TRUEACK, MARK - Journey's Groove - An Adventure In Life
Mehr über Trueack, Mark
- Genre:
- Progressive Rock
- ∅-Note:
- 6.50
- Label:
- OOB Records (Just for Kicks)
- Release:
- 24.10.2025
- Narration - 1955
- Go Kart - 1959
- Across The Ocean - 1965
- One Small Step - 1969
- Running Away - 1972
- That Perfect Day - 1976
- That First Kiss - 1982
- Reality Breakthrough - 2002
- Love Becomes Mechanical - 2018
- The Moment - 2022
- It Is What It Is - 2021/22
- Beginnings - 2023
- Show Me How To Love - 2024
- Friends - 1959 to 2024
Eine Biographie in Song.
MARK TRUEACK dürfte der ein oder andere hier als Sänger von UTOPIA und UNITED PROGRESSIVE FRATERNITY kennen. Der Australier ist seit vielen Jahren eine Institution in der heimischen Prog-Rock-Szene, dazu Bar-Betreiber und ein äußerst angenehmer Mensch. Es war 2010 als ich mal ein Interview in einem Hotel in Berlin mit ihm gemacht habe. Gute zwei Stunden dauerte dies und er hat mir sogar schon Fragmente eines kommenden Albums und ein paar Coverversionen vorgespielt. Online ging das leider nie, weil mein Aufnahmegerät wenige Tage danach den Geist aufgab und ich nicht mehr an das Interview herankam. Ärgerlich.
Anyway, heuer veröffentlicht der mittlerweile siebzig Jahre alte MARK TRUEACK sein zweites Solo-Album, das auf den Titel "Journey's Groove - An Adventure In Life" hört und die Biographie des Sängers in seiner für ihn natürlichen Form ist. Eine Biographie in Song. Dies erklärt er auch selbst in der kurzen, eröffnenden 'Narration'. Dabei hangelt er sich an wichtigen Momenten in seinem Leben entlang. Vom ersten Gokart ('Go Kart') über die Mondlandung ('One Small Step'), zum Treffen seiner Frau ('That First Kiss') und all den Schwierigkeiten, die das mit sich bringt ('Love Becomes Mechanical', 'The Moment') bis hin zu neuen Abenteuern ('Beginnings').
Musikalisch wird es hier nicht so ausufernd wie man es von den gerne überlangen Kompositionen bei seinen Hauptbands kennt. Die dreizehn Songs sind allesamt zwischen knapp unter vier und etwas über sechs Minuten lang. Im Grunde ist das auch nur am Rande noch Progressive Rock, denn im Fokus steht natürlich Trueacks Stimme, die begleitet wird von sanftem Rock, gelegentlichen Bläsern und Streichern, Backgroundgesang und Keys. Dabei wildert er ein wenig im Jazz, Funk, Reggae und gar World Music, aber alles eher latent, so dass das Werk sehr homogen wirkt.
Trueacks voluminöse Stimme, die mich an einigen Stellen gar an Brendan Perry (DEAD CAN DANCE) erinnert, ist der Grund, warum zumindest ich hier gerne zuhöre. Wirklich spannend wird es musikalisch zwar nicht und sein Leben war vielleicht aufregender als es die Musik wiedergibt, aber wahrscheinlich hat er sich einfach den positiven Geist behalten, den ich damals beim Interview kennengelernt habe.
Ich denke, am Ende ist dieses Album vor allem für Mark selbst und zudem für seine treuesten Fans.
- Note:
- 6.50
- Redakteur:
- Peter Kubaschk


