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MERCENARY: Interview mit Mikkel Sandanger

30.05.2008 | 11:56

Die Redaktionslieblinge von MERCENARY haben mit "Architect Of Lies" ein neues Album am Start. Und die Band arbeitet hart für den Durchbruch. Auf Tour mit MEGADETH und DEATH ANGEL, Sommerfestivals. Genug Stoff für viele Fragen. Mikkel Sandanger antwortete gewohnt sympathisch und ausführlich.

Peter:
Hallo Mikkel, zuerst habe ich ein paar Fragen zu der Tour mit MEGADETH. Wie seid ihr da überhaupt an den Supportslot gekommen?

Mikkel:
Das ist passiert, als wir gerade unsere neue dänische Booking-Agentur "3rd Tzunami" hatten. Sie haben dann in Dänemark das Package zusammen mit VOLBEAT geschnürt. Und bei deutschen Shows hat unsere Booking-Agentur "Continental Concerts" einen exzellenten Job gemacht. Natürlich wurde jede Supporband ausgewählt und genehmigt von Herrn Mustaine persönlich. :-)

Peter:
Wie waren denn da die Reaktionen des Publikums?

Mikkel:
Ja, so weit ich das beurteilen kann, waren die Reaktionen ziemlich gut, aber wie immer, wenn man als Support für einen solch großen Act auftritt, ist das Publikum doch recht fixiert auf die Hauptband, so wie es eben auch sein sollte. Aber ich bin sicher, dass wir eine Menge Leute erreicht haben mit diesen fünf Shows. Und es war natürlich ein unglaubliches Erlebnis.

Peter:
Der Ruf von Dave Mustaine ist nicht der beste. Wie habt ihr ihn den erlebt?

Mikkel:
Wir haben natürlich auch all die Gerüchte über ihn gehört, aber wir haben ausnahmslos professionell arbeitende Musiker getroffen und fühlten uns von jedem auch sehr willkommen. Mustaine blieb schon die meiste Zeit für sich, aber wir hatten ein paar wirklich lustige Gespräche mit ihm. Er ist ein großartiger, wirklich lustiger Typ. Trotz der Gerüchte, die ich vorher gehört hatte.

Peter:
Und wie lief die Tour danach mit DEATH ANGEL?

Mikkel:
Die Tour war vielleicht bezogen auf die Publikumsreaktionen, die beste, die wir bisher gespielt haben. Es war toll die positiven Reaktionen von Leuten überall aus Europa zu hören und zu sehen. Das war die ganze harte Arbeit vorher wirklich wert, da wir die Verbesserung im Vergleich zur letzten Tour sehen konnten. Eine Menge Leute und großartige Reaktionen überall. Und auch die anderen Bands waren ausnahmslos wirklich sehr coole Leute und haben tolle Gigs gespielt. Es ist ja schon wichtig mit den anderen gut auszukommen, wenn man die ganze Zeit so eng zusammen ist für einen ganzen Monat. DEATH ANGEL waren die bodenständigsten, zufriedensten und fröhlichsten Menschen, die ich je im Business getroffen habe. Sie waren so dankbar auf Tour zu sein und es war natürlich auch wirklich eine große Ehre mit ihnen die Bühne zu teilen.

Peter:
Okay, lass uns anfangen über "Architect Of Lies" zu reden. Es ist das erste Album mit Rene Pedersen, welchen Einfluss hatte er denn?

Mikkel:
Nun, zum Einen hat er natürlich die brutalen Vocals übernommen, die schon immer ein Teil von MERCENARY waren. Und zum Anderen war es einfach fantastisch tatsächlich mit ihm ein Album aufzunehmen. Frisches Blut bringt immer viele Neuerungen.

Peter:
Bist Du sehr glücklich, dass Du nicht mehr alle Vocals alleine einsingen musst?

Mikkel:
Ja, absolut. Ich bin begeistert, dass ich diese harschen Parts nicht mehr aufnehmen musste. Beim letzten Mal habe ich für 14 Tage meine Stimme verloren.

Peter:
Rene ist ja auch auf der Bühne schon ein sehr extrovertierter Typ. Das macht das Leben für Dich doch auch schon viel einfacher, oder?

Mikkel:
Ja, auf jeden Fall. Es wäre auch sehr mühsam gewesen, ihm erklären zu müssen, wie er sich auf der Bühne zu verhalten hat. Aber das hat er ganz gut so hinbekommen. Tatsächlich reden wir auch über unsere Performance und die verschiedenen Aspekte auf der Bühne, damit wir uns weiter verbessern können.

Peter:
Ehrlich gesagt, war ich nach den ersten Durchläufen von "Architect Of Lies", nun, nicht wirklich enttäuscht, aber zumindest hat es meine Erwartungen nicht erfüllt. Nach einigen Spins mehr mag ich das Album zwar jetzt lieber, vermisse aber immer noch die eher epische, progressive Seite von Songs wie 'Firesoul', 'Loneliness' oder 'The Hours That Remain'. Wo ist diese Seite denn hin? War das die sogenannte natürliche Entwicklung kürzere, kompaktere Songs zu schreiben?

Mikkel:
Ich denke, dass 'Death Connection' tatsächlich genau diese Sorte Song ist, die Du vermisst. Unglücklicherweise wollte unsere Plattenfirma die Nummer als Bonustrack, da wirst Du dann also fündig.
Aber ja, ich denke schon, dass wir etwas simplere Songs auf diesem Album wollten. Wir wollten etwas, was wir live spielen konnte ohne dabei bei jedem Lied einen Marathon laufen zu müssen, wenn Du weißt, was ich meine.

Peter:
Auf dem Album stehen die Keys deutlicher im Vordergrund als bisher. Ich kenne Leute, die das "cheesy" finden. Was denkst Du darüber?

Mikkel:
Wenn sie es "cheesy" finden, sollen sie was anderes hören. Ich finde es modern und progressiv.

Peter:
Ich habe den Eindruck, dass die Texte noch düsterer als zuvor sind. Was inspiriert dich für deine Texte und welcher ist dein Favorit auf "The Architect Of Lies"?

Mikkel:
Ich bin nicht sicher, ob ich sie wirklich düsterer finde, aber vielleicht hast Du recht. Ich wollte etwas mit einem speziellem Thema im Hinterkopf schreiben. Eine Art von der Suche nach dem Sinn des Lebens. Wenn Du es düster findest, ist es vielleicht einfach nur deine Interpretations der Lyrics. :-) Nein, im Ernst, vielleicht hast Du recht. Ich bin da auch etwas unschlüssig.
Was mich inspiriert sind grundsätzlich Dinge und Gedanken in meinem Leben. Vor allem meine eigene, persönliche Suche nach Dingen, die ich nicht erklären kann. Da ich kein besseres Wort finde, würde ich sagen, ich halte mich an mein Inneres. Mein Favorit ist dabei 'The Black And Endless Never'.

Peter:
Was kannst du mir denn über die Bons-DVD und den Bonustrack 'Death Connection' erzählen?

Mikkel:
Ich bin wirklich froh, dass wir noch eine Bonus-DVD machen konnten. Wir wollte noch mehr und besseres Livematerial für unsere Fans veröffentlichen. Und mit dieser DVD bekommen sie eine Menge Liveaufnahmen und auch ein bisschen albernes Zeug. Es enthält auch einen Mitschnitt vom "Bang Your Head 2007".

Peter:
Unsere Redaktion hat euch vor allem wegen dem Gig beim BYH!!! zum besten Live-Act des Jahres gekürt. Wie habt ihr diese Show erlebt.

Mikkel:
Haha, ich denke, das war tatsächlich die beste Show, die wir jemals gespielt. Die beste jemals!

Peter:
Für 2008 seid ihr in Wacken und beim Metalcamp bestätigt. Was erwartet ihr dort?

Mikkel:
Als wir das letzte Mal in Wacken gespielt haben, war es eine unglaubliche Erfahrung und ich hoffe, dass es diesmal noch besser wird. Ich liebe es auf Festivals zu spielen, weil wir dort immer so viele von unseren Fans und Freunden treffen. Beim Metalcamp war ich noch nie, aber ich habe gehört, dass es sehr gut und sehr heiß dort sein soll. Ich mag heiß. :-)

Peter:
In Deutschland sprichst Du normalerweise deutsch auf der Bühne. Wann kann ich dir denn die Fragen zum ersten Mal auf deutsch schicken?

Mikkel:
So lange du nicht erwartest, dass ich auch auf Deutsch antworte, sofort. Ich kann deutsch lesen, zumindest, wenn es kein Dialekt ist. Und sprechen klappt auch, aber schreiben bekomme nich nicht mehr hin. Sorry.

Peter:
Okay, das war's von mir. Noch irgendeine Nachricht an eure Fans?

Mikkel:
Yeah! Kommt zu den Sommerfestivals, bei denen wir spielen und lasst uns Party machen!

Redakteur:
Peter Kubaschk

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