TELEPATHY - Transmissions
Mehr über Telepathy
- Genre:
- Post Rock
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Pelagic Records
- Release:
- 28.03.2025
- Oath
- Augury
- Knife Edge Effect
- Tears In The Fibre
- A Silent Bridge
- End Transmission
- Home
Klangflächen zum Dahinschmelzen.
Ungeachtet dessen, dass "Transmissions" ein wirklich tolles, meist bewegendes Album geworden ist, habe ich für mich persönlich ein kleines Manko entdeckt, das jedoch auch eher der rein subjektiven Wahrnehmung entspricht: Man muss auf die Sounds von TELEPATHY vorbereitet sein und sich auch in eine entsprechende Stimmung versetzen können, um den cinematischen Klang der sieben Stücke auch wirklich effektiv auf sich wirken lassen zu können. Gerade wenn man von ein bisschen Hektik umringt ist, vielleicht auch Schwierigkeiten hat, sich für einen etwas längeren Augenblick zu erden und auch von einem Moment auf den nächsten in den Entspannungsmodus zu schalten, wird man die wahre Schönheit dieser Platte niemals wirklich (be-)greifen können.
Infolge dessen hat es auch einige Anläufe gebraucht, bis ich selbst die tollen Melodien, die manchmal melancholisch geprägten Harmonien, diese von einer sanften Ruhe gesteuerten Traumwelten und letztlich auch diesen klaren Fokus wirklich habe spären können. Zwar hat man recht schnell feststellen können, dass die vier Herren aus Essex eine wunderbare, relaxte und einfach entschleunigende Atmosphäre kreieren können, auf Basis derer man dann auch den einen oder anderen einprägsamen Moment planen kann. Doch die rein instrumentale Darbietung erfordert dennoch eine gewisse Ruhe, vielleicht auch hin und wieder etwas mehr Konzentration und schließlich auch die einzige sinnliche Priorität, damit sie diese Wirkung entfachen kann. Sind derartige Scheiben oftmals geeignet, um nach einer wie auch immer gearteten, stressigen Phase wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren, so hat TELEPATHY hier definitiv einen anderen Anspruch, will gelegentlich auch fordern, in der Folge aber eben auch mit diesen zauberhaften Melodien belohnen.
Nach wie vor bin ich mir nicht ganz sicher, ob die angesprochene 'Vorbereitungszeit' ein gutes Zeichen sein kann, wenn man "Transmissions" nicht in jeder Stimmungslage genießen kann, bin aber nach geraumer Zeit doch zu dem Schluss gekommen, dass man tolle Kompositionen wie 'Tears In Fibre' und 'Oath' nicht nur nach den eigenen Befindlichkeiten, sondern einfach nach ihrer individuellen Klasse bewerten muss. Und diesbezüglich ist "Transmissions" zweifelsohne ein richtig starker Aufschlag mit einer Reihe von mitreißenden Klangflächen, die - und so schließt sich der Kreis - bei entsprechender Grundverfassung in der Tat etwas Berauschendes nach sich ziehen können. Und das ist schließlich auch mir widerfahren...
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Björn Backes