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LCN: Interview mit Jork & Moos

01.01.1970 | 01:00

Trier ist wohl nicht gerade eine Stadt, hinter der man Hardcore, Thrash und Death Metal vermuten würde. Dennoch entwickeln sich manchmal auch in den entlegensten Winkeln Bands, die mit breiter Brust das Erbe namenhafter Acts wie MACHINE HEAD und SEPULTURA tragen. So geschehen mit LAST CRIME NATION, kurz LCN. Mit "Religion Is A Lie" wird am 28.06.2004 ein ordentlich groovendes Thrashmonster von der Kette gelassen, das landesweit gute Kritiken einfahren dürfte. Allzu weit sind die jungen Trierer nämlich nicht von den großen Vorbildern entfernt. Ich tauchte in das verträumte Trierer Stadtleben ein, um einige Infos zum Release von "Religion Is A Lie" zu ergattern.

Alex Straka:
Hi Jungs, ihr veröffentlicht am 26.07.04 euer neues Album "Religion Is A Lie". Was erwartet ihr persönlich von diesem Release?

LCN:
Wir hoffen damit reich zu werden, um uns Koks und Nutten leisten zu können. Nee, Quatsch!! Wir erhoffen uns, mit dem Album unseren Bekanntheitsgrad weiter zu steigern und uns zu etablieren.

Alex Straka:
Ich bezeichne euren Stil als fetten Groove Thrash Metal der Marke MACHINE HEAD mit einer watzigen Portion Hardcore. Wie weit bin ich damit von eurer eigenen Einschätzung entfernt?

LCN:
Da liegst du wohl nicht so falsch. Trotzdem versuchen wir uns weitestgehend nicht von irgendwelchen Acts beeinflussen zu lassen und unser eigenes Ding zu machen!

Alex Straka:
Eure neue Scheibe hat einen sehr ordentlichen Sound. Wo habt ihr die Scheibe aufgenommen und wer zeichnet sich dafür verantwortlich?

LCN:
Das Album wurde in den Alister-Sound Studios produziert und zusammen mit unserem Labelchef Peter Schu gemixt. Das Mastering wurde bei Skywalk Records gemacht.

Alex Straka:
Wie gestaltete sich der Entstehungsprozess der Scheibe?

LCN:
Die Scheibe entstand unter erheblichem Zeitdruck, da wir auf der einen Seite einen Besetzungswechsel am Bass und andererseits viele Livegigs hatten. Da blieb wenig Zeit zum Ausprobieren etc., so dass die Songs mehr oder weniger on Tour entstanden.

Alex Straka:
Eure Texte scheinen sehr realitätsbezogen und wütend zu sein. Kannst du mir mehr zu den Lyrics auf "Religion Is A Lie" erzählen?

LCN:
Wir können oder wollen keinem unsere Meinung aufzwingen, jedoch sind die Themen der Lyrics leider immer aktuell und sollten verdammt wichtig genommen werden.

Alex Straka:
Von welchen Bands seht ihr euch selbst am meisten beeinflusst?

Jork:
Am meisten beeinflussen mich MISFITS, DEAD KENNEDYS und die SEX PISTOLS.

Moos:
Bei mir sind es LIFE OF AGONY, KYUSS und alte METALLICA!

Alex Straka:
Was erwartet ihr von eurem Label Alister Records?

LCN:
Alister Records haben das meiste Interesse an einer Zusammenarbeit mit uns signalisiert. Bis jetzt sind wir sehr zufrieden!

Alex Straka:
Wie sieht es dieses Jahr mit dem Touren aus? Ist irgendwas geplant?

LCN:
Wir sind eigentlich sehr oft unterwegs (fast jedes Wochenende) und für dieses Jahr stehen noch Auftritte in Nürnberg, Hamburg, Köln, Berlin, Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), in der Schweiz und Italien aus.

Alex Straka:
Ich habe in meiner Rezension von "Religion Is A Lie" auf den Umstand hingewiesen, dass mich eure Mucke im Verlauf der Scheibe durch mangelnde Abwechslung etwas ermüdet. Nun ist der hardcorelastige Thrash Metal in seiner Stilistik sehr eingeschränkt. Wie gedenkt ihr, diesem Umstand zu entfliehen oder empfindet ihr meine Meinung als ungerecht?

LCN:
Da hast du nicht unrecht und wie du schon gesagt hast, ist man stilistisch sehr eingeschränkt. Trotzdem wollen wir das nicht als Ausrede benutzen und werden wohl in Zukunft noch experimentellere Wege gehen. Was aber nicht heißen soll, dass wir unseren grundsätzlichen Stil mit Frickeleien oder übertriebenen 'Guck mal wie geil ich Gitarre spielen kann'-Soli versauen wollen.

Alex Straka:
Wie würdest du unseren Lesern eure Musik in eigenen Worten beschreiben und was erwartet den geneigten Hörer auf euren Livegigs?

LCN:
Es ist immer schwer seinen eigenen Stil zu beschreiben. Ich denke, es ist eine Mischung aus dreckigem Punk, abgehacktem Hardcore und einem Großteil Metalcore.

Alex Straka:
Irgendwelche abschließenden Worte für unsere Leser?

LCN:
Wir hoffen, euch gefällt die Platte!!!

Alex Straka:
Ich danke euch für das Interview. Viel Glück mit "Religion Is A Lie" und lasst euch flächendeckend live blicken.

LCN:
Danke auch, vielleicht sehen wir uns dann auf einem unserer nächsten Gigs wieder. Wäre cool!

Redakteur:
Alex Straka

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