "N.O. Hits At All Vol. 10" auch nicht mehr heran, denn nach zehn Auflagen hat sich selbst der Katalog des umtriebigen Herrn Oliveri doch langsam erschöpft. Ja, einzelne Höhepunkte hat auch die zehnte Ausgabe wieder zu bieten, trotzdem ist der Silberling wohl eher etwas für Die-Hard-Fans und beinharte Komplettisten, die wirklich alles von der Stoner-Rock-Bass-Legende im Schrank haben möchten.
- Redakteur:
- Tobias Dahs


