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IVORY NIGHT - Gundersweiler

21.05.2002 | 09:11

19.05.2002, Kult

Wieder eine Metal Nacht im Kult in Gundersweiler (http://www.daskult.de/) und der Eindruck der letzten Heavy Konzerte in Kaiserslautern und Umgebung wurde bestätigt: Auch dieses mal war ein derartiges Konzert ziemlich gut besucht. Locker 100 Leute fanden den Weg nach Gundersweiler (irgendwo kurz vor dem Ende der Welt) um sich dieses Ereignis nicht entgehen zu lassen und der Weg dorthin hatte sich gelohnt (das KULT ist sowieso einen Besuch wert). Dass sich die Besucherzahlen in letzter Zeit in einem ansprechenden Rahmen bewegen, liegt meiner Meinung nach an der Qualität der Bands, die sich letztendlich eben doch durchzusetzen scheint.

Den Abend beginnen durften die Grünstadter NAPPER, die mit ihrem zweiten Auftritt überhaupt einige male während des Konzertes selbst bemerkten, dass sie an diesem Abend eigentlich unwürdig seien. Das mag sogar gestimmt haben, denn dass diese Band sich noch im Anfangsstadium befindet, dürfte den meisten Anwesenden aufgefallen sein. Allerdings kann man den Jungs ihren Unterhaltungswert nicht absprechen, denn mit ihrem Gelaber zwischen den Songs hatten sie stets die Aufmerksamkeit des Publikums. So kamen die Punk Rocker, deren Repertoire vorwiegend aus ÄRZTE Coversongs bestand (oder auch mal „Hier Kommt Alex“ von den TOTEN HOSEN), beim Publikum relativ gut an. Jedenfalls hatten sie ihre Aufmerksamkeit und schafften es bis zum Ende ihres Gigs ein paar Pogo Tänzer vor der Bühne in Aktion zu bringen. Insgesamt waren NAPPER eigentlich die optimale Vorgruppe – die Vorfreude auf den Hauptact war recht groß… Abschließend kann man den sympathischen Jungs nur Mut machen dranzubleiben, ich werde mir das in sagen wir mal einem Jahr gerne wieder ankucken (ein kleiner Tipp noch mit auf den Weg: Selbst bei Punk Rock ist es von Vorteil, wenn man etwas am Gesang übt).

Nach dem fetten instrumentalen Intro „The 7th Sea“ und dem gelungenen flotten Opener „Beyond The Pain“ war jedem Anwesenden bewusst, dass nun der eigentliche Abend begonnen hatte. Roher, schneller Heavy Metal, gespickt mit gelungenen Coversongs auf einem recht guten musikalischen Niveau. Dabei kann man noch die Gitarrenarbeit der beiden Helden Patrick Fuchs und Tilmann Ruby hervorheben, das besondere Lob geht aber an den Chef und Sänger der Band Patrick Fuchs! Er war an diesem Abend besonders gut in Form (schließt man die “Aftershowparty“ mit ein erst recht..), vor allem sein Gesang konnte überzeugen! Mit einer ziemlichen Gelassenheit traf er die Töne und setzte sein enormes Stimmvolumen ein. Möglicherweise gewinnt er diese Sicherheit durch seine Arbeit bei der MANOWAR Coverband MEN OF WAR (für Außenstehende klingt dies vielleicht etwas seltsam, aber ich kann nur jedem empfehlen sich diese Band anzusehen !!! Kontakt: http://www.menofwar.org, oder lest den etwas älteren, aber stets treffenden Bericht http://www.powermetal.de/konzert/konzert-183.html – die Vorfreude auf die bald erscheinende CD ist sehr groß!).

Die Setlist an diesem Abend war wieder sehr überlegt zusammengestellt worden: Mal schnelle, mal langsame, mal melodischere, mal härtere Songs – sowie die bekannten Coversongs. Zwischendurch witzige Ansagen – es passte einfach an diesem Abend. Bei all dem Lob möchte ich auch ein paar Wünsche äußern (wenn ihr mal bei mir im Wohnzimmer spielt): Auf „Hush“ könnte ich verzichten; für ein Schlagzeugsolo könnte man auch mal ein Basssolo spielen (oder wenn’s sein muss auch mal ein zweistimmiges Gitarrensolo); ich warte noch auf „Ride The Sky“ (HELLOWEEN); für „Mother Earth“ könnte man in Zukunft vielleicht mal wieder „When Sun Becomes Rain“ einbauen; als Überraschung wäre auch mal ein Song aus dem MEN OF WAR Programm ganz nett und schließlich höre ich gerade „Lucifers Hammer“ von WARLORD – wäre das nix?

Zu den gespielten Songs: „I Want Out“ kam gewohnt gut an, aus „Killer 7“ wurde eine Doom Metal Version, „Edge Of Thorns“ war wieder fett, der neue Song „Salvation Is An Honest Man“ ist eine gute Nummer und mit „And I Fly“ wurde die Show wunderbar beendet. Ein gelungener Abend für das Metal Herz, danke IVORY NIGHT, weiter so!

Es lohnte sich übrigens an diesem Abend noch länger zu bleiben, denn die Mucke im KULT wurde dem Publikum angepasst und so konnte man es kaum vermeiden bei Klassikern wie z. B. „Number Of The Beast“ oder „Black, Wind, Fire And Steel“ auf der Bühne abzufahren!

IVORY NIGHT SETLIST:

The 7th Sea (Intro)
Beyond The Pain
I Want Out (HELLOWEEN)
Never Be My Friend
Killer 7
Children Of Thorns
Edge Of Thorns (SAVATAGE)
Mighty Wings
Hush (DEEP PURPLE)
No Light In The Night
Salvation Is An Honest Man
The Ghost
Never Say Never (ROUGH SILK)
Drum Solo
The Trooper (IRON MAIDEN)
Twilight Into Darkness
Mother Earth
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Breaking The Law (JUDAS PRIEST)
And I Fly

Redakteur:
Stefan Lang

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