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DIE APOKALYPTISCHEN REITER - Hamburg

21.04.2011 | 07:34

17.04.2011, Markthalle

Axel Schweiß lässt grüßen.

Endspurt ist angesagt bei der Tour von DIE APOKALYPTISCHEN REITER. Eine große Menschentraube ist vor dem Eingang der Markthallte versammelt, das Publikum überwiegend jung. Schon beim Opening Act AKREA ist der Innenraum voller als bei manchem Headliner und die fünf Oberpfälzer legen gleich mächtig los. Mit 'Guten Tag' begrüßen sie schließlich ihre Fans und in den ersten Reihen werden ordentlich die Haare geschüttelt. Mit dem starken 'Imperium' legt auch der Letzte den Sonntagskater ab. AKREA sind gut gelaunt und rennen pausenlos über die Bühne oder posen auf den Ego-Podesten. Jubel bricht aus, als zwei der Reiter in Bademantel und mit Klopapier auf die Bühne kommen.

Setlist:
Intro
Vier Sonnen
Guten Tag
Auf los geht's los
Dieer Klang
Tribock
Meteor
Ahnenrausch

Der heimliche Headliner heißt jedoch TURISAS. Ein paar Fans haben sich schwarz-rot geschminkt und feiern die Finnen von der ersten Minute an ab. Die fünf Streifenhörnchen sind mal wieder ohne ihre Akkordeon-Spielerin unterwegs, verbreiten aber auch ohne Frauenbonus gut Stimmung. Sänger Mathias "Warlord" Nygard holt immer wieder seine wenigen Brocken Deutsch aus dem Wortschatz. Gitarrist Jussi Wickström und Geiger Olli Vänskä tauschen häufig die Plätze und heizen die Fans in ihrem jeweiligen Bereich an. Mathias möchte schließlich testen, wer denn die meiste Stimmung verbreitet, und teilt das Publikum in "Team Eins" und "Team Zwei" ein. Abwechselnd jubeln sie oder pfeifen sich gegenseitig aus, bis sie schlussendlich in einer Wall Of Death aufeinanderprallen. Die Temperatur in der Markthalle steigt immer weiter an, die ersten Fans entledigen sich ihrer T-Shirts. Den Höhepunkt erreicht die TURISAS-Show bei 'Rasputin'. Das können selbst die Reiter nicht toppen, die dieses Mal zu viert die Bühne in Boxershorts stürmen, jeweils einer auf dem Rücken des anderen, und ein kleinen Kampf veranstalten. Mathias fordert indes: "Bier her, Bier her oder ich fall um!"

Setlist:
Intro
Holmgard
One More
The March Of The Varangian Guard
Great Escape
Stand Up And Fight
Rasputin
Battle Metal

Ein paar Minuten später stehen sie dann selbst auf der Bühne. Zunächst verhüllt ein großes Tuch das Drumset. DIE APOKALYPTISCHEN REITER platzieren sich dahinter und nach einem kurzen Einspiel fällt das Tuch – 'Die Boten' sind da und fordern vom Publikum: 'Gib dich hin' oder 'Es wird schlimmer'. Das Quintett ist bestens aufgelegt, Sänger Daniel "Fuchs" Täumel interagiert immer wieder mit den Fans, schüttelt Hände und fordert Schreie. Der Mini-Block alter Hits aus 'Revolution' und 'Friede sei mit dir' mobilisiert überall die letzten Kräfte. Die Markthalle ist nahezu ausverkauft und stark aufgeheizt – wer hier nicht schwitzt, ist nicht von dieser Welt.

Die Reiter nehmen ganz plötzlich das Tempo raus: Fuchs setzt sich in einen Sessel, neben ihm eine Leselampe, links und rechts am Bühnenrand nehmen Bassist Volkmar "Volk-Man" Weber und Gitarrist Adrian "Ady" Vogel Platz. Die Geschichte des 'Dr. Pest' wird verlesen, kommt aber nicht so gut beim Publikum an. Die Fans wollen nun mal feiern. Also verlassen die Reiter die Bühne kurz, um dann in Ölmänteln und Gasmasken wiederzukommen. Als Priester erzählt Fuchs von 'Moral & Wahnsinn', bis die Party mit 'Wir reiten' und 'Hammer oder Amboss' weitergehen darf. Die Markthalle tanzt, die Reiter sind glücklich – ein gelungener Tourabschluss.

Redakteur:
Pia-Kim Schaper

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