WOMBBATH - Beyond The Abyss
Mehr über Wombbath
- Genre:
- Death Metal
- ∅-Note:
- 6.00
- Label:
- Pulverised Records
- Release:
- 14.03.2025
- Intro
- Words Unspoken
- A Symphony Of Dread
- Discord Of Doom
- Beyond The Abyss
- Malevolent
- Faces Of Tragedy
- Deep Hunger
- The Damned And The Slain
- Consumed By Fire
Zu viel Standard, zu wenig Belebendes.
Seit jeher haben die Schweden von WOMBBATH mit argen Anschlussproblemen zu kämpfen, denn auch wenn ihr Output bisweilen mehr als ordentlich ist, sind es oftmals kleine Nuancen, die dazu geführt haben, dass man die Aufmerksamkeit des Zielpublikums nicht immer ergattern konnte. "Beyond The Abyss" ist nun der nächste Anlauf für die skandinavischen Spätstarter, die vor zehn Jahren und nach immerhin zwei Dekaden erst ihren ersten Silberling herausgegeben haben. Auch wenn in den zehn enthaltenen Songs wieder solide geknüppelt wird und sich WOMBBATH spürbar um Variation bemüht, ist das Resultat mal wieder nur durchschnittlich. Schlicht und ergreifend deshalb, weil auch "Beyond The Abyss" keine Augenblicke beschert, bei denen man sich vor Freude auch mal kurz vergessen möchte.
Dabei startet alles nach Plan: einem kurzen Intro folgt mit 'Words Unspoken' ein dreckiger Nackenbrecher, der in das phasenweise melodische und ebenfalls richtig gute 'A Symphony Of Draed' übergeht. Doch recht schnell gerät man im Anschluss wieder auf Abwege, sei es nun in den etwas verworrenen Arrangements des eigenartigen 'Discord Of Doom', bei den Dark-Metal-Avancen in 'Malevolent' oder im schlussendlich viel zu zahmen 'Deep Hunger', dessen schleppender Groove zu weitaus mehr hätte taugen können als lediglich zu einer typischen, ziemlich konventionellen Prügelnummer. Ja, es sind mal wieder zu viele Standards, zu viele Lückenbüßer und nur selten auch mal Songs dabei, bei denen man sich bedingungslos in den Mosh stürzen würde. Das kann sich auch eine Truppe mit einer derart langen, teils auch bewegten Geschichte wie WOMBBATH in Zeiten sehr starker Konkurrenz nicht erlauben.
Von daher bleibt bei den Schweden leider alles beim Alten. Viel Solides, wenig Spektakuläres und manchmal auch Ernüchterndes. Zwar hat die Band in der jüngeren Vergangenheit eine ordentliche Entwicklung genommen, aber für die echten Highlights reicht es auch anno 2025 nicht.
- Note:
- 6.00
- Redakteur:
- Björn Backes