STABBING - Eon Of Obscenity
Mehr über Stabbing
- Genre:
- Brutal Death Metal
- ∅-Note:
- 6.50
- Label:
- Century Media
- Release:
- 30.01.2026
- Rotting Eternal
- Inhuman Torture Chamber
- Masticate The Subdued
- Eon Of Obscenity
- Reborn To Kill Once More
- Ruminations
- Nauseating Composition
- Their Melted Remains
- Sonoluminescent Hemoglobinopathy
- Symphony Of Absurdity
- Sinking Into Catatonic Reality
Brutal Death im Technikmodus - diesmal nicht ganz so überzeugend.
Die Jungs von STABBING haben sich in der Brutal-Death-Szene in Windeseile einen beachtlichen Ruf erarbeitet und gelten als einer der frischesten und vielseitigsten Newcomer im Bereich der ganz extremen Klänge. Sowohl die Debüt-EP "Ravenous Psychotic Onslaught" als auch das ein Jahr später veröffentlichte "Extirpated Mortal Process" (2022) genießen eine große Wertschätzung, vor allem auch weil die Texaner rein technisch das ganz große Besteck auffahren. Mit "Eon Of Obscenity" will man die erste Trilogie nun gebührend abschließen und bringt dazu ein weiteres Mal räudigstes Gemörtel und recht große Handwerkskunst auf Konserve, wenn auch ein bisschen fragmentiert. Die Band hat vergleichsweise kurze Songs komponiert, tobt sich darin aber in alle Richtungen massiv aus und schafft es leider nicht immer, an den entscheidenden Stellen den Punkt zu treffen. Das ist bis zu einem gewissen Punkt auch in Ordnung, doch irgendwann kommt es zum totalen Overkill radikalen Geballers, und dem fehlen dann leider auch Strich und Komma.
Es ist dennoch durchaus beeindruckend, wie viele Facetten und welch kleinschrittige Detailarbeit die Nummern von "Eon Of Obscenity" mitbringen. Die Rhythmusarbeit ist vorzüglich, an den Drums wird sogar wahrlich gezaubert, und auch das manchmal gewöhnungsbedürftige Gebrüll bzw. die recht entschlossenen Growls sind ein echter Weckruf, der nicht ungehört bleibt. Doch in all dem ausgeklügelten Geschepper lassen sich diesmal nur selten Highlights ausmachen; der technische Faktor genießt eine womöglich zu große Priorität, die Band erarbeitet sich die Bewunderung infolgedessen auch vornehmlich durch die instrumentale Performance, doch in Sachen Songwriting ist das neue Material an vielen Stellen einfach zu verzwickt und dann auch nicht mehr zielstrebig genug - obwohl es an Brachialität in keiner Sekunde mangelt. Doch wenn am Ende einfach nur noch willkürlich gefeuert wird, erlischt die Begeisterung Schritt für Schritt und führt zu Engpässen in der linearen Darbietung.
Ganz klar: Wer auf technisches Gebretter ohne jegliche Grenzen abfährt, kann sich von STABBING auch diesmal gehörig den Allerwertesten versohlen lassen. Doch auf Dauer ist das Dargebotene doch zu monoton und dröge - auch wenn es auf "Eon Of Obscenity" fraglos viele Sequenzen gibt, bei denen man zufrieden mitwippen mag.
- Note:
- 6.50
- Redakteur:
- Björn Backes


