TURBO'S TRIBUNAL - Mills Of Tribunal
Mehr über Turbo's Tribunal
- Genre:
- Heavy Metal
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Jawbreaker Records
- Release:
- 23.01.2026
- Summon The Tribunal
- Draw The Line
- Satan Is Here
- The Sky Comes Alive
- Deliberation
- Boogieman (Father Of Evil)
- Death Gallop
- Men Of The World
- Mills Of Tribunal
- Sealing Fates
80er-Liebhaber-Stoff wie man ihn immer wieder gerne hört.
Seit einer gefühlten Ewigkeit ist Andreas Thunbo bereits im dänischen Underground aktiv, hat sich in verschiedenen Bands und Projekten versucht, anderen Kollegen gerne mal auf die Sprünge geholfen und den klassischen Heavy Metal in seinem Heimatland immer nach besten Kräften unterstützt. Doch echten Erfolg konnte der Visionär und passionierte Kuttenträger in all den Jahren nicht feiern, auch wenn sein Support so mancher Truppe sicherlich den entscheidenden Kick gegeben haben mag. Denn in der Tat: Die Szene bei unseren nordischen Nachbarn ist seit Jahr und Tag extrem aktiv, wird aber nicht so gepusht wie in den skandinavischen Nachbarländern, so dass nur selten auch mal echte Perlen an die Oberfläche gespült werden, obwohl sie eigentlich in einer Vielzahl vorhanden sind.
In diesem Bewusstsein gibt Thunbo auch nicht auf und hat mit "Turbo's Tribunal" bereits eine neue Combo am Start, die mit Einflüssen aus der NWoBHM und dem epischen Teil des US Metals auf sich aufmerksam machen möchte und mit einem sehr puristischen 80er-Sounds sicherlich auch diejenigen erreichen wird, die ihr Keep It True-Abo auf Lebenszeit abgeschlossen haben. "Mills Of Tribunal" markiert den Einstand von Thunbos aktuellstem Brainchild, welches leider nur als Soloprojekt geführt und damit wohl auch keine echte Bühnenpräsenz bekommen wird. Dabei ist der Mix aus JAG PANZER und QUEENSRŸCHE für die einschlägigen Festivals bestens geeignet, in Lauda-Königshofen den einen oder anderen Kniefall zu erzwingen, selbst wenn die Produktion der zehn neuen Tracks ein bisschen verwaschen daherkommt und gerade beim Gitarrensound noch etwas Nachholbedarf nötig ist.
Doch beim Songwriting ist TURBO'S TRIBUNAL den zahlreichen der Heroen der 80er schon fast ebenbürtig, überzeugt mit melodischem, manchmal forderndem, gelegentlich progressiven Edelstoff, der trotz seiner Fokussierung auf mittlere Tempolagen auch genügend Biss mitbringt, sich an vorderster Kult-Metal-Front zu beweisen. Natürlich werden hier keine Kreativpreise ausgelobt, und in vielen Passagen wird man das Gefühl auch nicht los, dass Thunbo sich munter durch seine Vorbilder zitiert. Doch dies geschieht mit einer solchen Überzeugungskraft, dass man die fehlenden Eigenanteile schnell wieder in der kompositorischen Finesse und in der wirklich starken Performance zu kompensieren weiß. Das, wohlgemerkt, mit einem Feingespür für tolle Hooklines, das als letztes Argument dann schließlich jeden 80er-Liebhaber zur Investition zwingen dürfte.
Jawbreaker Records hat einmal mehr ein feines Näschen bewiesen und einen weiteren vielversprechenden Act ins eigene Roster entführt. Bleibt lediglich zu hoffen, dass Thunbo weitere Mitstreiter findet und die Songs von "Mills Of Tribunal" eines Tages auch live aufgeboten werden.
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Björn Backes


