Heavy Metal - nix im Scheddel...? Nr. 41 - Leipzig

02.04.2004 | 10:43

26.03.2004, Tonellis

Scheddel, die 41., auf geht's:

Der Auftakt war diesmal mit GRAIN OF SAND etwas durchwachsen. Die Band klang leider ziemlich belanglos und kam irgendwie nichtssagend herüber. Stilistisch tendierte man in die Power-Metal-Ecke, hatte aber insgesamt schon eine bunte Mischung am Start. Nur leider fehlte es ebenso an Ausgewogenheit wie an Ausdrucksstärke des dargebotenen Materials. Man muss der Band zwar bescheinigen, dass sie sich wirklich Mühe gaben, mehr aber auch nicht. GRAIN OF SAND hatten zwar einen guten Klampfer in ihren Reihen, trotzdem dominierten mittelmäßige Songs die Landschaft. Da konnte auch das abschließende AC/DC-Cover vom immer wieder gern gehörten Klassiker 'T.N.T.' nicht mehr viel retten.

Bei MASTIC SCUM aus Österreich war die Sachlage schon anders. Mit ihrer gnadenlosen Abfuhr zwischen Grind und Metalcore gab es amtlich auf die Zwölfe. Fliegende Haarbüschel allerortens waren die einzig logische Konsequenz. Man knüppelte sich äußerst heftig durch die Songs, und auch wenn das manchmal schon etwas eintönig herüberkam, das war eine Wuchtbrumme allererster Güte, die das Haus zum Beben brachte. In Anlehnung an die Albentitel von MASTIC SCUM, die stets nur aus einem vierbuchstabigen Wort bestehen (mit Ausnahme der allerersten EP) - diese Abrissbirne war hart, fies, wüst und äußerst fett. Schmerzende Nackenmuskeln waren hier inklusive.

Die CALIBAN-Show war cool wie eh und je. So wie man die Band kennt wurde fett und gradlinig losgerockt, dabei zeigten sich die Musikusse auf der Bühne auch sehr bewegungsfreudig. In Deutschland gehören die Jungs längst zur absoluten Speerspitze im Metalcore-Bereich, was vor allem auch an den schweißtreibenden Liveshows liegt und da machte der heutige Abend keine Ausnahme. Furiose Moshmugge mit rasiermesserscharfen Riffs wurde den Zuschauern kredenzt, das war definitiv nichts für Weicheier. Dabei sind die Songs nicht nur unglaublich aggressiv, auch in Sachen Abwechslungsreichtum haben die Jungs eine Menge zu bieten, was dem intensiven Gebretter das i-Tüpfelchen aufsetzt. Nette Spielchen wie der Circle Pit oder gar die Wall Of Death kamen zwar nicht wie gewohnt zum Einsatz, trotzdem wurden CALIBAN vom Publikum verzückt aufgenommen und das auch absolut zu recht. Definitiv ein würdiger Headliner.

Beim nächsten Mal am 24. April steht dann wieder einmal der Scheddel-Geburtstag auf dem Programm. Mit dabei sind die Bands MANOS, ORTH, CUNTGRINDER und UNTAMED sowie zwei Fass Freibier. Richtig böse wird es dann, wenn wie immer das Jägermeister-Promoteam die Runde macht und auch der Grunzwettbewerb verspricht einen amüsanten Abend. Be there!


Scheddel-Infos und bisherige Berichte gibt es hier:
http://www.powermetal.de/tour/festival.php?id=787

Redakteur:
Stephan Voigtländer

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