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Cockroach - Beilstein

13.11.2001 | 06:42

10.11.2001, Jugendhaus

Am 10.11.2001 um 20 Uhr hieß es dann mal wieder: Support your fucking local underground!!! Was ich und vielleicht 30-40 weitere Personen auch taten. Treffpunkt war das Jugendhaus in Beilstein, welches auch ein geeignetes Ambiente bot: Im Gewölbekeller eines schon etwas älteren Hauses.
Mit von der Partie waren: COCKROACH, SENSELESS und CORROSIVE 8. Alle Bands stammen aus der Umgebung von Heilbronn, was mir bewies, dass es in Heilbronx, wie es scherzhaft genannt wird, doch noch eine kleine Metal-Fraktion geben muss.
Die Reihenfolge der Bands stand anfangs noch nicht fest. Somit musste man durch das Ehne-mehne-muh-Spiel die Reihenfolge auslosen, welche dann folgende Runningorder zur Folge hatte: SENSELESS, CORROSIVE 8 und als letztes COCKROACH.

Wie bereits gesagt machten SENSELESS den Anfang, welche dem anwesenden Publikum auch gleich gehörig einheizten. Jedoch habe ich mich bei jedem Song gefragt, woher ich diesen nur schon kennen könnte. Denn es hörte sich Alles in Allem wie eine Mischung aus SLAYER, MOTÖRHEAD, OVERKILL und noch anderen diversen bekannten Bands an. Allerdings konnten SENSELESS die ganzen Elemente gut miteinander kombinieren - so kam dann letztendlich ein perfekter Mix der genannten Bands zu Stande.
Als ganz besonderes Schmankerl erwies sich jedoch das Kramen in der Coverkiste. Wer auch aus dem Raum Heilbronn kommt und sich einigermaßen im Underground auskennt, dem sind bestimmt MALICIOUS ein Begriff. Diese wurden nämlich von SENSELESS gecovert, was sich in den Songs "We Don't Need A Rölpsmachine" und "Wir Sind Böse" wiedererkennen ließ. Leider war keiner der beiden Künstler von MALICIOUS anwesend.
Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass SENSELESS noch nicht ihren eigenen Stil gefunden haben. Ist zwar ein genialer Mix, allerdings hört sich es einfach wie schon tausendmal gehört an, wenn auch nicht ganz sinnlos.

Danach kamen CORROSIVE 8, die auf den Flyern als Crossoverband bezeichnet wurden, an die Reihe. Wie sich später herausstellte kam es jedoch noch schlimmer: Es war Nu-Metal der schlimmsten Sorte. Soll heißen, dass es sich wie SLIPKNOT oder KORN angehört hat. Da man sich sicher denken kann, dass ich mit Nu-Metal null anfangen kann, habe ich mich dann doch lieber hinter den Tresen geklemmt, um noch ein paar Bier zusätzlich in den Magen zu kippen, bevor mir dieser Nu-Metal noch auf jenen geschlagen hätte.

Als letztes in der Metalrunde waren schließlich die Jungs von COCKROACH an der Reihe. So legten die schwäbischen Kakerlaken auch dementsprechend los. Thrash-Metal par excellence! Jedoch kein traditionell gehaltener Thrash wie von SODOM, KREATOR oder SLAYER, sondern mit recht vielen neueren Elementen gespickt. Es war wirklich eine wahre Freude den Jungs beim Spielen zuzuschauen. Frontkreischer Frank Geue war sogar so in seinem Element, dass er sich im Verlauf des Konzertes seines T-Shirts entledigen musste. Dies wurde zwar nicht ganz so gern gesehen, da man halt doch keinen Astralkörper vorgesetzt bekam..., aber das ist verdammt noch mal Metal!!!!
COCKROACH hätten bestimmt noch länger die Kakerlaken tanzen lassen, aber der Veranstalter musste ja Kammerjäger spielen und den Auftritt überpünktlich beenden. Zum Glück wurde jedoch für einen Song ein kleiner Aufschub gewährt, Zugaben blieben danach aber natürlich dementsprechend aus.


Danach war dann auch wirklich Schluss. Nichts mehr mit gemeinsamen Bierheben. Die Bands räumten ihren Kram zusammen und verkrümelten sich recht schnell. Genau wie der Großteil der Anwesenden.
Gut ist nur, dass solche Konzerte öfters sein sollen, somit ist der Metal Nachschub in der Region Heilbronn für eine Weile gesichert.

Redakteur:
Ruben Tuider

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