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AGRYPNIE – Der Tour-Report -

03.03.2013 | 14:20

01.03.2013,

AGRYPNIE mit DER WEG EINER FREIHEIT und HERETOIR auf großer Tour – und wir haben uns für euch in den Nightliner geschmuggelt.

Die Schwarzmetaller um NOCTE-OBDUCTA-Fronter Torsten touren erstmals als Headliner quer durch die Republik, Österreich und die Schweiz. Mit im Gepäck: DER WEG EINER FREIHEIT und HERETOIR. Das bedeutet: Drei mal deutschsprachiger Black Metal mit Anspruch. POWERMETAL.de sitzt für euch mit im Tourbus und postet zehn Tage lang alles, was sich auf, hinter und unter der Bühne so ereignet. Wer war der Fanbliebling des Abends und wem ist welcher Fauxpas im Nightliner unterlaufen – hier erfahrt ihr es zuerst! Und: Wir haben uns den Jungs auch mit der Videokamera an die Fersen geheftet. Das Ergebnis seht ihr bald auf POWERMETAL.de.

Morgens, halb zehn in Deutschland – genauer gesagt, irgendwo in der Hessischen Pampa. Nicht ganz pünktlich treffen der Nightliner, AGRYPNIE und die Crew ein. Erster Halt auf der Route: Würzburg, um die Jungs von DER WEG EINER FREIHEIT und HERETOIR einzusammeln. Gitarrenkoffer, Schlagzeugpedale und Rucksäcke wandern in den Anhänger. Nach ein paar Sicherheitsdurchsagen unseres netten Busfahrers Michael (auch Bands wie SICK OF IT ALL schwören wohl auf ihn), der Tourpass-Ausgabe von Tourmanager Robby und einem Tankstellenhalt inklusive fettiger Pommes steht als Ziel Siegen an. Wie's im Vortex war – wir halten euch mit unserem kleinen Tour-Report täglich auf dem Laufenden!

1.3.2013 – Siegen: Die Hälfte der Crew ist schon beim Tourstart gesundheitlich angeschlagen. Allen voran AGRYPNIE-Kopf Torsten der Unhold, doch später dazu mehr. Das Vortex ist ein kleiner, bescheidener Club. Dafür umso intensiver: HERETOIR legen gut los, auch Sänger Dave – der später ja noch beim Headliner an der Klampfe ran muss – trifft trotz ebenfalls gesundheitlicher Probleme seine Cleanvocals top.  Soundmischer Julian bastelt den Jungs obendrein einen Topsound für die kleine Räumlichkeit. Und das anschließend auch bei krasser musikalischer Steigerung: DER WEG EINER FREIHEIT heizen knüppend den rund 130 Fans ein. Die Uhrzeit ist schon vorangeschritten, als AGRYPNIE schließlich die enge Bühne betreten. Torsten macht gleich nach dem Opener 'Der tote Trakt' eine Ansage zur anfliegenden Grippewelle innerhalb der Band, kann sich aber Flachsereien dennoch nicht verkneifen: "Kauft ordentlich Merch, wir haben keine Lust, die ganzen Kisten wieder zurückzuschleppen." Auf's Bangen verzichtet er an diesem Abend aber vorsorglich, hält aber bis zum letzten Song kurz vor 1 Uhr nachts (!) durch. Auch erwähnenswert: POWERWOLF-Lichtmensch Jan zaubert das vielleicht geilste Licht, dass man wohl je in so einem kleinen Club gesehen hat. Inklusive LEDs. Während der Großteils der Bands anschließend in die Koje fällt, ziehen AGRYPNIE-Keyboarder Flange, die Crew und meine Wenigkeit noch in einen Techno-Club um die Ecke. Und werden prompt für Drogenfahnder gehalten ;-) Um 5 Uhr geht’s weiter Richtung Oberhausen.

2.3.2013 – Oberhausen: Das Helvete ist ja mal eine tierisch geile Location! Oben eine große Bar, unten erst eine Disco und hinten dran noch der größere Konzertraum. Alles schön abgedunkelt und leicht blau-rot angeleuchtet. Nur die Bands müssen mit ihrem Equipment mal wieder durch's Publikum spazieren, da der Backstage-Raum eher um-drei-Ecken-und-dann-hinten-rechts-Raum heißen müsste. Es wird langsam proppenvoll, HERETOIR und DER WEG EINER FREIHEIT zocken wie am Vorabend souverän, während AGRYPNIE hohen Besuch erwarten: Einmalig auf dieser Tour schaut EIS-Mastermind Alboin vorbei, um 'Brücke aus Glas' zu schmettern. Das heizt die Stimmung an, auch wenn alles seine Kehrseite hat. Schlagzeuger René geht es nämlich so dreckig, dass sogar kurz über eine Konzertabsage nachgedacht wird. Doch der kleine Glatzkopf zieht sein Ding schwitzend durch und fährt hinterher mit dem ebenfalls angeschlagenen Flange in die Notaufnahme. Ergebnis: Wahrscheinlich eine verschleppte Grippe. Die restliche Truppe feiert anschließend noch bis in die Morgenstunden in der Disco. Wie praktisch, dass der Nightliner auf der Busspur vorm Eingang parkt und man direkt in die Koje fallen kann. Hamburg, wir kommen!

3.3.2013 – Hamburg: Hamburch, meine Perle. Aber wie hieß der Club jetzt eigentlich wirklich? Kulturpalast? Bambi Galore? Kulturkeller? Jedenfalls eine ziemlich hitzige Örtlichkeit und somit der erste Abend, an dem sich der immer noch angeschlagene Torsten oben ohne auf die Bühne wagt. Und sich wieder einen Gast dazu holt: Seuche von FÄULNIS trällert 'Und führet mich nicht in Versuchung', reckt ebenfalls oberkörperfrei sein kleines Bäuchlein Richtung erste Reihe und richtet stolpernd ein ziemliches Chaos auf der Bühne an. Großer Szenenapplaus. 'Morgen' rückt eine der wenigen Male in die Setlist, dafür entfällt die allerletzte Zugabe - Klampfer Martin ist eine Saite gerissen. Dennoch geht’s zufrieden zurück in den Nightliner, nur zum Reeperbahn-Besuch lässt sich keiner der Truppe mehr überreden. Mann, wir sind in Hamburg! Dann muss eben der Berliner Kiez am nächsten Abend dran glauben...

4.3.2013 – Berlin: Magnet, ein cooler Rock'n'Roll-Laden direkt bei Kreuzberg. Nur im Hinterhof, der einem anderen Besitzer gehört, verbieten einem zwei Securities das Filmen – hätte ich von Berlin nicht gedacht. Die Bühne ist bodenständig, nicht zu klein und nicht zu groß, der Backstage-Bereich ein Stockwerk höher um so größer. Als HERETOIR auftreten, riecht's in dem vollen Laden wie in einem Amsterdamer Kaffee-Laden – DAS erwartet man schon eher von Berlin. Bei AGRYPNIE kommt Torstens "Asche zu Asche, und Staub zu Staub" bei 'Trümmer' erstmals nicht so apokalyptisch wie an den drei Abenden zuvor. Der Grund: Flange grunzt am Keyboard sonst die Backing-Vocals, kurz vor'm Refrain verreckt ihm aber die angeschlagene Stimme. Trotzdem rockt das Sextett aber auch die Hauptstadt bis zum Schluss. Anschließend geht’s bis zur Busabfahrt noch in Paules Metal-Eck. DWEF finden nach Ewigkeiten den Weg, gehen dafür aber am steilsten – what happens in Berlin, stays in Berlin. Ab nach Rheinhessen.

5.3.2013 - Mainz: Beim Heimspiel, Teil 1, gibt man gerne mal an einein einheimischen Kollegen ab: Da werden Erinnerungen wach - im gemütlich-alternativen und durchaus winzig kleinen Kulturcafé direkt auf dem Campus der Mainzer Uni habe ich anno 2004 sogar mal NOCTE OBDUCTA gesehen. Der Gig war zwar alles andere als gut, aber dafür alleine schon aufgrund des Heimspielcharakters kultverdächtig.
Während sowohl Sound- als auch Tontechniker bereits sehr entnervt ob der kargen technischen Ausstattung der Location aus der Wäsche schauen, staune ich beim Soundcheck nicht schlecht: Das klingt ja richtig fett und differenziert!

Da man sich in Mainz dazu entschlossen hat, noch zwei lokale Support-Bands vor dem eigentlich tourenden Trio auf die Bretter zu schicken, sollte die Chose eigentlich deutlich früher beginnen - dann wird es letztlich doch 20 Uhr, was das Ende der metallischen Beschallung in Rheinhessen auf nach Mitternacht schiebt.
RUK YALE KETEMA machen den Anfang und präsentieren gleich dreifache Frauen-Power am Bass, der zweiten Klampfe sowie hinter dem Mikro. Musikalisch erinnert mich das Ganze sehr an die erhabenen Norweger von MADDER MORTEM, wenn auch das spielerische Niveau nicht erreicht wird und die Prog-Anteile deutlich geringer eingestreut werden. Trotz der offensichtlichen Nervosität der Musiker dennoch ein anständiger Gig einer sehr interessanten Band, die sich nicht nur Aufgrund der hohen Frauenquote im Gedächtnis der Hartwurstgemeinde festsetzen sollte.
ORCUS PATERA sind danach am Zuge und drehen den Härte-Regler deutlich mehr in die Richtung der noch kommenden Bands. Schade, dass die Bühne arg klein ist, denn diese Truppe scheint viel Bewegung zu brauchen. Erinnerungen an EISREGEN werden wach (lässt sich dank E-Geige und Grunzvocals wohl nicht vermeiden), aber ich finde auch, dass die alten Werke der APOKALYPTISCHEN REITER ab und an durchklingen. Insgesamt ein toller Anheizer!

Danach geht es dann mit HERETOIR weiter, bei deren Auftritt ich insbesondere über die sehr positiven Publikumsreaktionen erstaunt bin - von den drei Bands auf Tour sind die sehr atmosphärischen Post-Blackies doch wohl die "softeste". Sei's drum, das Material ist von majestätischer Dynamik gesegnet und insbesondere Daves klarer Gesang setzt der ganzen Sache die schwarze Krone auf. Darf man OPETH sagen? Ein bisschen schon. Insgesamt fällt jedoch auf, dass hier etwas herangereift ist, das verdammt eigenständig ist. Chapeau!

Der Auftritt von DER WEG EINER FREIHEIT stellt dann wohl für die meisten Anwesenden das erste richtige Highlight des Abends dar, zumindest wird es merklich voller vor der Bühne und es entsteht auch so etwas wie Leben im Publikum. Spätestens seit "Unstille" dürfte klar sein, dass hier so etwas wie deutschen EMPEROR heranwachsen - wer mag, kann die Jungs natürlich auch weiterhin mit Kram wie ENDSTILLE oder NEGATOR vergleichen, tut damit aber dem deutlich progressiv-atmosphärischen Anstrich der Süddeutschen keinen Gefallen. Während HERETOIR in ihren stilleren Momenten zerbrechlich und melancholisch wirken, strahlt der WEG bei ruhigeren Passagen immer noch eine Eiseskälte aus, die ich in dieser Art und Weise bisher nur aus Norwegen vernommen habe. Beeindruckender Auftritt einer beeindruckenden Band, welche die nächste Tour sicherlich als Headliner absolvieren wird.

Der AGRYPNIE-Gig wird dann natürlich zum erwarteten Triumphzug, wobei auch anzumerken ist, dass ich eigentlich ein euphorischeres Publikum erwartet habe. Macht aber auch nix, der Band merkt man ihre mittlerweile große Live-Erfahrung deutlich an, auch wenn die extrem enge Bühne kaum Möglichkeiten zum Stageacting bietet. Aber dafür gibt es ja immer noch Fronter Torsten, der durch die Kombination Lange Haare-Tattoos-Piercings-Kontaktlinsen ohnehin sämtliche Blicke auf sich zieht und trotz Erkältung gerade stimmlich eine gute Figur abgibt. Das findet auch NOCTE OBDUCTA-Drummer Matze, der den ganzen Abend fröhlich grinsend durch die Halle zieht sowie deren Mastermind Marcel, der sich nicht zu schade ist, am Merch-Stand auszuhelfen und sich dafür dieses Mal auf der Bühne keine "Pan"-Rufe anhören muss.
Erst deutlich nach der Geisterstunde ist im "Q-Kaff" dann Schluss, was leider kaum noch Zeit für Nach-der-Show-feiern lässt, bevor der Tross in Richtung Nordosten nach Leipzig von Dannen zieht.
[Simon Desjardins]

6.3.2013 – Leipzig: Die schlechte Nachricht des Tages: AGRYPNIE-Keyboarder Flange ist mit heiserer Stimme in Mainz geblieben. Auch das Tour-Tattoo, dass sich die halbe Truppe am Vortag  backstage hat stechen lassen, fällt für ihn flach. Die gute Nachricht: Die Moritzbastei ist wieder eine ziemlich große Location. Jeder der Crew verläuft sich zwar mindestens zehnmal in dem verwinkelten alten Gemäuer, dafür ist die Bühne schön hoch und groß. DER WEG EINER FREIHEIT können sogar erstmals neben ihrem Backdrop auch die beiden Sidedrops aufstellen. Der Abend wird aber vor allem für AGRYPNIE zum absoluten Siegeszug: Schon nach 60 Sekunden kommt vom ganzen Publikum "hey! hey!". Gänsehaut bei allen. Torsten würde am liebsten noch zwei Zugaben drauf packen. Tourmanager Robby: "Ihr habt noch Zeit für zwei Songs." Torsten: "Wieso, wie lang haben wir noch?" Robby: "Zehn Minuten." Torsten: "Ähm, du weißt schon, dass unsere Songs acht Minuten gehen?" So bleibt's bei einer Zugabe mit 'Gnosis'. Anschließend geht die gesamte Crew in der mehrräumigen Disco steil und entwickelt den kollektiven Tour-Schlachtruf: "Tour!!! Tour!!! Tour!!! Tour!!!"

7.3.2013 – Wien: Man wird erstmals in seiner Koje durch Schlaglöcher geweckt. Auf der tschechischen Autobahn. Vorbei an alten, kommunistischen Denkmälern. Endlich in Wien angekommen, lernen wir den Tatendrang örtlicher Behörden kennen: Eine Falschparkerin blockiert die für unseren Nightliner gesperrte Seitenbucht. Doch trotz vorliegender Genehmigung erkennt die Ordnungswächterin das Halteverbotsschild nicht an – ein Crew-Mitglied hat es einen halben Meter Richtung Straße verrückt, um weitere Falschparker abzuhalten. Verkehrschaos und Beinahe-Unfälle. Erst zweieinhalb Stunden vor Einlass kommt die Übeltäterin zu ihrem Gefährt zurück – sie war "nur kurz Blumen kaufen". Netter Empfang. Kurz vor knapp kann das Equipment endlich in den Viper Room gebracht werden, fast muss der Soundcheck entfallen. Als Entschädigung stehen heute – natürlich – Riesen Schnitzel auf dem Cateringplan. Anschließend sind DER WEG EINER FREIHEIT die heimlichen Gewinner des Abends: Schon beim Opener 'Ewigkeit' versinken die vorderen Reihen im kollektiven Bangwahn, der bis zum Ende nicht nachlässt! Aber auch AGRYPNIE werden gefeiert und spielen als spontane Zugabe auch mal wieder 'Morgen'. Anschließend heißt es beeilen, Buscall ist heute ausnahmsweise schon um 1 Uhr. Ab zurück nach Good Ol' Germany.

8.3.2013 – Stuttgart: Heimspiel, Teil 2, heute ist unser Tourmanager Robby der Hausherr. Seine Frau kocht lecker, es wird bei Sonnenschein im großen Hinterareal des Club Zentral gechillt. Und: Flange ist zurück! Anschließend zockt DWEF-Drummer und noch besserer Gitarrist Tobi einen Song mit HERETOIR. Die Temperaturen im Konzertsaal steigen, auf 40 Grad, 50? Die könnten auch daran schuld sein, dass DER WEG EINER FREIHEIT wieder von sich Reden machen: Die vier Jungs fetzen doch tatsächlich mitten im Konzert eine Sicherung raus. Nach zehnminütiger Pause darf dann endlich Torsten zu einem spontanen Gastauftritt auf die Bühne und wird kräftig abgefeiert. Beim eigenen AGRYPNIE-Auftritt dann der nächste kurze Ausfall, der den Abend aber geradezu legendär erscheinen lässt: "Mir sind endgültig die Monitorboxen durchgebrannt. Dankeschön, Stuttgart!" Und da der Bus ausnahmsweise erst um 11 Uhr Vormittags abfährt, wird anschließend noch die nahe gelegene Innenstadt unsicher gemacht. Tour! Tour! Tour!

9.3.2013 – Ingolstadt:
Die Bustür geht auf, und wer steht schon auf dem Parkplatz – unser Dauerfan Alex. Eines der Gesichter, die man bei fast jedem Gig in der ersten Reihe sieht. Die perfekte Voraussetzung dafür, dass AGRYPNIE & CO Ingolstadt samt größter Bühne der Tour komplett zerstören werden! Nach drei geilen Abenden in Folge wird die Stimmung heute nochmal getoppt: Bei DWEF kreischen und bangen die ersten Reihen schon mit, während sich Gitarrist Sascha unter seinem Shirt (!) extra in Alufolie (!!!) eingepackt hat, um extra viel zu schwitzen. Und: Highspeed-Schlagzeuger Tobi fetzt sein Fußpedal! AGRYPNIE räumen dann total ab. Torsten spricht vor dem letzten Song persönliche Danksagungen an die gesamte Crew aus – und das im positivem Sinne total durchgeknallte Publikum feiert selbst den Kameramann ab. Nach Wien kommt auch wieder 'Morgen' als Zugabe, anschließend wird mit den Fans kräftig getrunken. Der Club kehrt einen zwar schon sehr zeitig raus – sowohl Fans als auch Bands - egal, wird eben im Hotel geduscht und anschließend vorm Nightliner weiter gefeiert. Auf zum Tourabschluss!

10.3.2013 – Zürich: Man erwacht im stehenden Bus, rechnet mit der Schweizer Grenze – und steht stattdessen schon vorm Werk21. Schön gelegen zwischen Marriott-Hotelturm und Limmat-Promenade, im Keller ein kleiner, aber feiner Punk-Schuppen. Die Stimmung beim Soundcheck ist bestens, der Haken: Zum Tourabschluss hat es nun AGRYPNIE-Gitarristen Martin erwischt. Der Arme liegt nach seiner völlig verausgabenden Performance vom Vorabend, als er in Ingolstadt Angus Young blass aussehen ließ, bis in die Abendstunden mit Schüttelfrost völlig erschöpft im Nightliner. Den Gig kann er nur auf einem Stuhl am Bühnenrand spielen. Zuvor übernimmt heute Dave bei HERETOIR die Danksagungen – und wieder erntet der Kameramann den größten Applaus. Die Fans wissen eben, wer sie im Video gut aussehen lässt, hehe. AGRYPNIE-Klampfer Dave kommt an Stelle von Torsten gleich nochmal auf die Bühne, um mit DWEF ein letztes Gastständchen zu röhren – Derek Green lässt grüßen. AGRYPNIE spielen das große Finale dann zwar mit besagter Einschränkung, was allerdings angesichts der etwas kleinen, aber feinen Bühne gar nicht weiter auffällt. In der ersten Reihe wünscht sich ein Mädel inbrünstig 'Augenblick' – und bricht in Tränen aus, als Torsten den Song tatsächlich als Zugabe ankündigt. Während DWEF-Tobi und -Sascha sie trösten, bedarf es zwar kurz noch etwas Abstimmung in der Band (ein irritierter Flange: "'Augenblick'? Wir spielen doch nie Augenblick???" "Schaffst du das spontan?" "Ja, klar!"), dann kommt das große Finale. Zu dem sich sogar der angeschlagene Martin von seinem Stuhl erhebt. Schulterklopfen von Torsten, Gitarren-Gepose, minutenlanger Applaus. Ein letztes Mal werden Kisten zurück zum Bus geschleppt (aber diesmal wenigstens mit Fahrstuhl!), ein letztes Mal schallt im Minutentakt "Tour! Tour!" durch den Nightliner. Danke an alle, es war geil! Jetzt heißt es, auf unser Video warten...

Redakteur:
Carsten Praeg

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