VENGER - Times Of Legend
Mehr über Venger
- Genre:
- Heavy Metal
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Silver Lining Music
- Release:
- 09.01.2026
- From Worlds Unknown
- Pharaoh's Curse
- Navigate The Labyrinth
- Crystal Gazer
- The Legend Still Remains
- Séance
- Throw The Switch
- Impaler Of Souls
- Tower Of Babel
Ein überzeugendes Metal-Album gleich zu Jahresbeginn verheißt für 2026 nur Gutes.
VENGER ist eine erst 2024 von den beiden Gitarristen Doug Scarratt (SAXON) und James Fogarty (OLD FOREST, EWIGKEIT) gegründete multinationale Metalband. Letzterer spielt auch Bass und Synthesizer. Komplettiert wird VENGER durch Franz Bauer (ROADWOLF) am Mikro und Sven Rothe (STRANGE NEW DAWN) am Schlagzeug. Der Abschlusstrack 'Tower Of Babel' wurde von Matt Mitchell eingesungen. Dieser Song zündet übrigens erst beim dritten oder vierten Durchgang, aber dann entfaltet er seine Klasse mehr und mehr. Der Bandname VENGER, das sei noch ergänzt, bezieht sich auf den gleichnamigen Zauberer von Dungeons & Dragons.
Das Debüt "Times Of Legend" ist – das zeigt schon das Artwork – inspiriert von Mythen, Horrorliteratur, Filmen und Computerspielen und bietet durch Hard Rock angereicherten klassischen Heavy Metal. Wenn zwei Gitarristen die treibende Kraft hinter einem Projekt und auch noch für das Songwriting verantwortlich sind, ist es nur zu verständlich, dass markante Riffs und Leads den Sound von VENGER prägen. Die Synths verleihen den Stücken die zur Umsetzung des lyrischen Konzepts nötige Atmosphäre. Der raue Gesang von Franz Bauer passt hervorragend zur Musik des Quartetts. Ich finde nur, dass Produktion und Mix, die von Doug Scarratt verantwortet werden, dem Vokalisten noch etwas mehr Raum hätten gönnen können. Die von Emanoel Bruckmüller aufgenommenen Vocals klingen wie durch eine Glasglocke gedämpft. Das mag durchaus so beabsichtigt gewesen sein.
Die Variationen der Tempi halten sich zwar in überschaubaren Grenzen, denn gehobenes Midtempo überwiegt auf der Scheibe, dennoch wirkt "Times Of Legend" keinesfalls eintönig. Dafür sorgen schon denkwürdige Soli oder der eine oder andere einprägsame Refrain. Als Anspieltipps empfehlen sich das eingängige 'From Worlds Unknown', das von einer UFO-Sichtung über Stonehenge handelt, das dezent orientalisch anmutende 'Pharaoh's Curse' und das zum Bombast neigende 'Impaler Of Souls', das von Horror-Keyboards eingeleitet wird. Fans von SAXON, ACCEPT, JUDAS PRIEST und DIO sollten sich von "Times Of Legend" auf jeden Fall angesprochen fühlen.
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Jens Wilkens


