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UNISONIC: Interview mit Kai Hansen

07.03.2012 | 22:32

Ein ausführliches Gespräch im lockeren Hanseaten-Stil mit Kai Hansen (GAMMA RAY) über seine neue Band UNISONIC und das erste Album, Fremdgehen und trotzdem nach Hause kommen und blubbern.

Hi Kai, ich habe mir gerade eure selbstbetitelte UNISONIC-Scheibe angehört und bin positiv überrascht, herzlichen Glückwunsch! Was ist dein persönlicher Eindruck? Haben sich deine Erwartungen erfüllt oder sogar übertroffen…?

Ich hatte ehrlich gesagt erst mal gar keine Erwartungen, denn als wir angefangen haben, war noch alles offen, kein Mensch wusste, was letztendlich wirklich daraus wird. Ich kannte natürlich die Demos, die sie gemacht haben, ich wusste aber selber noch nicht, was ich überhaupt an Songs schreiben werde, oder was von mir kommt. Man hat einfach alles Mögliche probiert, ich habe auch ein paar alte Ideen nochmal wieder aufgegriffen, die wir für GAMMA RAY nicht verwendet haben, nicht weil sie schlecht waren, sondern weil sie einfach nicht gepasst hätten vom Gefühl. Das war eigentlich ganz erfrischend, auch die Zusammenarbeit. Ich kann selber aber noch nicht mehr dazu sagen, ich muss das fertige Album hören, ich stecke noch zu sehr im Prozess drin. Ich bin zufrieden mit dem, was bis jetzt schon ist, absolut, habe aber nicht den nötigen Abstand, um es wirklich zu beurteilen.

UNISONIC gab es ja auch schon ohne dich, wie kam es nun dazu, dass du mit dabei bist?

Das kam letztendlich dadurch, dass Michael [Kiske] und ich zusammen auf Tour waren. Also a) war das für mich natürlich ein Signal, wo ich mich einfach für ihn gefreut habe, dass er wieder eine Band hat - also nicht wieder ein Projekt oder so 'n Soloscheiß - sondern, dass er wieder eine Band macht und wirklich auch eine Band machen will, auch wieder auf die Bühnen will. Er war ja Jahre lang liveabstinent irgendwie, ich hatte echt die Hoffnung schon aufgegeben, dass er jemals wieder überhaupt auf eine Bühne geht.



Er hatte ja ein paar Mal bei GAMMA RAY ausgeholfen…

Ja, aber auch erst später, nachdem das mit AVANTASIA angelaufen war, vorher nicht, er hat sich immer gescheut. Ich habe auch ein paar Mal gefragt für Wacken oder sowas, aber er sagte immer: "Oah, ich bin noch nicht eingesungen" und war wirklich sehr scheu. Deswegen hat es mich total gefreut zu hören, dass er eine Band hat, dass er es will, dass er auch wieder Rock macht. Also PLACE VENDOME habe ich noch nicht so wirklich ernst genommen. Das war ein Ding und da war eben diese AVANTASIA-Tour, wo ich gesehen habe, dass er einen tierischen Spaß dran hat, auf der Bühne zu stehen, er ist immer mehr aufgetaut. Es war auch gut überhaupt auf Tour zu sein mit ihm, also um ein bisschen zu labern und abzuhängen, auch zu merken, wie sich der andere persönlich so entwickelt hat, dass er auch wieder offener geworden ist. Es war alles so positiv. Uns auf der Bühne zusammen zu sehen, war für das Publikum - gemessen an der Response - schon echt groß. Das war ein gutes Gefühl. Und das war auch nicht unbegründet, es hatte so eine bestimmte Magie, es war irgendwie auf eine gewisse Art und Weise so ein bisschen wie nach Hause zu kommen. Und daraus ist dann auch im Gespräch das Ding entstanden, "hey, wir müssen mal wieder was zusammen machen!". Es gab diese drei Möglichkeiten: Projekt, er zu GAMMA RAY oder ich zu UNISONIC. Das stand halt im Raum. Und Projekt entfällt, weil das braucht die Welt nicht. Und er zu GAMMA RAY war irgendwie auch keine Frage weil GAMMA RAY schon sehr stimmengeprägt durch mich ist und ich nach wie vor auch Spaß am Singen haben - es würde mir schon schwer fallen meinen Platz am Mikrofon abzugeben. Zum zweiten ist die Musik zu hart für ihn, ganz einfach. Das ist zu viel Metal und zu vielen Songs passt seine Stimme ganz einfach nicht und es wäre für ihn auch nicht gut. Also blieb nur die Möglichkeit drei und die fand ich nicht ganz uninteressant, aber war natürlich noch unsicher. Ich wollte natürlich erst mal das Okay der Anderen in seiner Band haben, ist ja schon wichtig, dass die anderen die Idee auch gut finden und dann wollte ich mir natürlich mal anhören, was die an Songs so haben, also ich kannte eigentlich noch gar nichts. Ich hatte mal 'Souls Alive' gehört, das fand ich ganz cool. Joa, dann habe ich es mir angehört und das ein bisschen sacken lassen und fand, dass da schon noch Bedarf für ein bisschen was ist und dann habe ich mich mit ihm und den Anderen getroffen und das hat sich irgendwie gut angefühlt. Ich habe dann auch meine Punkte klar gemacht, dass, wenn mir etwas nicht gefällt, ich auch kein Blatt vor den Mund nehme, das ich sage "das ist Scheiße!" oder nicht aus politischen Gründen sage "ja, ja, das ist toll!", denn so macht man kein gutes Album, sondern indem man Kritik gibt, so wie sie halt eben auch ist. Wenn das akzeptiert und auch gewollt wird, dann ist das gut. Und genauso war es, sie sagten "ja, so brauchen wir es auch" und ich habe mich einfach wohl gefühlt, es war ein gutes Gefühl. Und dann habe ich gesagt, "okay, dann können wir es angehen, wichtig ist noch mal, dass wir zusammenspielen" und haben dann noch mal ein bisschen rumgejammt. Da war Mandy [Gitarre] noch nicht dabei, es waren nur Dennis [Bass], Kosta [Schlagzeug], ich [Gitarre] und Michi [Gesang] und das war auch gut. Ich habe gleich gemerkt, dass ich zu Dennis einen tierischen Draht habe, was Ideen betrifft, da sind wir voll auf einer Wellenlänge und wir spielen uns da gegenseitig die Bälle zu, das war so richtig genau mein Mann. Das war auch ein ganz wichtiger Punkt dabei, jemanden zu haben, der auch mich inspiriert, einfach so von der Kreativität her, das brauche ich einfach. Das hat mich auch mit ganz stark motiviert. Und von daher fühlte es ich alles gut an und wir sind das Ganze dann angegangen, also richtig aus dem Nichts heraus mehr oder weniger. Wir haben uns dann hingesetzt und haben die Demos aussortiert, die sie bisher hatten, das waren von fertig produzierten bis kurzen Songideen alles Mögliche und haben dann angefangen weiter dran zu arbeiten.

Wie verlief der Songwriting-Prozess? Waren alle Bandmitglieder gleichermaßen daran beteiligt oder gab es einen Hauptverantwortlichen?

Dennis und ich, so könnte man es sagen. Mandy hat ein bisschen was beigesteuert, und Michi hat auch einen Song beigesteuert, ansonsten waren Dennis und ich das, ja. Und da haben wir eben auch zusammengeschmissen zum Teil. Also ich habe auch Songs im Alleingang gemacht, es waren aber auch Ideen da, die wir halt zusammen ausgearbeitet haben und er hatte auch Sachen, die komplett durch waren, wo ich dann nur noch einen Soloteil zugemacht habe oder so.

Und wie verlief das konkret? Habt ihr gejammt oder habt ihr euch Dateien zugeschickt…?

Sowohl als auch. In erster Linie sind Sachen fixiert worden beim Jammen. Es gab natürlich Ideen, aber dann ist es müßig die kurz aufzunehmen. Dann setzt man sich lieber kurz in den Übungsraum und spielt das an und hat dann sofort ein Gefühl dafür wie das ist und sagen kann "Nee, mach das mal anders" anstatt es neu aufzunehmen und alles umprogrammieren. Das geht dann schneller und so haben wir dann das Meiste veranlasst.

Bei einer Band wie UNISONIC kommen Musiker mit unterschiedlichen Erfahrungen und Vorstellungen zusammen. Wie verlief die Zusammenarbeit? Konnten alle die musikalische Vision von UNISONIC teilen und vorantreiben?

Total gut! Das hat mich auch total motiviert und ist natürlich erfrischend nach 20 Jahren Dauerehe mit GAMMA RAY und den gleichen Leuten, letztendlich einfach mal fremd zu gehen - ist halt ein bisschen so. Es ist erfrischend, man geht anders ran, hat 'ne andere Motivation und das ist schon cool und es hat sich halt auch chemisch total gut zusammengefügt. Mandy habe ich als Letzten kennengelernt bei den Proben für die Japan-Show. Er war also weniger im Kreativ-Prozess mit drin. Aber Mandy ist ein super Gitarrist und ein total klasse Typ. Gitarrenmäßig war es überhaupt noch nicht klar, wie wir überhaupt zusammen harmonieren, ich hatte ja schon ein paar Sachen gehört wie er spielt und war echt beeindruckt. Aber ob das passt, war noch nicht klar, aber das hat sofort gefunkt irgendwie und wenn wir ein Riff zusammen gespielt haben, hat das sofort geschoben. Und ansonsten, wie gesagt, ist es mit Dennis eine ganz unglaublich gute Chemie. Kosta als Mann im Hintergrund, der sozusagen seine Pflicht erfüllt und anbietet oder auch abliefert was, man gerade möchte, aber eben auch seine Meinung gibt: "Das gefällt mir"/"Das gefällt mir nicht", was ganz hilfreich und wichtig ist und nicht etwa ein weiterer Koch ist, der zu viel mitwürzen will. Und Michi, der als Sänger auch Vollstrecker ist, er ist eben auch nicht der Typ, der mit Ideen noch und nöcher kommt, er hält sich da eher zurück und lässt sich anbieten und sucht sich dann aus, was ihm gefällt. Das ist ein bisschen bequem, aber das ist auch ganz gut so, weil Dennis und ich sprudeln halt und schaffen und so wird das halt ein bisschen aussortiert und auf den Punkt gebracht. Und sowas ist ein gutes Gefüge, denn die Last ruht nicht auf einem Menschen, der Schaffen und Kreieren muss und die anderen ziehen mit und erfüllen ihre Pflicht, sondern das ist ein sehr dynamischer Prozess, der sich sehr gut anfühlt. Und die Vision ist ja noch total unkonkret letztendlich, wir haben ja erst mal einfach gemacht. Klar, was allen Songwritern in erster Linie im Kopf ist, dass Metal nicht das Thema ist, wenn dann nur sehr begrenzt. Das ist für mich eine sehr angenehme Sache, denn ich sag mal so: Ich mag beide Arten von Musik - Heavy und Metal - und ich kann mich in diese Richtung auch ein bisschen ausleben und habe dadurch auch wieder mehr Fokus auf GAMMA RAY und kann sagen: "Alles klar - da ist der Metal!" Und ich denke das wird sich beim Songwriting beim nächsten GAMMA RAY-Album auch bemerkbar machen, dass diese Hardrock-Sache, die bei GAMMA RAY auch mit drin ist, eher nach hinten rutscht, weil ich das eben in UNISONIC total auslebe und das was übrig bleibt, kommt dann zu GAMMA RAY, das ist ganz angenehm. Ich habe dann glaube ich einen fürchterlichen Bedarf ultra brutale Speed-Songs zu schreiben.

Wie schaffst du es, dich in einen schöpferischen Prozess reinzubringen?

Das ist situationsbedingt. Ich saufe einfach und gucke, was bei rauskommt. Nein, das ist echt situationsbedingt. Es gibt einfach Momente bei mir, da habe ich überhaupt nicht den Bedarf mich irgendwo hinzusetzen oder überhaupt eine Gitarre anzufassen. In dem Moment, wo ich den Bedarf habe, kommt dabei etwas raus. Es blubbert irgendwie so raus. Das ist auch auf Tour so, ich schreibe keine Songs auf Tour, ich bekomme dort keine direkten Ideen. Da füllt sich irgendwie so ein Pool und wenn ich dann wieder zu Hause bin und irgendwo im Auto sitze und vor mich hinfahre oder so 'n Scheiß, dann macht's auf einmal Klick und dann blubbert da irgendwas vor sich hin und das will raus. Und wenn da genug ist, was raus will, dann fange ich an, lasse ich es raus. Kreativität kann eben auch gut im Übungsraum passieren, wenn du sagst "Hey, wir jammen mal zusammen!", wichtig ist dabei für mich, dass ich jemanden habe, der mich auch inspiriert, der mit Ideen kommt, an denen ich arbeiten kann, denn das fällt mir sehr leicht. Wenn jemand mit etwas kommt, mit dem ich auch was anfangen kann, das mich auch inspiriert oder kickt - "Hey, das ist gut! - dann habe ich sofort Ideen dazu wie man es für meine Begriffe anders machen kann oder besser oder es genau so wie es ist klasse ist, das kickt mich und dann sprudelt das einfach so. Und so ist das hier auch passiert.

Du hast es vorhin schon kurz angesprochen: Wie ist es für dich den Gitarrenposten zu übernehmen und das Mikrofon komplett an Michael Kiske zu übergeben?

Das ist total gut, denn bei GAMMA RAY wünsche ich mir das öfter mal, nicht Singen zu müssen. Ich singe gerne und bin auch gerne Frontmann, aber es gibt auch Momente, in denen würde ich am liebsten nur Gitarre spielen und meine Fresse halten und einfach abrocken und nicht an diesem blöden Mikrofon kleben zu müssen. Ich habe auch schon mal mit einem Headset experimentiert, aber a) klingt das nicht so gut und b) war die Reaktion der Leute "Bäh, das ist nicht Metal!" - und das ist irgendwie uncool. Das kann ich gut verstehen, ich habe auch mal eine Metalband gesehen, wo der Sänger/Gitarrist so 'n Ding hatte und ich fand's auch doof, ehrlich gesagt. Ich dachte, gut, die Zeiten haben sich vielleicht geändert, wo sowas dann doch vielleicht hoffähig wird, aber irgendwie fehlt da was. Von daher: Die Bewegungsfreiheit ist immer eingeschränkt am Mikrofon und die brauche ich eben manchmal. Denn dann muss ich nicht drauf achten, wo ich gerade stehe, um wieder rechtzeitig am Mikrofon zu sein, sondern ich kann auf der Bühne rumlaufen und mal hier abrocken, mal da. Das ist für mich echt sehr erfrischend. Ich freue mich total auf die Tour, das in Japan war ja mein Einstand, wo ich mich einfach auf die Gitarren konzentrieren musste und auch ein bisschen nach Lust und Laune Background singen konnte - wenn man's mal nicht macht, ist es auch scheißegal, aber wenn man Lust hat, dann macht man es eben und es ist total cool!

Zum Abschluss habe ich noch ein paar Fragen zum Album. Ich bin überrascht, dass es so rockig geworden ist. War das eine bewusste Ausrichtung oder kam es einfach dazu?

Naja, es kam, weil…wie soll ich es sagen? Es war klar, das Michi eine große Rolle spielt. Und zwar durch die in den letzten Jahren oftmals sehr ausschweifend interpretierte Metal-Aversion. Wobei das gar nicht wahr ist, er liebt Metal, er liebt JUDAS PRIEST und er hört das Zeug auch jetzt noch und so weiter. Aber es ist halt natürlich ein bisschen irgendwie durch die Interviews, die er gegeben hat, das Ding entstanden, dass für Michi gilt: Metal = Böse, Böse = Doof, also Metal = Doof. Das ist so ein bisschen, was da immer passiert ist. Da ist er auch selber Schuld dran gewesen in gewisser Weise, weil er es auch vielleicht so formuliert hat, dass es so rüberkam. Von daher hat sich auch für uns am Anfang relativ klar herauskristallisiert: KEIN Metal! Also hart darf es gerne auch mal werden, aber Metal, nein. Aber wo fängt Metal an? Wie verzerrt darf die Gitarre sein, ist Double Bass schon Metal oder geht das noch? Für mich war am Anfang des Songwritings auch schon alles klar: Rock. So bin ich auch rangegangen. Als ich zu Hause angefangen habe, etwas rumzujammen, habe ich auch Gitarrenmäßig mit Sounds angefangen, die ich eher selten benutze, wenn dann eher zum Spaß, aber da habe ich dann bewusst einen Rocksound gewählt oder etwas, was anders klingt als bisher und spielte damit ein bisschen rum. Von daher hat es sich ergeben, aber eben aus einem bestimmten Grund. Und das ist auch gut so, weil sonst gäbe es für mich wieder das Problem: Was ist UNISONIC und was ist GAMMA RAY?  Von daher ist die Trennung für mich viel einfacher und viel besser nachvollziehbar als zum Beispiel damals bei IRON SAVIOR. Da war es wirklich sehr ähnlich, einen IRON SAVIOR-Song hätte ich auch für GAMMA RAY schreiben können oder umgekehrt.

Ich bin sehr überrascht von 'Never Too Late'. Der Song sticht meines Erachtens ziemlich heraus mit seinen starken Punk-Attributen. Kannst du dazu eine Geschichte erzählen? Wie kam es dazu?


Den Anfang des Songs gibt es schon seit ca. 1990. Ich hatte irgendwann mal einfach so aus Bock zu Hause ein bisschen rumgepunkt beim Aufnehmen. Was rauskam war dann etwas SEX PISTOLS-mäßig. Mit dem Alt-Punk bin auch groß geworden, DEAD KENNEDYS oder auch die RAMONES höre ich immer noch gerne. Aus irgendeinem Grund kam mir der Song, als es mit UNISONIC losging, in den Kopf und dachte "No limits, no boundaries" - mal gucken, was dabei herauskommt und daraus ist 'Never Too Late' geworden.

Auffallend sind die vielen Hooklines, das Album ist sehr melodiebetont und auch sehr refrainbetont. Kam dieser Einfluss vor allem von Michael?

Wir alle mögen starke Melodien und starke Refrains. Als wir uns am Anfang alle zusammen gesetzt haben, um über die Musik zu reden, war es mir auch wichtig Songs zu haben, die total starke Refrains haben. Einprägsame Hooklines und nicht irgendwie so 'nen verbrockten Krempel, am besten Hören, ins Ohr und verdammt noch mal festbeißen. Ich mag sowas auch total gerne, bis ich es so oft höre, dass es mir auf den Sack geht, was natürlich auch immer die Gefahr ist bei solchen Sachen. Aber auf der anderen Seite ist es trotzdem geil. Das war uns wichtig und da haben wir beim Jammen und beim Songwriting auch immer drauf geachtet, dass es immer irgendwie griffig ist und die Songs auch selber keine zu verbastelte Struktur kriegen: "Hier noch ein B-Part, da noch ein C-Part, da noch ein Solo extra und noch ein X-Part", sondern einfach gradlinig. Keine lang ausschweifenden Orgien, sondern knackige, auf den Punkt gebrachte Statements. Ich mag das ganz gern so.

 

 

Diesen erfrischenden Moment, den du beschreibst, höre ich auf jeden Fall raus. Ich denke auch, dass man trotz modernster Aufnahmetechniken hört, wie die Musiker drauf waren beim Einspielen.

Ja, und und die Aufnahmen sind auch nicht überproduziert und irgendwie zu glatt geschliffen, sondern es hat Ecken und Kanten und rockt und rotzt so vor sich hin und das finde ich ganz angenehm. Also das es so erdig und ehrlich ist. Und das können wir auch live nachvollziehen - na gut, die acht Gitarrenoverdubs hier und da, die fehlen dann natürlich ein bisschen, aber die kommen nachher von Band [lacht].

VÖ von "Unisonic" ist am 30.3.2012!

Redakteur:
Jakob Ehmke

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