DYNAMO OPEN AIR - Hellendoorn (NL)

12.05.2005 | 11:55

07.05.2005, Festivalgelände

Besucht mal ein Konzert bei unseren niederländischen Nachbarn und fragt die Leute nach dem ultimativen Metal-Festival. Castle Donington? Nicht euer Ernst. Roskilde? Nein, wir sprechen von Metal. Hm, Rock am Ring? Nein Leute, METAL! Okay, dann Wacken? Also bitte, ist die Antwort nicht sonnenklar? DYNAMO, das ist das ultimative Festival… Verzeihung, das war das ultimative Festival, denn seit den katastrophalen der 99er-Edition hat der wohl bekannteste Metal-Event auf der ganzen Welt merklich von seinem Kultstatus einbüßen müssen. Scheinbar vergessen waren die Tage, als MACHINE HEAD das Festival als Co-Headliner mit TYPE 0 NEGATIVE in Schutt und Asche legten. Nur noch nostalgische Erinnerungen an eine Zeit, als bis zu 120.000 Menschen in Eindhoven eine der denkwürdigsten Metal-Partys aller Zeiten feierten. Wo sind sie hin, die Zeiten in denen Eindhoven am Pfingstwochenende ganz im Zeichen unserer Musik stand? 2000 schrumpfte das Festival zu einer eintägigen Veranstaltung, die aber immerhin IRON MAIDEN, KORN und SLIPKNOT als zugkräftige Headliner in den Goffertpark zu Nijmegen locken konnte. 2001 mussten die Veranstalter das Ganze dann sogar ganz canceln, weil der zunächst beabsichtigte Veranstaltungsort, die Rennbahn in Assen, nicht verfügbar war. Ein Jahr später waren die Bands zwar schon gebucht, doch die Maul- und Klauenseuche machte der Aktion einen Strich durch die Rechnung.
2003 gab es dann wieder ein Dynamo, angegliedert an das Bospop-Festival in Weert. Getreu dem Motto “No Stars, Just Talent“ luden Andre Verhuysen und sein Team wieder zum sommerlichen Bangen ein. Ein Jahr später war das Festival dann endgültig wieder im Aufmarsch, und mit Bands wie SLAYER und NIGHTWISH lockte man wieder Heerscharen von Fans, dieses Mal nach Nijmegen. War der Weg wieder frei für das geplante, mehrtägige Event? Leider nicht, denn wiederum hatte Verhuysen Probleme bei der Beschaffung eines Austragungsorts. Im friedlichen Hellendoorn wurde man schließlich fündig, und so konnte zumindest ein eintägiges Festival gesichert werden. Mit den reformierten GOREFEST, LAAZ ROCKIT und OBITUARY, SAVATAGE-Mastermind Jon Oliva und den beiden im Original-Line-Up auftretenden Old-School-Thrash-Bands TESTAMENT und ANTHRAX wurden dieses Mal vor allem Freunde der älteren Schule bestens bedient, doch auch die New-School-Kids bekamen bei aufstrebenden Acts wie TRIVIUM und STILL REMAINS, die zusammen mit 3 INCHES OF BLOOD im Rahmen der Roadrunner-Roadrage-Tour auf dem Dynamo auftraten, einen fetten Batzen Metal geboten. Mit MASTERPLAN und EVERGREY hatte man auch etwas für die Power-Metal-Anhängerschaft am Start, wohingegen MERCENARY zusammen mit EVERGREY versuchten, die düsteren Sounds über Hellendoorn zu bringen.
Eine gute Mischung also und somit die beste Voraussetzung für ein gut besuchtes Festival, aber natürlich sollte mal wieder alles anders kommen. Mehr dazu auf den folgenden Seiten…

Redakteur:
Björn Backes

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