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Vorschau: HeathenRock

28.01.2010 | 17:58

Ende Februar findet in Neu-Wulmstorf das erste HeathenRock-Festival statt! Mit dabei: UNCUT, RABENWOLF und OCCULUS.

Der Schnee ist noch nicht ganz geschmolzen, da beginnt in Neu-Wulmstorf schon die Festivalsaison. Der kleine Ort am äußersten Rand von Niedersachsen, gerade noch dem Landkreis Hamburg zugehörig, bekommt neben dem Metal-Bash-Festival ein weiteres metallisches Event hinzu: Tobias Berg und Wolfgang Kühnle veranstalten am 26. Februar zum ersten Mal das HeathenRock-Festival. Mit UNCUT, RABENWOLF und OCCULUS treten zunächst drei Lokalbands auf, doch die Veranstalter haben große Pläne!

Es begann wie so Vieles: "Anfangs war das Ganze erstmal eine Bierlaune von mir und meinem Freund Wolle mit dem Hintergund, dass es doch viel zu viele Metalheads im Raum Niedersachsen und Hamburg gibt und viel zu wenig Möglichkeiten, auf kostengünstige Festivals zu gehen. So formte sich dann ungefähr vor eineinhalb Jahren der Wunsch, irgendwann mal unter die Organisatoren zu gehen - allerdings mit keinen konkreten Vorstellungen", erklärt Tobias Berg. Der Wunsch erhärtete sich, als eines Tages der Name im Raum stand. Dieser war ursprünglich aber nicht für das Festival angedacht: "Wir planten mit meiner Band RABENWOLF einen Bandabend mit unseren Freunden von UNCUT und OCCULUS. Erstmal dachten wir uns in dem Moment: 'Lasst uns mal einen Namen für diesen Abend überlegen', wonach einige Tage vergingen und mir irgendwann der Name HeathenRock in den Sinn kam, da es mir wichtig war, dass das Heidnische und der Rock'n'Roll erwähnt werden. Schließlich bin ich mit Wolle zu dem Entschluss gekommen, dass so ein guter Name viel zu schade wäre, als ihn für einen einzelnen Konzertabend zu verbrauchen. So nahm die Idee, daraus ein Festival zu machen, konkretere Formen an. Durch enge Zusammenarbeit mit dem Blue Star Jugendzentrum in Neu-Wulmstorf wurden uns dann die Türen geöffnet, das Ganze in einem schönen Rahmen anzubieten und den Fans für ein minimales Geld von fünf Euro Bands aus dem groben Raum Stade und Hamburg zu bieten. Wobei unser Ziel hierbei ein sozialer Preis war und immer sein wird. Vor allem für die Leute unterhalb der Elbe war es immer kostenaufwendig, bis nach Hamburg zu fahren und dann noch einen stattlichen Preis für den Eintritt in so manche große Location zu leisten - und das nur um mal überregionale Bands oder gar internationale Bands zu sehen."

Mit den Rockern UNCUT, den Thrash-Metallern OCCULUS und den Pagan/Folk-Metallern RABENWOLF ist das Line-up bunt gemischt. Tobias sieht dies als Chance, denn die meisten Musikfans sind nicht auf einen Stil versteift und haben beim HeathenRock die Möglichkeit, sich für neue Bands zu begeistern: "Das Hauptaugenmerk liegt dabei für uns darin, dass während die Einen rocken, die Anderen nicht alle draußen stehen und auf ihre Band warten, denn die Art der Festivalklassengesellschaft ist echt todbringend." Die Wahl des Headliners fiel dabei auf UNCUT. Die junge Rockband hat bereits viel Live-Erfahrung gesammelt und wird bald ihr erstes Album auf den Markt bringen.

Die Vorbereitungen für den Abend liefen bisher glücklicherweise glatt: "Eigentlich hatten wir keine Probleme, was uns vor allem dadurch ermöglicht wurde, dass das Jugendzentrum in Neu-Wulmstorf sehr in unsere Richtung gearbeitet hat und die meisten der bürokratischen Hürden für uns genommen hat. Insofern ist es immer vorteilhaft, mit Jugendinitiativen zusammenzuarbeiten! An dieser Stelle einen Riesendank an Eick Elvers vom JUZ Neu-Wulmstorf." Auch verkehrstechnisch ist das Blue Star im JUZ Neu-Wulmstorf günstig gelegen: Es befindet sich in der Nähe der Schulen. Der kleine Club verfügt über eine hoch gelegene Bühne, auf die man von überall in der Halle einen guten Blick hat. Mit einem Fassungsvermögen von 200 Leuten ist das Blue Star eine gemütliche Location, dabei aber nicht so klein, dass man sich beengt fühlt. Was die Übernachtungsmöglichkeiten für Fans angeht, die von weither angereist kommen, sind die Veranstalter noch auf der Suche nach günstigen Alternativen. Aber keine Angst! "Wir bringen alle schon unter, notfalls bei uns selber. Ich bin jetzt schon überrascht gewesen, wie weite Kreise das Ganze schon gezogen hat. Selbst aus Mecklenburg-Vorpommern haben sich schon Gäste angemeldet - trotz solch einem kleinen Billing!" Mit der Verpflegung sieht es ebenfalls gut aus: "Bei den Getränken bin ich sehr stolz auf uns, da wir bei wirklich äußerst humanen Preisen bleiben können. Das heißt: Softdrinks 1,50 Euro, Bier 0,33l 2 Euro und im Versorgungsbereich unser Special: Wir haben extra für die heidnischen Fans die Möglichkeit geschaffen, Met zu erstehen. Was das Merchandiseangebot betrifft, so werden vorerst nur die Merchartikel der einzelnen Bands angeboten. Wobei auch hier einige neue Sachen zu erwarten sind: Die Band UNCUT wird vielleicht bis dahin ihr Album schon auf dem Markt haben und hoffentlich die dazugehörigen T-Shirts im Angebot haben. OCCULUS wird auch wieder auf ihr gut gestaltetes Merchandiseangebot zurückgreifen und wir Rabenwölfe haben auch endlich die Girlies mit komplett neuem Design im Angebot. Man darf also gespannt sein." Bei so günstigen Preisen stellt sich natürlich zwangsläufig die Frage nach der Finanzierung: "Da stehen wir auch in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum, versuchen aber auch, so viel Eigenkapital wie möglich einzubringen. Das wird aber vermutlich im nächsten Jahr alles noch um Einiges komplexer."

Angesprochen auf das Metal-Bash-Festival, das im Mai an der Schießsportanlage in Neu-Wulmstorf stattfindet, reagiert Tobias zurückhaltend: "Naja, in einer Festival-Brachlandschaft wie Niedersachsen ist es, glaube ich, nicht einfach für die Veranstalter, plötzlich 'Nebenbuhler' zu haben. Allerdings unterstützen auch unsere Freunde vom Metal Bash uns sehr und ich sehe es als kein großes Problem, da die Festivals doch einige Monate auseinander liegen und die Bands von den verschiedenen Festivals sich doch sehr ergänzen. Ich denke, jetzt ist es aber noch zu früh, um zu behaupten, man könnte das schon einschätzen. Wir werden alle unser Bestes geben, miteinander zu arbeiten statt gegeneinander. In dem Fall ist es natürlich aber auch für uns ein sehr guter Ansporn, um unser Festival so perfekt wie möglich für die Besucher zu gestalten. Also ist es, wenn schon, eine 'positive Konkurrenz'."

Geradezu kuschelig mutet hingegen die Zusammenarbeit der Beteiligten an: "In der Organisation hatten wir eigentlich gar keine Probleme, weil die Bands, die Location und wir an einem Strang gezogen haben und somit alles ohne Zwischenwege einleiten konnten. Arbeit macht so ein Festival schon, allerdings muss man mit Herzblut dabei sein, um so ein Vorhaben auch praktisch in die Tat umsetzen zu können. Aber wenn du mich schon so fragst: Wir können den Stress gut ab. Wir sind schon jetzt mit den Planungen fürs HeathenRock-Festival 2011 voll im Gange und hoffen, dass wir spätestens zur diesjährigen Veranstaltung den Fans einige sehr erfreuliche Bekanntmachungen überbringen können."

Die Zukunftspläne gehen noch weiter: "Als langfristiges Ziel sehen wir immer den Spaß an der Sache zu behalten und dass das HeathenRock-Festival sich doch in den ein oder anderen Festivalterminkalender integrieren wird. Als Ziel für die Entwicklung sehen wir auch, dass das HeathenRock-Festival vielleicht schon kommendes Jahr noch mehr Leuten Platz bietet und das Billing stets abwechslungsreich sein wird, aber selbst da sind bald schon die größten Schritte gemacht. Außerdem werden wir uns immer bemühen, auch den Newcomerbands innerhalb und außerhalb Niedersachsens und Hamburgs eine Möglichkeit zu bieten, mit bekannteren Bands aufzutreten und ihre ersten Festivalerfahrungen zu sammeln. Wir haben die Verhandlungen mit einer Location schon fast zu Ende gebracht. Diese würde dann 1000 Leute fassen, hätte eine große Bewirtung, professionelle Ton- und Lichtanlagen. Diese wäre in dem Falle auch noch zentraler an den Verkehrswegen gelegen. Ein Headliner ist auch schon fest geplant, wobei wir hier noch auf die Zusage unserer Location warten. Um die ganze Vorfreude nicht zu zerstören: Hoffentlich können wir den Headliner fürs kommende Jahr schon direkt auf diesem HeathenRock bekanntgeben." Wird es denn in Zukunft auch andere Stilrichtungen zu hören geben? "Wir planen, immer Rock/Heavy Metal und Pagan-Folk in einer guten Mischung zu präsentieren. Somit sind also auch Unterkategorien wie Black Metal, Heavy Rock und Viking Metal mit einbezogen.  Also alles, was einen Metalhead erfreuen kann." Das letzte Wort gehört natürlich Tobias: "Lasst uns das Ding durchziehen und auch die nächsten Jahre rocken! Und vielen Dank fürs Interview, Pia."

 

Bands: UNCUT, RABENWOLF, OCCULUS
Eintritt: 5 Euro
Getränke: Softdrinks: 1,50 Euro, Bier 0,3l: 2 Euro
Ort: Blue Star im JUZ Neu-Wulmstorf, Ernst-Moritz-Arndt-Str. 32
Internet: http://www.myspace.com/heathenrock

Redakteur:
Pia-Kim Schaper

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