RAVE IN FIRE - Square One
Mehr über Rave In Fire
- Genre:
- Heavy Metal / Hardrock
- ∅-Note:
- 7.00
- Label:
- High Roller Records
- Release:
- 30.01.2026
- Prologue Of A Delirium
- Dark Poison
- Crown Of Stars
- Still Standing
- Untiring Eagles
- Speed And Rave
- Knightwalker
- Witches' Hell
- Square One
Solide Angelegenheit - leider nicht mehr.
Blickt man auf die vergangenen zwei Jahre zurück, wird man im klassischen Heavy Metal von der iberischen Halbinsel kaum einen Newcomer ausmachen können, der es nicht verdient hätte, auf größerer Bühne sein Stelldichein zu geben. Der spanische Markt ist wieder extrem belebt und inzwischen auch wieder einer der interessantesten auf dem gesamten alten Kontinent, so dass man phasenweise fast schon geneigt war, blind zuzugreifen, wenn Label wie Black Legion Records oder Branchenführer High Roller eine neue Perle ausfindig gemacht hatte.
Im Prinzip passt RAVE IN FIRE daher auch perfekt in dieses Schema und bewirbt sich mit einem schwungvollen Mix aus traditionellem Hardrock und 80er-affinem Heavy Metal darum, ebenfalls in die jüngsten Annalen einzugehen. Ganz so überzeugend ist der zweite Silberling der Truppe um die stimmgewaltige Sängerin Seline Perdiguero jedoch nicht, zumindest nicht wenn man davon ausgehen möchte, dass auch dieses Quartett etwas Spezielles oder gar Besonderes aufbietet und sich damit in die Tradition vieler landeseigener Kollegen stellt. Denn auch wenn kein echter Stinker seinen Weg auf "Square One" gefunden hat, so ist die neue Scheibe abseits der sicherlich mehr als anständigen Performance bestenfalls solide.
Woran es liegt? Schwer zu sagen, aber wahrscheinlich ist eben jener Umstand, dass RAVE IN FIRE keine wirklich frischen Impulse nachsteuern kann, ausschlaggebend dafür, dass sich die Begeisterung in Grenzen hält. Die Hooklines gehen in Ordnung, klangtechnisch ist "Square One" ebenfalls tadellos, und über die Darbietung der Sängerin mag man auch keine kritischen Worte verlieren, weil die Dame einen starken Job macht. Aber die Songs kommen irgendwie nicht aus sich heraus, die Arrangements sind ein wenig schematisch geraten und sortieren sich zu brav in der Masse ein. Wenn man rückblickend überlegen muss, was konkret haften geblieben ist, sind die Voraussetzungen denkbar schlecht - auch wenn es grundsätzlich nichts zu meckern gibt.
Womöglich sind es die hohen Erwartungen, die man bei High Roller mittlerweile immer mitbringt, vielleicht ist es auch die leise Enttäuschung, dass ein iberischer Act mal nicht überragend klingt. Bestimmt ist es schlussendlich eine Mischung aus beidem: "Square One" ist ein gutes Album, aber keines, das so klar herausragt, dass man es zwingend haben müsste.
- Note:
- 7.00
- Redakteur:
- Björn Backes


