TEUTONIC SLAUGHTER - Cheap Food
Mehr über Teutonic Slaughter
- Genre:
- Thrash Metal
- ∅-Note:
- 9.00
- Label:
- Iron Shield Records
- Release:
- 30.01.2026
- Intro - Gladbeck
- Hostage
- Cheap Food
- Redistribution
- Witches Rock'n'Roll
- Eviscerating Surgery
- Fight the Reaper
- Give 'em Hell
Kompromissloser Teutonen-Thrash aus dem Pott.
Im Herzen des Ruhrgebiets entstand damals in den 80ern die teutonische Variante des Thrash Metal. Von Bands wie SODOM, KREATOR und auch DARKNESS wurde der Sound einer Generation geprägt und auch heute noch gibt es im Underground des Ruhrgebiets Bands, die weiterhin die Fahne des traditionellen Thrash Metals hochhalten. Zu dieser Fraktion gehören auch die Jungs von TEUTONIC SLAUGHTER. Gegründet 2012 in Gladbeck im Herzen des Ruhrpotts, blickt die Band auch schon auf einige Veröffentlichungen zurück, allerdings datiert das zweite und letzte reguläre Album "Puppeteer Of Death", auch schon aus dem Jahre 2018 und ist somit fast acht Jahre alt.
In dieser Zeit hat es zwei Besetzungswechsel gegeben. So sind 2023 die beiden Gründungsmitglieder Jan Heinen (Gitarre) und Christian Vollmer (Drums) ausgestiegen und wurden durch Nico Iserloh am Schlagzeug und Ivan Almeida an der Gitarre ersetzt. Es ist also mehr als Zeit für den neuen Langspieler der teutonischen Schlächter, der auf den Namen "Cheap Food" getauft wurde und auf Iron Shield Records erscheint.
Das Album beginnt mit dem Intro 'Gladbeck', das in mir, der in dieser Stadt aufgewachsen ist und auch heute noch lebt, direkt die Bilder aus dem August 1988 wieder hochkommen lässt. Zusammengefasst werden hier die Ereignisse des Gladbecker Geiseldramas erzählt, das damals ganz Deutschland in Atem hielt. Das Intro geht über in den ersten richtigen Song 'Hostage' in dem auch das besagte Geiseldrama und der damalige Umgang der Medien mit den Tätern bissig verarbeitet wird. Der Song ist so, wie es sich für einen Opener gehört: schön aggressiv, schnell und kommt direkt auf den Punkt. Sänger Philip shoutet und keift einem schön ins Gesicht und spätestens nach dem zweiten Chorus dürfte wohl auch der letzte Hörer das "Murder" schön mitgrölen können. Der dritte Song, 'Cheap Food', beginnt zuerst langsam eskaliert dann aber sehr schnell in eine knallharte Thrashgranate. Es wird ordentlich das Tempo variiert und besonders die Rhytmusfraktion mit Nico an der Schießbude und Fabian am Bass sorgt hier für ordentlich Groove.
Der vierte Track 'Redistribution' kommt mit Heavy Metal Riffs um die Ecke, darauf folgt das vorab veröffentlichte 'Witches Rock 'n' Roll', welches einfach vier Minuten feinstes Thrash-Massaker bietet. Das sechste Lied ist 'Eviscerating Surgery' und wechselt schön zwischen superschnellem Geballer und langsameren Gitarrensoli. Trotz zugenbrecherischem Titel geht der Refrain verdammt gut ins Ohr. 'Fight the Reaper' ist wieder ein kleiner aggressiver Thrasher, der wie gemacht ist für den Moshpit. Der letzte Track ist 'Give 'em Hell' ein schöner Abschluss dieser kleinen Thrashperle, die dann auch mit den Klängen vom Ende des Geiseldramas, nach knapp 36 Minuten, ausklingen darf.
Insgesamt muss man festhalten dass sich die neuen Musiker Ivan und Nico sehr gut und die Band eingefunden haben und beide einen tollen Job machen. Basser Fabian kommt immer wieder schön zur Geltung und darf ein ums andere Mal sein Können zeigen. Philips gesangliche Leistung ist sehr abwechslungsreich, mal keift er agrressiv, mal shoutet er - das macht Spaß. Überhaupt findet die Band immer wieder tolle Melodien, bringt kurze Tempowechsel ins Spiel um das Album und die Songs, trotz des durchgehend hohen Tempos, über die gesamte Laufzeit hinweg spannend zu halten. Die Produktion von Markus Lübke ist sehr gelungen, genau die richtige Mischung aus modern, im Sinne von guter Klangqualität und dass jedes Instrument seinen Raum bekommt, und der Rohheit, die einem Thrash-Album angemessen ist.
Fazit: Für mich ist "Cheap Food" das bisher beste Album von TEUTONIC SLAUGHTER. Das Album ist bissig, aggressiv, hat aber auch eine gewisse Eingängigkeit und Reife. "Cheap Food" bietet, entgegen dessen was der Titel suggeriert, keine Billignahrung sondern ein wahres Festmahl für Liebhaber von klassischem Thrash Metal der Ruhrpott-Art.
- Note:
- 9.00
- Redakteur:
- René Juffernholz


