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Headbangers Open AIr - Brande-Hörnerkirchen

04.08.2004 | 04:53

09.07.2004,

Und wieder war es soweit! Wie schon in den vergangenen Jahren sollte der Bauernhof am Rande von Elmshorn von metallischen Klängen beschallt werden. "Sold Out", stand dieses Mal auf den Plakaten und den T-Shirts, was der unbeschreiblichen Atmosphäre zum Glück keinen Abbruch tat. Immerhin hatte man in diesem Jahr ein exquisites Line-up auf die Beine stellen können, das Metalfreaks aus allen Teilen Deutschlands und gar aus anderen Ländern nach Brande-Hörnerkirchen lockte. Allein die Tatsache, dass ADRAMELCH erstmals auf einer deutschen Bühne zu sehen sein würden, dürfte den einen oder anderen in diesem Jahr aufs Land gezogen haben. Aber dazu später mehr.

Am Freitag eröffneten mit knapper Verspätung die Oldenburger SAVALLION DAWN.
Die fünf Jungs erfreuten die Massen mit einer kräftigen Ladung Power Metal, die sehr gut ankam. Vor allem der aus Uruguay stammende Sänger Ernesto Monteiro machte eine sehr gute Figur und spätestens beim überraschenden Cover 'To Sleep Per Chance To Scream' von den göttlichen HELSTAR war auch der letzte Zweifler überzeugt. Die sieben Songs umfassende Demo-CD "The Charge" sollten Freunde von gepflegtem US Metal auf alle Fälle über die HP antesten. Ein gelungener Auftakt!

Den Auftritt der nachfolgenden Hamburger CRYSTAL SHARK nutzte ich zur Nahrungsaufnahme, kann aber aus der Distanz einen routinierten Auftritt diagnostizieren, der gut ankam. Kein Wunder, bietet der Vierer doch mitreißenden Heavy Metal der Marke SAXON.

ROSAE CRUCIS wollte ich eigentlich sehen, da mich ihr Debüt trotz Sängerdefizit ziemlich begeistern konnte. Wie es aber auf so einer Veranstaltung ist, habe ich mich irgendwie festgesabbelt und konnte leider nur noch die letzte Viertelstunde des ersten Italieners dieses Festivals begutachten. Das kam dann aber auch überzeugend 'rüber. Gut, mit dem südländischen Akzent des Sängers habe ich auch live meine Schwierigkeiten, aber ihr epischer Metal funktioniert auch on stage recht gut. Warum man allerdings ausgerechnet 'Pleasure Slave' von MANOWAR covern musste, blieb nicht nur mir ein Rätsel. Mit DOOMSWORD, THUNDER STORM oder BATTLE RAM können sie (natürlich) noch nicht mithalten, gutklassig ist es aber allemal.

Es folgte eine Ernüchterung für nicht wenige, da DARK AT DAWN leider nicht auftreten konnten. Die Jungs hatten auf dem Weg in den Norden einen Unfall und einer der Gitarristen landete im Krankenhaus. Gute Besserung von hier aus!

Die griechischen BATTLEROAR dürften nicht nur für mich eine echte Überraschung im letzten Jahr gewesen sein. Hatte mich ihr Album doch, trotz übermäßiger True-Metal-Tendenz, dermaßen faszinieren können, dass ich gespannt war, ob sie mich nun auch livehaftig überzeugen konnten. Was soll ich sagen? Sie konnten! Und wie! Logisch , dass die Chose sehr klischeebeladen wirkt, aber in manchen Fällen stört das halt nicht. So ist es mir völlig gleich, ob sich da fünf Typen in enge Lederoutfits gepresst haben und lustige Sachen wie 'Swordbrothers' brüllen, wenn es so überzeugend dargeboten wird wie im Falle von BATTLEROAR. Die Fans sahen das wohl ähnlich, denn viele Fäuste reckten sich den dunklen Wolken entgegen, als es darum ging, inbrünstig die Choruspassagen mitzugrölen. Da bedarf es auch keiner prominenten Unterstützung von Kenny Powell (OMEN), der auf dem Album ja ein Solo beisteuern durfte. Dieser Auftritt machte klar, dass die Kapelle zur Speerspitze des europäischen Undergrounds zu zählen ist.

Redakteur:
Holger Andrae

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