PANTERA - Reinventing Hell Best-Of (CD+DVD)
Mehr über Pantera
- Genre:
- Thrash Metal
- Label:
- Rhino/EastWest
- Release:
- 27.09.2003
- Cowboys From Hell
- Domination
- Cemetery Gates
- Mouth For War
- Walk
- This Love
- Fucking Hostile
- Becoming
- I`m Broken
- 5 Minutes Alone
- Planet Caravan
- Drag The Waters
- Where You Come From
- Revolution is My Name
- Immortally Insane
- The Badge
- Cowboys From Hell
- Psycho Holiday
- Cemetery Gates
- Mouth For War
- This Love
- Walk
- 5 Minutes Alone
- I`m Broken
- Drag The Waters
- Domination (Live)
- Primal Concrete Sledge (Live)
- Revolution Is My Name
Eine der besten und prägendsten Bands der Neunziger ist zwar noch nicht Geschichte, aber für unbestimmte Zeit liegen PANTERA erst einmal auf Eis. Phil Anselmo rockt zur Zeit mit SUPERJOINT RITUAL, während Gitarrist Dimebag Darrel und Drummer Vinnie sich mit NEW FOUND POWER, ihrem neuem Projekt, die Zeit vertreiben. Und was passt da besser als ein Best-Of-Album? Diese Masche der Plattenfirmen ist weder neu noch sonderlich originell.
Größtes Manko ist hier leider die chronologische Zusammenstellung der Titel. Am Anfang ihrer Majorkarriere (ja, ich weiß, vorher gabs vier Indie-Alben mit doch recht anderer Musik...) haben die Texaner mit "Cowboys From Hell" und "Vulgar Display Of Power" zwei Klassiker des modernen Thrash Metal abgeliefert.
Die fetten Stakkatoriffs, der aggressive Gesang und die treibende Rhythmusarbeit machten PANTERA über Nacht berühmt und zu Megasellern. Songs wie das göttliche 'Cowboys From Hell', das abwechslungsreiche 'Domination', die beiden Kracher 'Mouth For War' und 'Walk' sowie die eher ruhigen 'Cemetary Gates' und 'This Love' sind samt und sonders Klassiker.
Leider machte die Band dann den Fehler, auf viel zu viel Brutalität zu setzen, was zwar sehr beeindruckend klang, aber zu Lasten des Songwritings ging. Klar, '5 Minutes Alone' ist schon verdammt cool, ebenso wie 'I`m Broken', aber im Vergleich zu den oben genannten Krachern fallen sie doch leicht ab. Das BLACK SABBATH-Cover 'Planet Caravan' ist aber doch recht gut geraten. Die Rückkehr zu alten Glanzzeiten markierte dann "Reinventing The Steel", von dem allerdings nur 'Revolution Is My Name' vertreten ist. Das Fehlen von 'Goddamn Electric' und vor allem 'Yesterday Don`t Mean Shit' ist schon verdammt schade, um nicht zu sagen unverzeihlich.
'Immortally Insane' stammt vom Soundtrack "Heavy Metal 2000", eine eher durchschnittliche Nummer, die zurecht nicht auf einem regulären Album steht. Als Abschluss gibt es dann noch die POISON IDEA-Coverversion 'The Badge', die leider nicht an das Original heranreicht.
Bis hierhin also allenfalls eine eher durchschnittliche Best-Of, aber da wäre ja noch die Bonus-DVD (CD 2) und die reißt so einiges wieder raus. Die zwei Video- bzw. Liveclips spiegeln sehr schön die Entwicklung der Band wider, auch und vor allem optisch (am Anfang ihrer Karriere hatten PANTERA augenscheinlich eine Vorliebe für seltsame Shorts...) und geben auch einen Einblick in die unbestrittenen Livequalitäten der Texaner.
Absolutes Highlight ist der Clip zu '5 Minutes Alone', von der Gestaltung her zeitlos geil. So müssen coole Metalclips aussehen! Aber trotzdem, auch wenn die DVD wieder einiges rausreißt, bis auf die absoluten Die-Hard-PANTERA-Fans braucht keiner "Reinventing Hell". Fans können sich ihre eigenen Best-Ofs eh besser selbst zusammenstellen und wer die Band tatsächlich noch nicht kennen sollte, der legt sich "Cowboys From Hell" und "Vulgar Display Of Power" zu, das passt als Einstieg besser. Und DVD-Junkies sollten sich am besten die "3 Vulgar Videos From Hell"-DVD sichern.
Zum Abschluss noch ein Fazit: Diese Best-Of markiert den vorläufigen (?) Abschied von einem der besten Riffkommandos der Neunziger, das wieder erstarkt war und dessen Verlust deshalb umso schmerzlicher ist.
Aber egal, ob von PANTERA nochmal was kommt, den Platz in der Geschichte des Metal hat die Band dank der oben angesprochenen Killersongs sicher!
Anspieltipps: Cowboys From Hell, Walk, Cemetary Gates, This Love, 5 Minutes Alone
- Redakteur:
- Herbert Chwalek