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AVANTASIA - Offenbach

30.04.2019 | 09:18

18.04.2019, Stadthalle

AVANTASIA rief und alle, alle kamen!

So auch wir: An Gründonnerstag machen wir uns auf den Weg nach Offenbach in die Stadthalle, die "Moonglow-Tour" wartet! Und obwohl wir extra früh angereist sind, können wir gerade noch so einen der letzten Parkplätze ergattern. Dies ist das einzige Manko an der Stadthalle: die Parkplatzsituation. Der Einlass klappt fast reibungslos – es ist doch immer gut, eine Bestätigungsmail dabei zu haben und eine nette Dame an der Kasse, die deren Inhalt auch Glauben schenkt. Einmal drinnen, kann man an Ess- und Trinkbarem fast alles haben, was das Herz begehrt. Das wird von vielen auch weidlich ausgenutzt und so ist das Gedränge vor dem Saal am Anfang noch größer als in der Halle. Vorteil POWERMETAL.de-Team: prima Plätze in der ersten Reihe. Nachteil: noch fast eineinhalb Stunden bis zur Show.

Aber auch diese Zeit ist endlich und pünktlich um 20 Uhr geht es los: Erst ein Intro von AC/DC, dann Beethovens 'Freude schöner Götterfunken' und endlich kommt ER auf die Bühne: Tobias Sammet, während die Lautstärke im Saal dramatisch ansteigt, was nicht unbedingt alleine an 'Ghost In The Moon' liegt. Ein kurzer Rundblick zeigt, dass die Stadthalle proppenvoll ist und "ihren Helden" mit frenetischem Jubel begrüßt. Tobi ist natürlich nicht alleine gekommen, sondern hat wieder jede Menge Künstler im Gepäck, die seine "Metal Opera" mit viel Stimmgewalt und Herzblut aufführen. Natürlich lässt Herr Sammet auch seine mehr oder weniger bekannten Sprüche auf die Meute los, als da wäre: "Wir spielen alten Scheiß, neuen Scheiß, schnellen Scheiß und auch mal langsamen Scheiß, aber niemals langweiligen Scheiß!" Und natürlich sollen die "Offenbacher" jedesmal bei Erwähnung des Namens in frenetisches Gebrüll ausbrechen. Aber das kennt man, man hat damit seinen Spaß und tut ihm und auch später seinen Sangesgästen gerne den Gefallen. Überhaupt ist das Publikum vollkommen aus dem Häuschen und braucht diese Aufforderungen eigentlich nicht wirklich.

Während Drummer Felix Bohnke in seinem liebevoll als "Aquarium" bezeichneten Plexiglaskasten sitzt und sich während der Show einen Wolf trommelt, haben alle anderen auf der üppigen Bühne "freien Auslauf". Rechts steht Gittarero Oliver Hartmann, direkt hinter ihm das Backgroundtrio, bestehend aus Adrienne Cowan, Herbie Langhans und Ina Morgan, die alle zu gegebener Zeit auch zeigen dürfen, was sie so als Solokünstler drauf haben. Wobei die beiden Damen nicht nur ein Ohren-, sondern auch ein Augenschmaus sind. Links haben sich Sascha Paeth, der zweite Gitarrenmensch, Bassmann André Neygenfind und hinter ihnen Michael "Miro" Rodenberg mit seinem Keyboard eingefunden. Als Co-Sänger hat Tobi diesmal Ronnie Atkins, Bob Catley, Jørn Lande, Eric Martin und Geoff Tate als stimmgewaltige Unterstützer dabei. Eigentlich reicht alleine diese Aufzählung schon aus, um klarzumachen, dass sich auf der Bühne ein großartiges Spektakel abspielt, die Vorfreude und Erwartungshaltung wird wieder einmal voll erfüllt. Mehr als drei Stunden dürfen wir uns an wunderbarer Musik erfreuen – es ist einfach nur großartig, auch wenn am Ende die Füße gefühllos und der Rücken einfach nicht mehr vorhanden ist. AVANTASIA ist dies auf jeden Fall wert.

Auch der Bühnenaufbau mit wechselnd eingespieltem Hintergrund und toller Lichtshow ist hervorragend gewählt, alles passend zu den Songs, aber nie aufdringlich. Alle Musiker strahlen irgendwie um die Wette und scheinen jede Menge Spaß zu haben, während sie sich in schöner Reihenfolge abwechseln. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf den Songs von "Moonglow", wie sich schon erahnen lässt, aber auch viele beliebte ältere Stücke bereichern die Setliste und werden vom textsicheren Publikum nur zu gerne zelebriert. Nach 'Mystery Of A Blood Red Rose' kommt, was kommen muss, das letzte Stück wird angekündigt: 'Lost In Space'. Da wird es noch einmal so richtig nostalgisch im Saal, wenn gefühlt alle mitsingen.

Der Applaus ist riesig und so dauert es natürlich nicht lange, bis alle wieder auf der Bühne erscheinen. Adrienne macht den Anfang mit 'Farewell' und zeigt, wie vielseitig ihr Repertoire ist. Tobi vergisst auch nicht, alle Protagonisten noch einmal einzeln vorzustellen und mit gelben und grünen Konfetti-Schnipseln und 'Sign Of The Cross/The Seven Angels', bei dem alle wirklich noch einmal alles geben - egal ob auf oder vor der Bühne - geht ein wunderbarer Abend zu Ende.

Danke, Tobi für das AVANTASIA-Projekt und auch dafür, dass du es immer wieder schaffst, illustre Gastsänger zum Mitmachen zu bewegen. Dir werden hoffentlich nie die Ideen ausgehen, sodass du uns auch weiterhin mit neuem AVANTASIA-Stoff versorgen kannst.

Setliste: Intro: Symphony No. 9, Op. 125 (Ode to Joy) (Ludwig Van Beethoven); Ghost In The Moon; Starlight (Ronnie Atkins); Book Of Shallows (Ronnie Atkins und Adrienne Cowan); The Raven Child (Jørn Lande); Lucifer (Jørn Lande); Alchemy (Geoff Tate); Invincible (Geoff Tate); Reach Out For The Light (Oliver Hartmann); Moonglow (Adrienne Cowan); Maniac (Michael Sembello Cover mit Eric Martin); Dying For An Angel (Eric Martin); Lavender (Bob Catley); The Story Ain't Over (Bob Catley); The Scarecrow (Jørn Lande); Promised Land (Jørn Lande und Eric Martin, ohne Tobias Sammet); Twisted Mind (Geoff Tate und Eric Martin, ohne Tobias Sammet); Avantasia (Geoff Tate); Let The Storm Descend Upon You (Jørn Lande und Ronnie Atkins); Master Of The Pendulum (Ronnie Atkins); Shelter From The Rain (Bob Catley, Herbie Langhans und Ina Morgan); Mystery Of A Blood Red Rose (Bob Catley); Lost In Space; Zugaben: Farewell (Adrienne Cowan); Sign Of The Cross/The Seven Angels (alle)

Redakteur:
Hannelore Hämmer

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