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HELLOWEEN PUMPKINS UNITED - Hamburg

02.01.2019 | 12:44

22.12.2018, Sporthalle

Kürbisfinale in Hamburg!

Am 22. Dezember 2018 ist Feierabend! Feierabend einer 14-monatigen Tour der Superlative. Sie startete am 19. Oktober 2017 in Mexiko und soll heute in der Geburtsstadt HELLOWEENs enden. In dieser Zeit spielte HELLOWEEN insgesamt 70 Shows mit allen aktiven und ehemaligen Bandmitgliedern.

Die Spielzeit einer Show beträgt knapp drei Stunden und daher ist auch kein Support vorgesehen. Die Alsterdorfer Sporthalle ist mit etwa 5500 Zuschauern gut gefüllt, jedoch nicht komplett ausverkauft. Grund hierfür könnte die Tatsache sein, dass viele die Show bereits beim diesjährigen Wacken Open Air gesehen haben. Eins sei vorab versprochen: Es wird ein großes Fest! Die United Pumpkins Tour ist etwas Einmaliges und jeder, der dabei sein kann, erlebt ein Stück Musikgeschichte.

Zu der aktiven Besetzung gesellen sich mit Kai Hansen und Michael Kiske zwei für die Band immens wichtige Weggefährten, die dieser Band damals ihren Stempel aufdrückten. Nach einem kurzen Intro geht es los und HELLOWEEN startet mit einer 13-minütigen Halloween-Version. Vom Start weg sehen wir extrem gut gelaunte Musiker, die an diesem Abend zeigen wollen, dass Hamburg eine besondere Show verdient hat. Andi Deris und Michael Kiske ergänzen sich hervorragend auf der Bühne und man fragt sich, warum die Band nicht immer mit diesen zwei Sängern gearbeitet hat. Stimmlich ganz großes Kino!

Mit einem Querschnitt aus drei Epochen der Band bekommt jeder Fan ein Programm geboten, was nicht zu toppen ist. Alte Stücke werden natürlich von Kai Hansen gesungen, den ich als dritten Sänger natürlich nicht unterschlagen möchte. Drei Gitarren versprechen eine umwerfende Soundkulisse und die drei Gitarristen liefern. Fette Riffs und die HELLOWEEN-typischen mehrstimmigen Soli lassen keine Wünsche offen. Absolut perfekt!

Zwischen vielen Songs laufen Comicvideos mit den beiden Kürbissen Seth und Doc. Diese sind vielleicht nicht für jeden lustig, aber bei einer Spieldauer von fast drei Stunden freut sich jeder Musiker über eine kleine Verschnaufpause.

Ein Höhepunkt der Show ist mit Sicherheit das Drumsolo. Es wird auf der Leinwand ein Solo von Ingo Schwichtenberg abgespielt, welches Drummer Daniel Loeble synchron spielt. Absolut genial, wie die Band ihren viel zu früh verstorbenen Drummer huldigt und Teil der Show werden lässt. Gänsehautfeeling pur!

Der Laufsteg, der weit ins Publikum reicht, wird von allen Musikern fleißig genutzt, um möglichst dicht bei den Fans zu sein. Währen der Zugaben regnet es Konfetti und ein gutes Dutzend großer Kürbis-Ballons wird ins Publikum geworfen, die immer wieder auf der Bühne landen, um von den Musikern mit teils fußballerischem Können zurückgeschossen werden.

Eine große Party geht zu Ende und es ist noch niemand gegangen. Die Band badet im Applaus und lässt sich gebührend feiern. Was für ein Spektakel! 24 Songs und irgendwie schwer vorstellbar, wie so etwas zu toppen ist. Hoffentlich nehmen sie die Energie der 70 Shows mit ins Studio und hauen ein Album in genau dieser Superlative raus.

 

 

Redakteur:
Rainer Hentschke

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