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RA'S DAWN: Interview mit John Schmitz

12.05.2005 | 16:42

Am 20. Mai findet im Jugendzentrum Kaiserslautern ein Metal-Event mit attraktiven Bands statt: RA'S DAWN werden als Opener für LIGHTMARE und DARK HORIZON agieren. Grund genug also, den Jungs ein paar Fragen durchs Netz zu jagen, die mir John Schmitz (Gitarre) freundlicherweise beantwortet hat.

Stefan:
Wie lange gibt's euch schon?

John Schmitz:
Seit gut vier Jahren. Wir haben uns Anfang 2001 zusammengefunden und zwar mehr oder weniger zufällig. Da hat es direkt gefunkt...

Stefan:
Was hat es mit dem Bandnamen auf sich und wie passt er zu euerem textlichen Konzept?

John Schmitz:
Naja, der Name hat an sich keine tiefgreifende Bedeutung. Ich bin ein alter Ägypten-Fan und RA'S DAWN beinhaltet halt den Sonnengott Ra, der einiges an Mythos und Geschichte mitbringt. Zu diesem Thema lässt sich viel erzählen. Außerdem kann man wunderbar Cover gestalten und orientalische Scales in die Musik einfließen lassen.

Stefan:
Wie würdest du euren Sound beschreiben, was sind eure musikalischen Einflüsse?

John Schmitz:
Ich denke, RA'S DAWN spielen einfach Metal. Mal ist's ein bisschen verschachtelt und sperrig, mal straight und eingängig. So soll es bei uns sein. Des Weiteren lieben wir lange Songs, die immer mal wieder auf Releases erscheinen. Auf unserem Debüt war es das 24-minütige "The Dawn Of Ra", auf "Unveiling..." war es "The Fall Of The House Of Usher" und auf der nächsten CD wird es wahrscheinlich ein Songs namens "At The Gates Of Dawn" sein. Alle Bandmembers lieben DREAM THEATER, SYMPHONY X und RUSH, daher sind die progressiven Elemente nur natürlich. Unser Sänger Olaf und ich sind zudem die Alt-Herren-Metal-Freunde (DIO, SAXON, PRIEST, MAIDEN, FATES WARNING). Klassischer Stoff halt.

Stefan:
Welche Veröffentlichungen kann der Fan käuflich erwerben und wo?

John Schmitz:
Unser Debüt "Solar Force" ist bis auf wenige Exemplare fast ausverkauft. Wir werden es wohl auch nicht mehr nachpressen lassen. Dann gibt es noch unseren Zweitling "Unveiling The Grotesque", den man für lumpige 5 Euronen (plus 2 Euro Versandkosten) auf unserer Homepage bestellen oder natürlich auch auf Gigs kaufen kann. Im Herbst werden wir dann wohl den dritten Output in Angriff nehmen.

Stefan:
Wie geht ihr bei den Aufnahmen vor und konntet ihr dabei eure Vorstellungen umsetzen?

John Schmitz:
Da wir natürlich alle Kosten (Aufnahme, Covergestaltung, Vervielfältigung) selbst bezahlen müssen, bleiben viele Ideen und Vorstellungen unverwirklicht. Wir sind insofern mit den beiden bisherigen Produktionen zufrieden, als dass beide sehr natürlich und warm klingen. Mit einer teuren, professionellen Produktion kann man das sicherlich nicht vergleichen. Dennoch können wir zufrieden sein und brauchen uns damit nicht zu verstecken.

Stefan:
Ihr habt ja schon mit bekannteren Bands auf einer Bühne gestanden, wie waren da eure Erfahrungen?

John Schmitz:
Eigentlich sehr gut. Besonders DEAD SOUL TRIBE waren sehr nett. THRESHOLD sind wohl nicht so gut auf uns zu sprechen, weil wir denen während ihres Gigs das Bier weggesoffen haben. ;-) In der Regel halten alle Metalbands immer gut zusammen. Es wird gemeinsam gefeiert und gerockt, Konkurrenzdenken tritt da in den Hintergrund. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, die sich für Stars halten. Ist doch lächerlich...

Stefan:
Wo kann man euch demnächst überall live bewundern und was kannst du uns für den Gig in Kaiserslautern (20. Mai, JUZ) verraten?

John Schmitz:
Die aktuellen Termine entnimmt man am besten unserer Homepage. Der Veranstalter des "Nörr-Open-Air" (hier in unserer Gegend) findet uns wohl gut und will uns dieses Jahr dabei haben. Headliner werden aller Wahrscheinlichkeit RAGE sein (Lutz, der Veranstalter, hat mal bei denen Didgerido auf 'ner CD gespielt, daher kennen die sich).
Früher haben wir schon mal mit Pyros und guter Knallerei gearbeitet. Im JUZ in Lautern wird das aber nicht klappen, da es dort zu klein ist und dementsprechend brandschutztechnisch unmöglich. Außerdem kostet das zu viel und ist mit dieser Gage nicht umsetzbar. Wir werden aber bestimmt mit Spaß und viel Enthusiasmus auf der Bühne stehen und unser Bestes geben. Außerdem spielen wir bestimmt eine nette Coverversion.

Stefan:
Wie sieht's mit Metal in eurer Region aus, gibt es weitere ähnlich gute Bands und Auftrittsmöglichkeiten?

John Schmitz:
Richtige Metalbands, die auch an sich arbeiten, sind dünn gesät, es gibt da eher viele Hardcore- und Punksbands. Bekannt sind selbstredend DESASTER und METAL INQUISITOR. Die Auftrittsmöglichkeiten sind ebenfalls begrenzt, man muss sich selbst drum kümmern. Wir bekommen Gott sei Dank mittlerweile auch Angebote von außerhalb. Das ist natürlich gut und so kann's weitergehen.

Stefan:
Ihr hattet ja im letzten Jahr durch die Verletzung eures Schlagzeugers ein Seuchenjahr. Wie weit hat euch das zurückgeworfen und welche Ziele habt ihr euch jetzt gesetzt?

John Schmitz:
Der Unfall passiert im letzten Quartal. Vorher hatten wir schon 'ne Latte Gigs gespielt. Von daher war es nicht so sehr dramatisch (außer natürlich für Marco). Wir haben seine Verletzungspause genutzt um neue Songs zu schreiben. Das war zwar nervig, weil wir mit Drumcomputer arbeiten mussten, aber die Songs sind gut geworden. Es hat sich also gelohnt.

Stefan:
Welche weiteren Pläne habt ihr, gibt es schon neue Songs für eine neue CD?

John Schmitz:
Siehe oben! Ab Herbst wollen wir eine neue CD aufnehmen. Wir werden ein paar Studios checken, könnten uns aber auch wieder mit Fabian Zimmermann (der unserer ersten beiden CDs produzierte) zusammentun. Mal sehen. Die neuen Nummern knallen auf jeden Fall und zwei davon sind auch wieder sehr "ägyptisch".

Stefan:
Ich habe mir gerade die Live-Pics vom MONSTERS OF STOCK auf eurer Homepage reingezogen. Diese vermitteln den Eindruck, als hättet ihr eine Menge Spaß auf der Bühne. Kannst du das bestätigen?

John Schmitz:
Da kannst du von ausgehen. Gigs sind immer der größte Spaß und wir versuchen das Publikum mit einzubeziehen. Denn zusammen feiert es sich am besten...

Stefan:
Wie nützlich ist das Internet für euch als Musiker?

John Schmitz:
Über das Netz kann man Kontakte knüpfen und sich als Band präsentieren. Das sind logischerweise sehr große Vorteile. Außerdem kann man für Gigs usw. werben und eine Menge Leute erreichen. Des Weiteren zeigen Gästebucheinträge (vor allem von Fremden und nicht von Freunden) gut auf, was man richtig und ggf. falsch gemacht hat. Dort findet man in der Regel konstruktive Kritik. Das ist gut so!

Stefan:
Vielen Dank für das Interview! Man sieht sich am 20. Mai. Wenn ihr unseren Lesern noch etwas zu sagen habt - bitte schön:

John Schmitz:
Danke auch für das Interview! Den Lesern kann ich nur ans Herz legen, sich mal bei einem unserer Gigs in der Nähe blicken zu lassen. Es wird immer schön gefeiert und einer auf den METAL getrunken!

Redakteur:
Stefan Lang

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