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ARMORED SAINT: Interview mit John Bush

26.07.2011 | 22:13

ARMORED SAINT kommen in Kürze für einen kurzen Abstechner nach Deutschland und werden zwei ganz sicher wie immer mitreißende, schweißtreibende Shows spielen. Wir hatten einen kurzen Chat mit Sänger John Bush.

Zuerst muss natürlich die Frage erlaubt sein, warum ARMORED SAINT lediglich die zwei anstehenden Shows in Köln und Hamburg in Deutschland spielen. "Um ganz ehrlich zu sein, hätte ich es bevorzugt auf ein paar Festivals wie dem Rock Hard Open Air, dem Wacken oder dem Bang Your Head!!! zu spielen, aber das hat aus unterschiedlichen Gründen nicht geklappt. Wir hatten ein tolles Angebot vom BYH!!!, aber es gab keine guten Möglichkeiten da noch ein paar Shows drumherum zu buchen, die in einer akzeptablen Entfernung waren und auch noch etwas Geld bringen würden. Und das Wacken hat uns gar kein Angebot gemacht, was mich schon etwas enttäuscht hat. Anyway, der Bruder  meiner Frau ist mit einer Deutschen verheiratet und ist gerade nach Berlin gezogen. Und da ich ihn mit meiner Familie besuchen wollte, habe ich unseren Agenten gebeten, nach Möglichkeit ein paar Dates für unsere deutschen Fans zu organisieren. Köln und Hamburg sind das Ergebnis. Zwei sind auf jeden Fall besser als nichts.", erzählt John.

Natürlich werden Songs des neuen Albums auf der Setlist stehen. Nummern wie 'La Raza' oder 'Chilled' sind deutlich vom Classic Rock beeinflusst und stellen sicher andere Herausforderungen als 'March  Of The Saint' oder 'Nervous Man'. "Nun, Alben wie "March Of The Saint" oder "Delirious Nomad" sind mittlerweile fast 30 Jahre alt und ich war ein Jungspund als wir sie aufgenommen haben, so dass meine Stimme sehr viel höher war als heute. Ich denke tatsächlich, dass ich heute ein viel besserer Sänger bin als damals. Ich weiß viel genauer, was ich mit meiner Stimme machen kann und was nicht. Dennoch gehe ich Liveshows immer noch mit Vollgas an, was nicht immer gut für mich ist, aber hey, so bin ich halt.", lacht John und ergänzt: "Die neuen Songs werden unserem Set eine Frischzellenkur verpassen, obwohl sie auch episch und kraftvoll sind, wie die meisten ARMORED SAINT-Songs. Es wird eine tolle Verbindung von neuen und alten Songs geben."

Ein paar Details zum Set kann John auch schon preisgeben: "Wir werden etwa 90 Minuten spielen. 15 Songs mit vier oder fünf neuen Songs. Dabei werden wir dreimal Fans auf die Bühne holen, damit sie einen von zehn Songs, die auf Facebook gevotet werden können, aussuchen, den wir dann spielen werden. Sie können dann während des Songs natürlich auf der Bühne bleiben. Das wird sicher cool.", freut sich John.


Dass die Shows von ARMORED SAINT dank ihrer hohen Energie legendär geworden sind, hat für John einen ganz einfachen Grund: "Wir waren schon immer eine energetische Band und wie Wein reifen wir mit Würde. Aber ganz ehrlich, wir spielen so selten zusammen, dass wir uns auch einfach immer total freuen gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Es ist nie einfach Routine. Es ist einfach schön, dass es immer die selben Typen sind, die da auf der Bühne stehen. Unser Line-up war immer konstant und hat sich nur durch Daves (Prichard, im Februar 1990 verstorbener Gitarrist - PK) Tod verändert. Und auch Jeff (Duncan, gt. - PK) und Phil (Sandoval, gt. - PK) gehörten ja schon vor ihrem Einstieg zur Familie der Band. Man bekommt also keine verwässerte Version von ARMORED SAINT. Das ist natürlich auch ganz wichtig."

Wie die Zukunft von ARMORED SAINT aussieht, ist hingegen noch unklar. "Wir haben noch keine Pläne, aber wenn wir wieder zehn Jahre warten, sind wir alle schon ziemlich alt. Die Musik muss einfach fertig sein. Das ist alles. Es gibt kein Grund, irgendetwas zu überstürzen. Wir haben einen starken Katalog und ich denke, wir sind an einem Punkt, wo wir tun können, was wir wollen. Wenn wir den Wunsch verspüren, neues Material aufzunehmen, ist das toll, wenn nicht, spielen wir ein paar Shows. Wir wollen nicht in den ewigen Kreislauf Album-Tour-Album-Tour zurück. Das würde zu statisch werden und daran habe ich ehrlich kein Interesse mehr.", gesteht John offen.


Anfang des Jahres war John als Gast auf dem neuen Album von LONG DISTANCE CALLING zu hören, wo er mit 'Middleville' eine spontane Glanzleistung ablegte. Die Herren von LONG DISTANCE CALLING waren voll des Lobes über die unkomplizierte Zusammenarbeit mit John. "Ich liebe es, was wir da miteinander geschaffen haben. Ihr Sound ist sehr vielschichtig und kraftvoll. Die Lyrics und Melodien zu ihrer Musik zu schreiben, ging mir sehr einfach, schnell und natürlich von der Hand. Sie haben gesagt, dass sie zum Konzert nach Köln kommen und ich freue mich sehr, sie dort kennenzulernen. Vielleicht gibt es mal die Gelegenheit, 'Middleville' mit ihnen live zu spielen. Irgendwo. Irgendwann.".

Abgesehen von ARMORED SAINT hat John Bush derzeit keine weiteren musikalischen Beschäftigungsfelder. "Genau, aber wer weiß schon, was die Zukunft bringt. Ich bin da ganz offen.", erzählt John und fügt zum Abschluss an: "Danke an all unsere treuen deutschen Fans. Es hat eine Weile gedauert bis wir wieder in einem der besten Länder der Welt für Metalshows spielen konnten. Ich freue mich sehr auf zwei Killershows." Wir freuen uns mit.

Wenn ihr dabei sein wollt und vielleicht ARMORED SAINT auch noch treffen wollt, nehmt an unserem "Meet & Greet"-Gewinnspiel teil. Viel Erfolg!

Redakteur:
Peter Kubaschk
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