Legend Of The Evil Lake
- Regie:
- Lee Kwang-Hoon
- Jahr:
- 2003
- Genre:
- Fantasy
- Land:
- Südkorea
- Originaltitel:
- Cheonnyeon Ho
1 Review(s)
16.05.2005 | 09:05Bombastische Bilder, eingängiger Soundtrack: Ganz groß wird in "Legend Of The Evil Lake" der epische Kampf zwischen Gut und Böse inszeniert. Nur, dass die böse Macht eigentlich gar nicht so böse ist. Vor tausend Jahren wird der Volksstamm des Hexers Auta niedergemetzelt und sein Geist in einen See verbannt, der sich aus seinem Blut bildet. Auf diesem Sieg gründet sich das tausendjährige Königreich Shilla. Als das Land von Bürgerkriegen überschattet wird, erwacht Auta und ergreift Besitz von dem Bauernmädchen Jaunbie, um Rache zu nehmen.
Jaunbie ist die Verlobte des Generals Biharang, der das Königreich in blutigen Schlachten gegen die Rebellen verteidigt. Auch die Königin Chinsong ist heimlich in den General verliebt. An ihrem Hof wimmelt es von Intriganten, die Jaunbie aus dem Weg räumen wollen. Auf der Flucht springt das Bauernmädchen dann in den verfluchten See. Von der Magie Autas besessen, kehrt sie zurück, um zuerst ihre Peiniger und dann das gesamte Königreich auszulöschen. Nur General Biharang will nicht glauben, dass seine geliebte Jaunbie nicht mehr sie selbst ist ...
Mit viel Liebe zum Detail lehrt uns Regisseur Lee Kwang-Hoon, wie intensiv Liebe bis in den Tod sein kann. Dabei bedient er sich ausdrucksstarker Landschafts- und Nahaufnahmen, die er in intensiven Farben hält. Der große blutrote Mond ist nur eines von vielen unzähligen Beispielen. Hinzu kommen choreographierte Kampfszenen, die auch mal sehr blutig ausfallen. Beim Kampf gegen die Rebellen rollen dutzendweise Körperteile, während bunte Special Effects Jaunbies bzw. Autas Machtentfaltung unterstützen. Und wer sich an die Szenen in "Crouching Tiger, Hidden Dragon" erinnert, in denen die Protagonisten ästhetisch von Ast zu Ast sprangen, wird hier ähnliche Sprünge wiederentdecken. Untermalt werden die Aufnahmen von einprägsamer Musik, die wahrlich Ohrwurmcharakter hat. Eine schicksalsträchtige Poesie kennzeichnet die Geschichte, die sich vor allem zwischen den Hauptcharakteren Biharang, Jaunbie und Chinsong entfaltet, ohne allzu kitschig zu werden. Nur den Titel finde ich etwas klischeehaft und, was den Hintergrund Autas angeht, auch irreführend. Zumal die besessene Jaunbie des Öfteren genau im richtigen Augenblick erscheint und nur die Schurken massakriert, die es verdient haben. Ironischerweise war sie ursprünglich dazu auserkoren, jenen Magier zu beerben, der über den verfluchten See wacht.
"Legend Of The Evil Lake" zeigt erneut, dass auch die Koreaner ganz großes Kino schaffen können. "Wer A CHINESE GHOST STORY und TIGER & DRAGON mochte, dem dürfte auch hier das Herz höher schlagen", schrieb das Hamburger Abendblatt. Dem kann man sich herzpochend anschließen. Zumindest dürften alle Fans asiatischen Fantasy- und Martial-Arts-Kinos der Legende des bösen Sees einen guten dritten Platz hinter der Konkurrenz aus Hongkong einräumen – oder ihrem Bann gar vollends erliegen.
Laufzeit: ca. 89 Min.
Bildformat: Widescreen 2,35:1 (anamorph)
Tonformat: - Dolby Digital 5.1 (deutsch)
- Dolby Digital 5.1 (koreanisch)
Untertitel: Deutsch
Extras: - Making of
- Originaltrailer
- Teaser
- TV Spots
- Storyboard
- Bildergalerie
- Redakteur:
- Carsten Praeg