TESTAMENT - The Legacy
Mehr über Testament
- Genre:
- Thrash Metal
- ∅-Note:
- 10.00
- Label:
- Atlantic Records
- Release:
- 30.11.1987
- Over The Wall
- The Haunting
- Burnt Offerings
- Raging Waters
- C.O.T.L.O.D.
- First Strike Is Deadly
- Do Or Die
- Alone In The Dark
- Apocalyptic City
Pure Machtdemonstration - gleich zu Beginn.
Es ist 20 bis 22 Jahre her als TESTAMENT mein Ein und Alles war. Ich habe die Bay Area für mich entdeckt und im Zuge von "Tempo Of The Damned" und "The Art Of Dying" kamen dann auch Buck Chili und Co. erneut auf den Gabentisch. Wieso erneut? Weil mir einige Jahre zuvor ein guter Freund vier bis fünf Songs der Thrasher auf CD brannte und ich mich unsterblich in 'The Legacy' verliebt habe. "Life is like Fantasy, taken by reality" - kann es schöner werden?
Auf dem Earthshaker Festival 2006 in Kreuth bei Rieden dann das ultimative Erlebnis: Headliner war TESTAMENT. Es war eine einzigartige Magie, ein Zauber, eine (Natur)Gewalt vom anderen Stern - von der Bay Area eben. "The New Order" und vor allem "Souls Of Black" - hoffentlich passt mir das T-Shirt noch - waren Meilensteine und haben mir als Jungspund eine komplett andere Welt eröffnet. Auch die "Practice..."- sowie "Low"-Scheibe waren lichterloh brennende Highlights und Mitte der 00er Jahre wollte ich alles von den Kaliforniern musikalisch aufsaugen, was es gab. Und dann fiel mir "The Legacy" in die Hände.
Erinnert ihr euch an euer erstes Mal, als ihr 'First Strike Is Deadly' oder 'Alone In The Dark' gehört habt? Als ihr durch den Urknall von 'Over The Wall' oder 'Burnt Offerings' die Erde beben gespürt habt? Leute, euch liegt dieses Album doch seit fast 40 Jahren im Ohr, weshalb sollte ich jetzt jeden einzelnen Song, jeden noch so brutalen Diamanten auf diesem Paradedebüt besprechen? Gott, allein die Trackliste lässt mich vor Macht erschaudern. Chucks übermächtiges Organ, die halsbrecherischen Aktionen der Herren Skolnick und Peterson, der unnachahmliche Rhythmus von Christian und Clemente, ich bin noch immer erstaunt wie homogen, gewaltig und weltöffnend "The Legacy" über knapp 39 Minuten dieses Niveau so hoch halten kann.
Ich liebe meine Erziehung, ich möchte nichts daran missen. Doch manchmal wünschte ich mir schon, eher Mitte der 1970er Jahre groß geworden zu sein, um solche Legendenalben wie "Bonded By Blood", "Ride The Lightning" oder eben "The Legacy" ohne sämtliche Vorkenntnisse das allererste Mal zu hören - Spoiler waren und sind einfach scheiße. Das soll dieses überlebensgroße Vermächtnis von TESTAMENT und "The Legavy" natürlich nicht beeinträchtigen. Schade ist es dennoch, doch hört man dieses Album auch das hundertste Mal, strahlt es noch immer diese unfassbare Energie, diesen Blutdurst und jene Magie aus, die ich auf dem Earthshaker 2006 am eigenen Leibe zu spüren bekam. Wahnsinn!
- Note:
- 10.00
- Redakteur:
- Marcel Rapp


