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THE SPIRIT: Interview mit MT

13.09.2018 | 10:32

Mit "Sounds From The Vortex" ließ THE SPIRIT im Spätsommer 2018 die Herzen der Black-Metal-Fans höherschlagen: Wir sprachen mit Sänger MT über das Signing bei Nuclear Blast, das neue Album und die Tour mit KATAKLYSM und HYPOCRISY im Oktober und November.

Als ich gesehen habe, dass ihr "Sounds From The Vortex" bei Nuclear Blast veröffentlicht, war ich kurze Zeit erstaunt. Immerhin habt ihr euer Debütalbum schon 2017 bei Eternal Echoes releast, warum nun also ein zweiter Start für das Album?
Wir konnten kein Label finden, welches das fertige Album veröffentlichen wollte - daher hatten wir mit Eternal Echoes unser eigenes Label gegründet. Das ist damals natürlich alles in einem sehr kleinen Rahmen gelaufen und das Album ist auch nur in einer limitierten Auflage erschienen. Wir konnten damals zwar einige Leute erreichen, aber das ist alles schon sehr tief im Underground gelaufen. Nuclear Blast war von dem Album aber sehr überzeugt und wollte es nochmals einem größeren Publikum präsentieren, was natürlich auch alles Sinn macht.

Gab es für den Re-Release Änderungen am Album?
Nicht, was die Musik oder den Sound angeht. Es gibt aber ein neues Cover und Layout von Costin Chioreanu.

Nach so kurzer Zeit direkt der große Wurf: Ihr habt bei Nuclear Blast unterzeichnet, einem DER Labels für Metal. Wie ist es dazu gekommen?
Wir hatten NUCLEAR BLAST eigentlich nicht auf dem Schirm gehabt und das Album als Bewerbung auch nie nach Donzdorf geschickt, nachdem wir das fertige Master erhalten hatten. Wir hatten das Album schon zwei Monate über Eternal Echoes veröffentlicht, als Nuclear Blast von uns erfahren hatte. Man setzte sich mit uns in Verbindung und so nahm alles seinen Lauf.

Anstelle von fantasievollen Künstlernamen verbergt ihr eure Identitäten schlicht hinter euren Kürzeln. Was ist der Grund dafür?
Wir haben uns nie über irgendwelche Künstlernamen Gedanken gemacht, weil es für uns einfach total unwichtig ist. Der einzige Name der wichtig ist, ist THE SPIRIT. Und Kürzel nutzen doch auch einige andere Bands. Und um die Identitäten zu verbergen, hilft das doch nicht wirklich. Sowas kann man in der heutigen Zeit doch überhaupt nicht mehr.

Ein Album, so habe ich mir schon vor einiger Zeit sagen lassen, funktioniert auch immer als eine Art Zeitkapsel und erinnert an zahlreiche Momente aus seiner Entstehungszeit. Welche Erinnerungen schließt ihr in "Sounds From The Vortex" ein?
Ich persönlich erinnere mich an unzählige, endlose Nächte, welche ich mit dem Songwriting verbracht habe und mehr als einmal, wo ich alles hinschmeißen wollte, weil ich seit Wochen an einem Song arbeitete und dieser irgendwie immer noch nicht in meinen Augen perfekt war. Auf der anderen Seite erinnere ich mich aber auch an Momente wie der, an dem ich einen Song wie 'Cross The Bridge To Eternity' endlich fertig hatte und wusste: Ich habe etwas, für meine Maßstäbe, verdammt Gutes erschaffen

Um sich einmal aus dem Fenster zu lehnen: Mir scheint, dass ihr euch mit eurer Musik mehr dem nordischen Death Metal annähert. Habt ihr in dieser Beziehung Vorbilder oder eine gewisse Färbung, nach welcher ihr klingen wollt?
Vorbilder würde ich das nicht nennen. Sowas hatte man mal in jungen Jahren. Wie bei mir zum Beispiel Yngwie Malmsteen oder Ritchie Blackmore. Es gibt unzählige Bands, die uns beeinflusst haben. Da gehört natürlich Black- und Death Metal aus Skandinavien dazu, aber auch Heavy Metal aus UK oder Rock aus den Staaten und vieles mehr.

Eure Lieder bewahren sich auch lyrisch eine gewisse Mystik, es geht um das düstere Nicht-Fassbare. Woher nehmt ihr die Inspiration für eure Musik?
Indem man nun schon ein paar Jahre auf diesem Planeten wandelt. Das Leben gibt mehr als genug Inspiration.

Im späten Herbst geht es für euch auf Tournee mit KATAKLYSM und HYPOCRISY. Worauf freut ihr euch am meisten und worauf können sich eure Fans freuen?
Wir freuen uns einfach darauf, die Möglichkeit zu haben bei so einer Tour dabei zu sein und jeden Abend unsere Musik spielen zu können. Die Leute im Publikum können damit rechnen, dass wir jeden Abend einen Sturm purer Energie und Emotion entfesseln werden.

Die letzten Worte gebühren traditionell euch: Gibt es noch etwas, was ihr uns oder unseren Lesern mitteilen wollt?
Zieht euer Ding durch und hört weniger darauf, was andere sagen. Dieses Statement ausgeschlossen.

Redakteur:
Leoni Dowidat

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