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ULME: Interview mit Arne Heesch

11.07.2007 | 19:47

Mit ihrem aktuellen Album "Dreams Of The Earth" haben ULME fast eine Art Referenzwerk in Sachen Doom-Grunge-Postcore geschaffen. Grund genug, den Jungs ein paar Fragen per E-Mail zu schicken, die Sänger Arne Heesch nun beantwortet hat. Darin erklärt er zum Beispiel, was seine Band mit der ZDF-Kultserie "Wickie und die starken Männer" zu tun hat...

Henri:
Drei Fragen vorweg: Wann wart ihr das erste Mal in Seattle? Und wie oft danach? Wenn ja, was fasziniert euch an der Stadt?

Arne:
In Seattle war ich leider noch nie. Ich habe aber gehört, dass dort einige gute Bands herkommen...

Henri:
Das war ja eine ernüchternde Antwort, haha. Diese Fragen hatten aber natürlich auch etwas mit eurem aktuellen Album "Dreams Of The Earth" zu tun, das ja eine gewisse Art von Verneigung vor dem Phänomen Grunge ist. Seht ihr die Scheibe auch so?!

Arne:
Unsere Einflüsse kommen auf jeden Fall auch aus der sogenannten Grunge-Ecke, aber wir sind garantiert keine typische Grunge-Band. Das hört man doch sicherlich, oder? Somit ist das Album keine Verneigung vor irgendeiner Stilrichtung. Die ULME hat einen eigenen Sound.

Henri:
Ja klar, in jedem Fall. Aber die Fragen sind ja auch bewusst überspitzt gestellt. Also zum nächsten Punkt: Euch gibt es mit Unterbrechungen seit mindestens zwölf Jahren. Trotzdem werden nicht alle Leser euch sofort kennen. Erzählt bitte einmal kurz eure Geschichte als Band.

Arne:
Angefangen habe ich mit unserem damaligen Bassisten Gunnar und meinem Cousin Jan-Eric Anfang der 90er. So richtig los ging es dann 1995 mit der "Re-fuse me"-Scheibe beim BluNoise Label.

Henri:
Und wie seid ihr auf den Namen ULME gekommen? Warum nicht Eiche oder Erle oder Weide?!

Arne:
Die Idee für den Namen stammt von Gunnar. Es ist zum einen der Baum als ein Sinnbild und zum anderen ist ULME der Harfenspieler in der Zeichentrickserie "Wickie und die starken Männer". Mit einigem Bier drin findet man so was gut...

Henri:
Eure beiden Musiker sind eng verwandt, was wohl auch zur zwischenzeitlichen Trennung geführt hat. Doch was ist das Faszinierende, als nahe Verwandte in einer Band zu spielen?

Arne:
Jan-Eric ist mein Cousin. Gunnar ist mein Bruder. Er war bei den ersten drei Alben dabei. Früher war es also ein reines Familiending. Es ist schon sehr angenehm mit jemandem Musik zu machen, der einem auch sonst sehr nahe steht.

Henri:
Zurück zu "Dreams Of The Earth": ein sehr interessanter Titel in Zeiten des Klimawandels und aller möglichen Bedrohungen. Oder hat es damit nichts zu tun?

Arne:
Der Titel "Dreams of the Earth" bezieht sich auf ein Gedicht von Hermann Hesse, in welchem er Wolken als die Träume der Erde bezeichnet. Eine faszinierende und schöne Vorstellung wie ich finde.

Henri:
Und was hat der Titel nun mit der Musik auf der Scheibe zu tun? Was wollt ihr mit eurer Musik aussagen - gibt es überhaupt diesen Anspruch?

Arne:
Musik muss berühren, sie muss einen bewegen, sie muss Gänsehaut machen, zum Nachdenken bringen, was auch immer... Wenn das der Fall ist, dann ist es gut. Auf der neuen Platte geht es viel um Glaube und Hingabe, die wesentlichen Dinge, die einem Kraft und Sinn geben.

Henri:
Beschreibt exemplarisch einen der aktuellen Songs, warum dieser zurzeit exemplarisch für ULME und euer Selbstverständnis steht?

Arne:
Gleich der erste Song 'The White Hallways' beschreibt sehr gut unsere momentane Bandbreite.

Henri:
Welche anderen Künstler haben euch zu dem mit inspiriert, was ihr heute seid und warum?

Arne:
Mich inspirieren viele Künstler, aus vielen Bereichen, sei es aus der Musik oder der Literatur. Ich höre alles, was Seele hat und mich irgendwie berührt, egal welche Stilrichtung. Authentisch muss es sein, mit Herzblut gemacht.

Henri:
Ihr habt nun die EP "The Glowing" und das neue Album. Wann und mit wem werdet ihr auf Tour gehen?

Arne:
Die Tourdaten stehen noch nicht fest, sind aber in Planung. Wenn wir live spielen, dann eigentlich immer mit einigen Songs von fast allen Platten im Repertoire.

Henri:
Hast du ein paar letzte Worte an die Leser von Powermetal.de?!

Arne:
Pflanzt mehr Ulmen! Wir brauchen sie...

Redakteur:
Henri Kramer

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