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UNISONIC: Listening-Session zu "Unisonic"

05.02.2012 | 10:28

Die Hammer Studios, umringt von romantischer Industriekultur, laden zur Listening-Session des Debut-Albums der Allstar-Band UNISONIC um Kai Hansen (GAMMA RAY) und Michael Kiske (Ex-HELLOWEEN). Das Band läuft, der Stift ist bereit, die Spannung steigt.

Hinter dem Namen UNISONIC verbergen sich zwei Kultnamen der deutschen Metalszene: Kai Hansen an der Gitarre ( Ex-HELLOWEEN, GAMMA RAY) und Michael Kiske am Gesang (Ex-HELLOWEEN). Zusammen mit Dennis Ward am Bass (u.a. PINK CREAM 69, KROKUS, PRIMAL FEAR) Kosta Zafiriou (PINK CREAM 69) und Mandy Meyer an der zweiten Gitarre (Ex-GOTTHARD, Ex-KROKUS) haben UNISONIC mit "Unisonic" eine LP am Start, die einschlagen dürfte wie eine Bombe.

1.: Renegade

Ein powervoller Rocker im Midtempo mit punchendem Groove und einem Refrain, der sich ohne Vorwarnung in den Ohren festbeißt, eröffnet die Listening-Session. Michael Kiske zeigt grandiose Gesangsmelodien, die sofort unter die Haut gehen. Hymnenhaft und trotzdem rockig legen UNISONIC mit 'Renegade' einen mehr als gelungenen Opener hin.

2.: Souls Alive

Mit kreischenden Pinch-Harmonics und angezogenem Tempo kommt 'Souls Alive' daher. Hier wird richtig schöner traditioneller Heavy Rock mit eindeutiger Metalattitüde zelebriert. Wieder paaren sich tolles Riffing mit groovenden Drums und wunderbaren Gesangsbögen. Ein kurzer sphärischer Zwischenteil mit Hall auf Kiskes Stimme lässt die Achtziger Jahre hochleben, samt kurzer Giterrensolo-Explosion vor- und hinterher. Wie Kai später im Interview klarstellt: Hier geht es nicht um verkrempelte Songs, sondern um kurze, klare Statements, die mit gutem Songwriting punkten. Stimmt!

3.: Never Too Late

Kai hatte nach eigenen Angaben schon immer ein Hang zum Oldschool-Punk, die er auf 'Never Too Late' zum Ausdruck bringt - und das ist richtig gut! Der Song fährt mit einem catchigen Riffing auf und pendelt sich irgendwo zwischen Punk, klassischem Rock und Metal ein. Ein gelungener Cocktail, der gute Laune verbreitet!

4.: Never Change Me


Michael singt etwas getragener in den Strophen, was dem Song dem Titel entsprechend viel Tiefe verleiht und stellt klar: "You'll never change me at all!" - eine tolle Hookline, insgesamt fällt der Song beim ersten Hören aber im Vergleich etwas ab.

 

5.: I've Tried

'I've Tried' überzeugt wieder auf ganzer Linie mit einer intelligenten Songstruktur. Ein sehr dynamischer Song mit vielen Wandlungen, einem pulsierendem Bass und ordentlich Drive - und einem erneut tollem Refrain, der mich immer noch nicht los lässt.

6.: Star Rider


Am Anfang steht das Riff. Kosta setzt mit einem coolen Groove ein, der Gesang folgt sogleich. Der Track ist auch wieder sehr hymnisch angelegt, ich bin von der Melodievielfalt bisher mehr als begeistert und es stellt sich mir die Frage wo die Herren diesen Ideenreichtum herzaubern.

7.: Sanctuary

Nicht nur vom Titel her, auch das Songwriting lässt mich an die eisernen Jungfrauen erinnern, das Tempo ist im Vergleich allerdings deutlich angezogen. Ein tolles Solo zur Halbzeit macht auch diesen Song rund.

8.: Unisonic

Ich könnte mir keinen besseren Titeltrack als "Unisonic" vorstellen. Ein Song, der wirklich alles aussagt, wofür die Band steht: Straighter, melodiöser, Heavy Rock/Hard Rock mit Metalwurzeln und großen Melodiebögen, einfach ehrlich und erdig.

(Keine endgültige Reihenfolge)

Auf "Unisonic" reihen sich Hit an Hit. Dabei entsteht kein Songbrei, sondern jeder Track kann sich selbst behaupten und überzeugen. Ein starkes Album, das wenig Angriffsfläche bietet und umso mehr Spaß macht. Es handelt sich nicht etwa um ein HELLOWEEN/GAMMA RAY-Best Of, sondern um die Schaffung von etwas ganz Eigenständigem, das mit Metal wenig zu tun hat, dafür umso rockiger ausgefallen ist. VÖ ist am 30. März  2012!

Redakteur:
Jakob Ehmke

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