WRECK-DEFY - Dissecting The Leech
Mehr über Wreck-Defy
- Genre:
- Speed Metal / Heavy Metal
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- Massacre Records
- Release:
- 20.02.2026
- Under The Sun
- Do It Again
- Millennial Dystopia
- Revolt
- Dissecting The Leech
- Another Day
- I Don't Care
- The Haunting Past
- The Path
- Apocalypse Of Hope
Kanadischer Speed Metal 2.0
Auch wenn Aaron Randall inzwischen nicht mehr bei WRECK-DEFY ins Mikro röhrt, sind die ANNIHILATOR-Paralellen bei den Kanadiern nicht wegzudenken - und das ist auch verdammt gut so. In den letzten Monaten hat die Band ihr Publikum mit einer Reihe neuer Singles beglückt, von denen einige nun auch den Weg auf "Dissecting The Lech" gefunden haben, dem bereits sechsten Full-Length-Werk der umtriebigen Nordamerikaner. Zwar zeigt die neue Scheibe keine inhaltliche Weiterentwicklung oder gar revolutionär neue musikalische Züge, jedoch strotzt die Truppe nur so vor Entschlossenheit und Antriebsstärke, dass man auch ohne kreative Umbrüche sofort auf den Zug aufspringen mag, den WRECK-DEFY steuert - und das gerne auch in jeder Geschwindigkeit, die in den zehn neuen Stücken angeboten wird.
Die Band beherrscht sowohl den groovigen Classic Metal mit klarem US-Anstrich, als auch das legendäre Werk von heimischen Legenden wie EXCITER und eben ANNIHILATOR, ohne dabei zu sehr im Gestern unterwegs sein zu müssen. Die Produktion ist nämlich absolut zeitgemäß, die Performance ist gerade am Gesang eine 2.0-Variante verschiedenster Projekte von Tim 'Ripper' Owens und Sean Peck, und wenn Speed Metal auf "Dissecting The Leech" angesagt ist, lässt es WRECK-DEFY zumindest instrumental manchmal so versiert krachen wie Megadave Mustaine und seine Mannen und bringt den thrashig-verspielten Sound mancher 80s-Speed-Metal-Koryphäe mit einem Schlag ins Hier und Jetzt - so wie auch schon auf "Hybridized", dem letzten Geniestreich dieser aufstrebenden Kanadier!
Einzelne Songs herauszupicken, erscheint daher auch eigentlich unnötig, da die Qualität dauerhaft hoch ist und man mit Hooks, handwerklicher Finesse und erstklassigen Darbietungen sehr freizügig um sich wirft und de facto jeden traditionellen Heavy-Metal-Liebhaber erwischen dürfte. Dennoch seien vor allem das flotte 'The Haunting Past', das melodisch-krachende 'I Don't Care' und der fast schon epische Opener 'Under The Sun' genannt, die das Level noch einmal mächtig anheben - soweit dies noch möglich ist! Denn summa summarum ist "Dissecting The Leech" in vielen Disziplinen bereits top und kann sich sehr selbstbewusst in die Februar-Konkurrenz schmeißen, die gerade im klassischen Metal so gut wie kaum zuvor besetzt ist. WRECK-DEFY ist auf jeden Fall dabei, wenn es hier um die vorderen Plätze geht - und das mag angesichts solcher Underground-Heroen wie TRIUMPHER und LEATHERHEAD schon was heißen! Antesten, sofort!
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Björn Backes


