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ONSLAUGHT: Interview mit Nige Rockett

12.02.2011 | 14:44

Die Thrash-Veteranen von ONSLAUGHT haben mit "Sounds Of Violence" ein überraschend modernes Brett abgeliefert, das in der Redaktion dennoch ziemlich gut
ankam. #4 im Soundcheck ist da ein klares Statement. Wir sprachen mit Gitarrist und Gründungsmitglied Nige Rockett.

Nige freut sich zuerst über das tolle Feedback, welches das neue Album bisher erhält: "Ja, das Feedback auf "Sounds Of Violence" vor allem aus Deutschland ist wirklich überragend. Sowohl von der Presse als auch von den Fans. Dafür lohnt es sich, so hart zu arbeiten." Die Fans mussten sich auch ziemlich gedulden, bis der Nachfolger von "Killing Peace" endlich in den Startlöchern stand. Knapp vier Jahre sind seit dem vergangen. "Es ist nicht so, dass wir auf der faulen Haut gelegen haben.", stellt Nige klar. "Wir sind exzessiv mit "Killing Peace" getourt und haben wirklich sehr viele Gigs und Festivals gespielt. Ende 2009 haben wir uns dann entschlossen, uns eine Pause von den Konzerten zu gönnen und uns im Jahr 2010 auf unser neues Album zu konzentrieren. Man kann also sagen, dass das Jahr 2010 ganz im Zeichen von "Sounds Of Violence" stand. Und die lange Pause vom Studio, aber auch die letztendlich lange Vorbereitungszeit haben uns wirklich gut getan, um das Album bis ins kleinste Detail zu planen. "Sounds Of Violence" ist ein sehr wichtiges Album für uns. Wir wollten, dass es so perfekt wie möglich wird und zeigen, dass wir mit den besten Metalbands da draußen mithalten können.", erzählt Nige.

Dass einige Altfans mit dem doch sehr modernen Sound ein Problem haben, ficht Nige nicht an: "Es ist schade, dass wir nicht jeden Fan zufrieden stellen können, aber so ist das nun einmal im Leben. Natürlich ist es wichtig für uns, was jeder einzelne Fan denkt, aber wir können ja nicht stillstehen und immer wieder das selbe Album aufnehmen. Wir möchten uns immer entwickeln und frische, aufregende Alben aufnehmen, die den alten und den neuen Fans gefallen können. Wir haben 2011 und wir müssen eine zeitgemäße Kraft im Heavy Metal sein. Ich würde sogar sagen, dass "Sounds of Violence" mehr nach unseren ersten beiden Alben klingt als "Killing Peace", da wir ganz bewusst auch auf diese Alben geschaut haben, während wir "Sounds Of Violence" aufgenommen haben. Wir wollten ja eine coole Mischung aus den alten und den neuen ONSLAUGHT schaffen, um so viele Fans wie möglich zufriedenzustellen. Davon abgesehen waren wir ja nie eine Band, die immer gleich klang. Auch zwischen "Power From Hell" und "The Force" gibt es ja große Unterschiede. Zudem werden wir ja jetzt auch nicht softer, sondern werden eher extremer, von daher sehe ich "Sounds Of Violence" schon direkt neben "The Force"."

Doch nicht nur der Stil, sondern auch das Artwork mit seiner Mischung aus Reichsadler und Pentagramm sorgt für Gesprächsbedarf. "Nun, die brutale Musik mit den Texten voller dunklem Hass mussten mit einem extrem kraftvollen Bild vervollständigt werden. Wir wollten, dass das Cover repräsentiert, was der Inhalt des Albums ist. Der Adler und das Pentagramm sind beides Zeichen von immenser Macht und Dunkelheit. Dies kombiniert, bekommt man ein sehr ikonisches und dynamisches Bild. Es sind unsere Insignien der Gewalt.", erklärt Nige.


Im Frühjahr geht es dann mit SUIDAKRA und DEBAUCHERY auf Europatour. Ein Unternehmen, bei dem auch Nige noch nicht weiß, woran er ist. "Um ehrlich zu sein, habe ich absolut keine Ahnung, was uns erwarten wird. Es ist ein sehr cooles & abwechslungsreiches Billing, so dass die Fans sicher eine gute Zeit haben werden. Toller Metal ist toller Metal, egal, welcher Stil da gespielt wird. Wir werden einen Set spielen, der von "Power From Hell" bis "Sounds Of Violence" so ziemlich alle Alben der Band abdecken wird. Und wir werden wie immer 110% geben, so dass unsere Fans eine Menge Energie & Schweiß erwarten können. Und da "Sounds Of Violence" bislang sehr gut ankommt, hoffen wir natürlich auf ein paar großartige Shows." Hoffen wir, dass sich diese Tour rentiert. Verdient hätten ONSLAUGHT es.

Redakteur:
Peter Kubaschk
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