WITCH - The Hex Is On... And Then Some
Mehr über Witch
- Genre:
- Heavy Metal
- Label:
- Lost Realm Records
- Release:
- 30.01.2026
- Bewitched
- Wet 'n' Wild
- Cinderella (In Black Leather)
- Can't Take Our Rock
- Victory Without Pain
- Blond Alert
- Take Me Away
- Hit The Road
- Nervous Wreck
- Damnation
- 1:45
- Mad For Life
- Games That People Play
- Playing In The Rain
- Black Magic
- Pay The Due
- Take Me Away
- Nothing Last Forever
- Crazy
- Conviction
Re-Release einer Retrospektive - nichts Neues aus dem Hause WITCH!
Im Grunde genommen gründet sich das gesamte Vermächtnis der US-Metal-Pioniere WITCH auf ihrer ersten EP, die bereits im Jahr 1984 erstmalig das Licht der Welt erblickte. Das Quartett aus Los Angeles ist zwar nach einigen Unterbrechungen immer noch als "aktiv" gelistet, wirklich neues Material hat die Truppe aber schon seit mehr als 30 Jahren nicht mehr herausgegeben, sondern immer wieder in den Rückspiegel geschaut, um verschiedene Demoaufnahmen und Singles in unterschiedlichen Compilations mit gleichem Inhalt erneut an den Mann zu bringen.
In diesem Sinne ist auch "The Hex Is On... And Then Some" kein Neuling mehr und wurde mit einem deutlich beschisseneren Artwork bereits 2011 veröffentlicht, kann jedoch nach wie vor für sich beanspruchen, den gesamten Katalog der Band Revue passieren zu lassen. Der besteht aus immerhin neunzehn Songs, von denen 'Take Me Away' in einer alternativen Variante ein zweites Mal Verwendung findet. Für eine Truppe, die seit vierzig Jahren Teil des Heavy-Metal-Undergrounds ist, darf man diese Ausbeute durchaus als mager betrachten. Auch wenn aus heutiger Sicht kaum zu erwarten wäre, dass WITCH mit vermeintlich neuem Stoff einen ähnlichen Sound fahren würde wie in den goldenen Achtzigern, dürften sich selbst beinharte Fans und vor allem Sammler anno 2026 eher darüber freuen, ein neues Lebenszeichen des Vierers serviert zu bekommen als die ständigen Neuauflagen irgendwelcher Compilations und Retrospektiven. Dies zumal die echten Glanzstunden eigentlich ausschließlich auf dem "The Hex Is On"-Original platziert wurden, an das WITCH in der Folge nie mehr wirklich heranreichen konnte. Stücke wie 'Victory Without Pain', 'Pay The Due' und 'Black Magic' bieten zwar gefälligen Classic Metal mit dezenten Hardrock-Anleihen, dürfen aber nicht als die absoluten Sternstunden dieses Genres gefeiert werden. Wobei man das natürlich immer in Relation zu den vielen Legenden bewerten sollte, die seinerzeit ihre ersten Gehversuche machten, darüber hinaus aber auch noch Jahrzehnte später am Ball sind.
"The Hex Is On... And Then Some" kann und darf man sicher besitzen, wenn die Sammlung vollständig sein möchte, und in der Tat offeriert die Zusammenstellung in üppigen 82 Minuten auch so manche coole Nummer. Den Kultstatus will man der Band aber irgendwie nicht zusprechen, nicht zuletzt weil die Veröffentlichungspolitik ein bisschen merkwürfig erscheint!
- Redakteur:
- Björn Backes


