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MOB RULES: Interview mit Matthias

01.11.2012 | 07:45

MOB RULES sind seit Jahren eine feste Größe der deutschen Melodic-Metal-Szene, sodass es keinen verwundert, dass auch "Cannibal Nation" ein rundum tolles und vor allem bandtypisches Album geworden ist. So stand uns Klampfer Matthias Mineur Rede und Antwort und erzählte uns alles, was wir wissen wollten.

Hallo zusammen, Marcel von POWERMETAL.de hier. Alles im Lot bei euch? Wie geht’s euch im MOB RULES-Camp?
Hallo Marcel, Matthias Mineur von MOB RULES hier. Schön etwas von Dir zu hören. Im MOB RULES-Camp herrscht momentan eitel Sonnenschein, weil wir sehr stolz und glücklich auf/über "Cannibal Nation" sind. Die ersten Reaktionen auf das Album sind außerordentlich positiv, auch und vor allem im Ausland. Speziell Amerika scheint nach unseren beiden Shows in San Francisco und Atlanta für uns an Bedeutung rasant zuzunehmen. Das freut uns natürlich ungemein.

Ihr standet stets für tollen, mitreißenden Melodic-Power-Metal und diese Trademarks haben sich auch auf Album Nummer sieben nicht geändert. Erzählt uns doch ein wenig über die Produktion von "Cannibal Nation".
Zur Vorgeschichte: Auf dem Vorgängeralbum "Radical Peace" hatten wir mit 'The Oswald File' einen 20minütigen Song über das Kennedy-Attentat, ein richtiges Epos, das viel Kraft und Konzentration gefordert hatte. Diesmal wollten wir die Songs etwas organischer, um nicht zu sagen "Bauch-gesteuert" angehen. Ich finde, dass "Cannibal Nation" absolut erdig und authentisch klingt. Wir jedenfalls sind sehr glücklich mit dem Resultat.

"Radical Peace" ist bereits drei Jahre her. Was ist in diesem Zeitraum bei euch noch passiert?
Nun, wir haben oft auf der Bühne gestanden, in Deutschland aber auch im europäischen Ausland und – wie schon erwähnt – in Amerika. Das waren tolle Erfahrungen, die uns viel Spaß und großes Selbstvertrauen gebracht haben. Vor gut einem Jahr haben wir mit den Vorbereitungen zu "Cannibal Nation" angefangen, haben bis Frühjahr 2012 komponiert und arrangiert und im Juni 2012 dann mit der Produktion losgelegt. War wieder einmal viel Arbeit, aber auch eine spannende und ungemein inspirierende Zeit, in der die Band noch enger zusammengewachsen ist.

Warum heißt "Cannibal Nation", wie es heißt? Welches Konzept oder welche Idee steckt hinter diesem Albumtitel?
"Cannibal Nation" heißt auch einer der neuen Songs, ein Stück, das sich mit dem afrikanischen Menschenschlächter Bokassa befasst. Bei der Überlegung, wie das Album heißen soll, wurde auch dieser Titel in den Raum geworfen und nach relativ kurzer Überlegung für gut befunden. Er ist prägnant, ein klein wenig provokant (was ich immer sehr gut finde) und eben nicht das mitunter übliche Metal-Klischee-Drachen-Spinnen-und Elfen-Getöse.

Es ist ein abermals abwechslungs – und facettenreiches Album geworden. Krachende Gitarren wechseln sich hier mit ruhigen Akustikmomenten und wunderbaren, ohrwurmtauglichen Melodien ab. Waren euch diese Punkte wichtig bei eurem neusten Werk?
Danke für die meiner Meinung nach sehr zutreffende Umschreibung. All das, was Du erwähnt hast, gehört zum Grundausrichtung des MOB RULES-Sounds, bereits seit unserem Debüt "Savage Land" 1998. Dies ist die Musik, die wir lieben, und die wir – wie sich über 15 Jahre herausgestellt hat – auch am besten können.

Am meisten sagen mir 'Close My Eyes', 'Ice & Fire' und der Titeltrack zu. Welchen Stellenwert haben diese Songs bei euch? Habt ihr auf der neuen Scheibe andere Lieblingsstücke? Und welche davon könnte man zukünftig in euren Live-Setlisten wieder finden?
Bei mir wechselt mein persönlicher Lieblingssong permanent, je nach Stimmung und Befinden. Ich mag jede Nummer der neuen Scheibe für ihre ganz spezielle Eigenart. Aber ich muss zugeben, dass für mich 'Close My Eyes', 'Ice & Fire' und das abschließende 'Sunrise' eine große Bedeutung haben, musikalisch und auch textlich. Ich finde, gerade diese drei Tracks repräsentieren die große Bandbreite von MOB RULES anno 2012. Welche Songs letztendlich zum Live-Set gehören werden, entscheidet sich in den kommenden Wochen, wenn wir die einzelnen Nummern vor Publikum getestet haben. Aber 'Ice & Fire' als Single/Video und 'Cannibal Nation' als Titeltrack sind ziemlich sicher gesetzt.

Zu 'Ice & Fire' wurde ein Videoclip gedreht. Wie verlief der Dreh und warum hat es ausgerechnet dieser Song zu einem Video geschafft?
Eine Nummer, die im Dreivierteltakt beginnt: Wie ungewöhnlich für diese Musikrichtung. Uns gefiel dieser leicht folkige Charme des Songs und die – Achtung, nicht ganz ernst nehmen – "Radiotauglichkeit". Deswegen dieser Song als Video und erste Single.

Der Onnen-Sascha an den Keyboards verließ 2010 die Band. Welche Gründe hatte das und wie konntet ihr diese Lücke füllen?
Sascha hat geheiratet, ist Vater geworden und wollte gerne musikalisch gesehen einen Gang zurückschalten, um sich stärker um seine junge Familie kümmern zu können. Wir wünschen ihm alles Gute und sind nach wie vor eng mit ihm befreundet. Sein Nachfolger heißt Jan Christian Halfbrodt und ist ebenfalls ein toller Keyboarder und angenehmer Mitmensch, ideal also für MOB RULES.

Was steht in den kommenden Monaten bei MOB RULES noch so an? Sind schon etwaige Tour – oder Festivalaktivitäten für nächstes Jahr in Planung? Wird es wieder drei Jahre dauern, bis der Nachfolger der Kannibalen-Nation veröffentlicht wird?
Ja, es kann durchaus wieder drei Jahre bis zum nächsten Studioalbum dauern, Prognosen sind diesbezüglich immer sehr schwierig. Allerdings gibt es eventuell im Frühjahr 2013 noch eine kleine Überraschung. Ansonsten bereiten wir uns gerade auf ein paar Gigs vor – wir spielen unter anderem im November auf dem ProgPower Norway in Oslo, quasi ausgelöst durch unseren großen Erfolg beim ProgPower USA in Atlanta im Herbst 2011 – und planen eine Tour für Februar/März 2013.

Vielen Dank für eure geopferte Zeit und Geduld. Die letzten Worte gebühren euch, was habt ihr unseren Lesern und euren Fans noch mit auf den Weg zu geben?
Danke Marcel, für Dein Interesse, und eine kleine Grußbotschaft an unsere Fans: Kauft das neue Album und kommt zu unseren Shows, Ihr werdet es nicht bereuen!

Redakteur:
Marcel Rapp

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