AMON AMARTH, ARCH ENEMY und HYPOCRISY - Hamburg

06.02.2020 | 15:34

13.12.2019, Sporthalle

Es wird nochmal laut in der Hansestadt. Es ist wohl das ultimative schwedische Death-Metal-Paket, das meinen persönlichen Konzert-Jahresabschluss in der Vorweihnachtszeit darstellt. Mit mir feiern mehrere Tausend Fans in der ausverkauften Sporthalle. Dass muss allerdings nicht immer schön sein.

Der große Zuschaueransturm macht sich schon bei der Anreise bemerkbar. Der Parkplatz der Sporthalle ist bereits voll, als wir ankommen, und wir müssen uns irgendwo einen Parkplatz suchen. Dadurch verspätet sich meine Ankunft in der Halle ein wenig und es reicht gerademal dazu, mir noch ein Bier zu besorgen, bevor es direkt in den Fotograben geht, denn die härteste Band des Abends fängt an: HYPOCRISY! Als die ersten Töne von 'Fractured Millenium' ertönen, bekomme ich direkt Gänsehaut. Wie kann ein Konzertabend bitte so mächtig und majestätisch beginnen? Leider muss HYPOCRISY auf dieser Tour auf Bassisten Mikael Hedlund verzichten, der aus persönlichen Gründen zu Hause bleiben musste. Das hindert Fronter Peter Tägtgren jedoch nicht daran, relativ gut gelaunt den Abend zu eröffnen. Weiter geht es mit 'Adjustin The Sun' (einer meiner absoluten Lieblingstracks von HYPOCRISY) und dem Song mit dem übelsten Schrei, den ich je in einem Song gehört habe: 'Fire In The Sky'. Als dann bereits nach dem darauffolgenden 'Eraser' die ersten Töne von 'The Final Chapter' erklingen, kommt ein schlechtes Gefühl auf: Dieser Auftritt geht leider sehr schnell zu Ende! Insgesamt nur sechs Songs darf die Death-Metal-Legende HYPOCRISY spielen, denn das anschließende 'Roswell 47' ist bereits der Abschluss dieses starken, aber viel zu kurzen Auftritts.

Setliste: Fractured Millenium; Adjusting The Sun; Fire In The Sky; Erase; The Final Chapter; Roswell 47

Nach einer recht kurzen Pause geht es mit ARCH ENEMY weiter. Die Truppe mit der derzeit wohl namhaftesten Sängerin im Metal Alissa White-Gluz und dem unglaublichen Gitarren-Duo Michael Amott und Jeff Loomis sorgen für eine komplett volle Halle. Nachdem ich nach den ersten drei Songs wie üblich aus dem Fotograben muss, begebe ich mich an die gleiche Stelle, an der ich zuvor HYPOCRISY gesehen habe. War es vorher noch sehr angenehm dort zu stehen und den Auftritt zu genießen, ist es bei ARCH ENEMY einfach nur unfassbar voll. Und das ist der größte Nachteil dieser ausverkauften Halle. Durch die freie Wahl der Zuschauer, ob man sich einen Steh- oder einen Sitzplatz nimmt, ist es im Innenraum so voll, dass ich den Auftritt der Schweden zu keiner Zeit genießen kann. Es ist mir einfach viel zu eng, sodass ich mich tatsächlich aus der Halle verabschiede und die Zeit nutze, um mir etwas zu Essen zu holen und das Merchandise zu studieren (heutzutage scheinen 35 Euro für ein Tourshirt normal zu sein...). Zwischenzeitig starte ich den Versuch, von hinten nochmal in die Halle zu kommen, aber an der Eingangstür ist bereits eine Schlange von Leuten, die ebenfalls den Konzertsaal wieder betreten wollen. Ich breche meinen Versuch ab und bereite mich schonmal auf den Auftritt des Headliners vor. Wirklich schade, denn ARCH ENEMY konnten schon während der ersten drei Songs wie immer überzeugen.

In der Pause bereiten mein Kumpel und ich uns besser vor und suchen uns einen guten Sitzplatz auf der Tribüne. Ich begebe mich jedoch erstmal in den Fotograben und die Kollegen und ich bekommen von einem der Sicherheitsverantwortlichen erstmal ein paar Anweisungen, da es beim Headliner viel Feuer und Pyrotechnik geben wird. Und die Vorwarnung kommt zu Recht, denn bereits beim Opener 'Raven's Flight' schießen meterhohe Flammen in die Hallenluft. Die Flammen sind Teil einer bombastischen Show AMON AMARTHs. Es ist ja mittlerweile überall bekannt, dass die Shows der Schweden immer sehr aufwendig gestaltet sind. Neben den Flammen werden Vikingerkämpfe, große aufblasbare Statuen und eine große aufblasbare Schlange geboten. Und natürlich das allerwichtigste: spielfreudige Musiker! Und die findet man am heutigen Abend vor. Allen voran Fronter Johann sprüht vor Freude und strahlt immer wieder übers ganze Gesicht. Und musikalisch gibt es ja sowieso nichts zu meckern. Die Songauswahl ist stark und platzt nur so vor Hits. Insbesondere sind Songs wie 'Death In Fire', 'Deceiver Of The Gods', 'Shield Wall' und 'Twilight Of The Thundergod' wahre Stimmungsbomben. Nach etwa 90 Minuten ist dann auch dieser fantastische Auftritt vorbei und hinterlässt tausende freudige Gesichter.

Setliste: Raven's Flight; Runes to My Memory; Death in Fire; Deceiver of the Gods; First Kill; Fafner's Gold; Crack the Sky; The Way of Vikings; Prediction of Warfare; Shield Wall; Guardians of Asgaard; Raise Your Horns; Zugabe: The Pursuit of Vikings; Twilight of the Thunder God

Redakteur:
Mario Dahl

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