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DESTRUCTION, LEGION OF THE DAMNED, SUICIDAL ANGELS und FINAL BREATH - Hannover

07.03.2020 | 16:12

25.02.2020, Musikzentrum

Dieses Package hat es in sich. Die "Thrash Alliance"-Tour macht Halt in der niedersächsischen Landeshauptstadt und sorgt dabei an einem Dienstagabend für ein gut gefülltes Haus.

Es sieht jedoch zunächst nicht nach einem vollen Musikzentrum aus. Der Einlass ist eigentlich für 18:00 Uhr geplant. Da die Bands jedoch erst mit deutlicher Verspätung in Hannover angekommen sind, verzögert sich auch der Einlass. Als dann um 18.30 Uhr endlich die Türen zum Musikzentrum aufgehen, ist die Anzahl der Besucher vor dem Eingang noch recht überschaubar und ich befürchte, dass es an diesem Abend viel Platz im Laden geben dürfte.

Aber weit gefehlt. Pünktlich zum Auftakt von FINAL BREATH ist die Hütte gut gefüllt und sorgt für einen würdigen Rahmen. Und was soll ich sagen, man kann den Veranstaltern dieser Tour nur gratulieren, FINAL BREATH als Opener mitzunehmen. Die Thrasher haben 2019 nach 14-jähriger Pause mit "Of Death And Sin" ein starkes Comeback abgeliefert und sind jetzt dabei, alte Fans zurückzuholen und neue zu gewinnen. Und das scheint der Truppe auf dieser Tour sehr gut zu gelingen. Für einen Opener geht es vor der Bühne schon recht ordentlich ab. Es fliegen Haare und es gibt sogar schon den ersten (kleinen) Mosh Pit. Die Band fühlt sich auf der Bühne pudelwohl und hat sichtlich Spaß mit dem Publikum. Die Setliste besteht hauptsächlich aus Songs vom aktuellen Album. Meine persönlichen Highlights sind jedoch der Titeltrack vom 2005er-Album "Let Me Be Your Tank" und 'To Live And To Die' vom "Mind Explosion"-Album. Nach ungefähr vierzig Minuten, ziemlich viel für einen Opener bei einem Four-Band-Package, gehen die Jungs von der Bühne und ziehen das Publikum in Richtung ihres Merch-Standes. Dieser wird, wie wohl auf der ganzen Tour, auch ordentlich geplündert.

Ich befinde mich ebenfalls am besagten Stand und unterhalte mich mit Drummer Heiko, als ich feststelle, dass SUICIDAL ANGELS bereits angefangen hat. Ich begebe mich daher mit Verspätung zum Auftritt der Griechen und stelle direkt fest, dass es tatsächlich noch voller geworden ist und es schwieriger ist, sich weiter nach vorne zu begeben. Aber das überrascht wenig, denn die Truppe hat in den letzten Jahren nicht nur starke Alben veröffentlicht, sondern hat sich auch insbesondere live einen Namen gemacht. Auch heute Abend zeigen die Hellenen wieder ihre Live-Qualitäten. Und mit dem aktuellen Album "Years Of Agression" kann man eigentlich auch live nicht enttäuschen. Dem Publikum gefällt es so gut, dass es vor der Bühne schon deutlich intensiver zur Sache geht.

Nach diesem starken Auftritt wird es nicht leicht für LEGION OF THE DAMNED, mitzuhalten. Die Niederländer, eigentlich eine Vier-Mann-Truppe, sind auf dieser Tour mit einem zweiten Gitarristen unterwegs, was der Band natürlich live gut zu Gesicht steht. Mit dem aktuellen Album "Slaves Of The Shadow Realm" hat LEGION OF THE DAMNED eine gefährliche Waffe in der Hinterhand, jedoch kommen beim Publikum die alten Songs wie 'Undead Stillborn' und 'Legion Of The Damned' am Besten an. Insgesamt stelle ich fest, dass die Zuschauer beim Auftritt der Niederländer ein wenig verhaltener agieren, als noch zuvor bei SUICIDAL ANGELS. Vielleicht schonen sich die Leute für den Headliner.

Setliste: Slaughtering The Pigs; Doom Priest; Palace Of Sin; Undead Stillborn; Taste Of The Whip; Slaves Of The Southern Cross; Feel The Blade; The Widow's Breed; Legion Of The Damned; Dark Coronation

Und dieser kommt dann auch nach einer recht kurzen Umbaupause. DESTRUCTION agiert seit ungefähr einem Jahr nicht mehr als Trio, sondern als Quartett. Und auch an diesem Abend zeigt sich, warum, denn mit Damir Eskic haben Schmier, Mike und Randy einen fantastischen zweiten Gitarristen an Bord geholt. Der Junge sprüht nur so vor Spielfreude und stellt sogar Mike ein wenig in den Schatten. Aber nicht nur Damir zeigt große Spielfreude. Auch Mike und natürlich Front-Ikone Schmier haben mächtig Spaß und geben gewaltig Gas. Mich überrascht ein wenig die Songauswahl bei dieser Tour. Dabei überraschen nicht die Songs, die DESTRUCTION spielt, sondern viel mehr die Songs, die die Band nicht spielt. Neben dem vorletzten Album "Under Attack" fehlen unter anderem Klassiker wie beispielweise 'Total Desaster' oder 'Release From Agony'. Aber das zeigt vielmehr, wie groß und wie gut die Historie der Band ist und wie groß der Songpool zur Auswahl der Setliste ist. Natürlich haben es Songs vom aktuellen Kracher-Album "Born To Perish" in die Setliste geschafft und fallen im Vergleich zu den Klassikern in keiner Weise ab. Diese Tracks werden irgendwann auch zu den Band-Klassikern gehören. Dazu gibt es natürlich einen ganzen Batzen an alten und nicht ganz so alten Hits wie 'Mad Butcher', 'Nailed To The Cross', 'Tormentor', 'Death Trap', 'Thrash Till Death' oder 'Bestial Invasion'. Nach ungefähr 75 Minuten geht ein fantastischer Konzertabend mit meinem absoluten Lieblingstrack 'Curse The Gods' zu Ende und hinterlässt viele glückliche Thrasher.

Setliste: Born To Perish; Nailed To The Cross; Armageddonizer; Tormentor; Rotten; Mad Butcher; Thrash Till Death; Betrayal; Inspired By Death; Life Without Sense; Death Trap; Bestial Invasion; The Butcher Strikes Back; Thrash Attack; Curse The Gods

(Die Fotos wurden uns zur Verfügung gestellt von Mario Ziegan Konzertfotografie.)

Redakteur:
Mario Dahl

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