BETZEFER: Interview mit der Band

24.12.2013 | 10:11

Für den coolen, brachialen Sound von "The Devil Went Down To The Holy Land" sind die Israelis von BETZEFER zuständig, eine junge, hungrige Truppe, die jedoch schon einige Jahre auf dem Buckel hat.

Doch von Ermüdungserscheinungen ist bei Weitem keine Spur, im Gegenteil, wie uns die Band in einem sympathischen, kleinen Plausch berichtet: „Vielen Dank, uns geht es zur Zeit dank dem neuen Album richtig gut. Es hat enormen Spaß gemacht, daran zu arbeiten und die neuen Songs zu spielen, bringt frischen Wind herein. Wir sind gespannt zurück zu kommen und nach Weihnachten einige Shows in Deutschland zu spielen.“

Sie sprühen also vor Energie und Tatendrang. Verwunderlich ist dies allerdings nicht, wenn man die letzten Jahre einmal Revue passieren lässt: „2011 veröffentlichten wir unseren Vorgänger "Freedom To The Slave Makers", was auch das Ende einer sechsjährigen Veröffentlichungspause bedeutete. Einige Stücke aus dieser Zeit fanden auch ihren Weg auf "The Devil Went Down To The Holy Land". Es hat sich einfach gut angefühlt, nach der Sackgasse diesen Ausbruch an Kreativität zu vernehmen. Es hat sich beinah so angefühlt, als wenn wir nur einen Bruchteil der Zeit, die wir normalerweise in Alben investieren, in die neue Platte gesteckt hätten, und persönlich könnte ich damit nicht glücklicher sein.“


Und wenn man auch in der Retrospektive mit derart viel Stolz über sein Eigen reden kann, hat man anscheinend alles richtig gemacht. „Ich finde es an BETZEFER ziemlich cool, wie diese schnellen Killer Seite an Seite mit den schweren, groovigen Tracks und den Metal-Hymnen leben, ich liebe 'The Ledic' und 'Cannibal', ich denke jedoch, wenn du jemanden diese Songs vorspielst, bekommt er nur einen Teileindruck unserer Arbeit. Und du musst das vollständige Ding hören um einen Gesamteindruck zu erhalten.“

Im Vergleich zu dem Vorgängeralbum "Freedom To The Slave Makers" konnten die Jungs überdies noch routinierter und straighter werkeln. „Ich denke, dass "Freedom To The Slave Makers" etwas war, was wir für uns gemacht haben, um uns auszudrücken und einige Sachen über die Band zu lernen. Das war ein „erwachsen werden“-Album. "The Devil Went Down To The Holy Land" hingegen ist mit Abstand reifer und selbstbewusster.“ Das merkt man dem Album auch in jeder einzelnen Faser an. Und auch textlich behandelt BETZEFER einen mehr als interessanten Punkt. „Nun, es hat das Konzept, dass es an die Menschen gerichtet ist. Als wir an diesem Album arbeiteten, lag der Fokus an dem Ort, an dem Musik die Funktion hat, für Menschen brauchbar und nützlich und nicht eine hohe Form der Kunst zu sein.“

Dementsprechend faszinierend gestaltet sich auch die Antwort der Band, wenn man sie nach den verschiedenen, musikalischen Einflüssen fragt. „Ich hab meist alle Arten von Musik gehört. Kein Künstler hat hauptsächlich das Songwriting vom neuen Album beeinflusst, aber mit Steely Dan, Michael Jackson und Ray Parker Jr. kann ich dennoch einige nennen, die BETZEFER ein wenig beeinflusst haben. Ich denke, dass SLAYER hingegen einen großen Einfluss in dieser Zeit hatten, in der wir den Sound von BETZEFER noch gestalten mussten.“ Der Einfluss von Araya und Co. ist auch auf dem neusten Streich deutlich zu erkennen.

Dennoch musiziert BETZEFER äußerst eigensinnig und abwechslungsreich. Auf die Frage, was der Bandname überhaupt bedeute, gibt die Band eine recht simple, schlüssige Antwort. „Als wir anfingen, waren wir eine Schülerband und „Beit-Seffer“ bedeutet „Schule“ auf Hebräisch. So ist BETZEFER ein Weg, diesen Namen auszusprechen.“ Nun wurde auch diese Bildungslücke gefüllt, sodass nun alle Fragen vorübergehend geklärt sind. Zu guter letzt richten sich die Jungs im Speziellen an die deutschen Fans. „Zwischen dem 26. und 29. Dezember wird BETZEFER für einige Shows nach Deutschland kommen. Checkt uns also online und wir werden uns sehr bald sehen.“ Wir wünschen sowohl euch als auch der Band viel Spaß und Erfolg auf ihrer Post-X-Mas-Tour mit dem neuen Gassenhauer "The Devil Went Down To The Holy Land".

 

 

 

Redakteur:
Marcel Rapp

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