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Keep It True VI - Lauda-Königshofen

02.05.2006 | 23:57

08.04.2006, Tauber-Franken-Halle

Nachdem wir alle terminlich verhindert waren, gibt es leider dieses Mal keinen Bericht vom Warm-up am Freitag, dessen Billing von der britischen Legende DEMON und deren Toursupport SEVEN WITCHES angeführt wurde. Dazu gaben sich die genialen puerto-ricanischen Doomster von DANTESCO, die reformierten Düsseldorfer Extrem-Thrasher von ASSASSIN und die Eidgenossen von DRIFTER die Ehre, und sollen dem Vernehmen nach den ausverkauften Warm-up-Gig gut aufgemischt haben. Das wundert mich auch kein bisschen, denn sowohl DANTESCO (die ich eine Woche vorher beim "Doom Shall Rise" bewundern durfte), als auch DEMON und SEVEN WITCHES, denen ich fünf Tage später auf ihrer Headliner-Tour meine Aufwartung machen durfte, präsentierten sich bei den genannten Auftritten in absoluter Top-Form und als echte Publikumslieblinge, so dass ich davon ausgehe, dass dies beim "KEEP IT TRUE" kein bisschen anders gewesen sein dürfte. Doch nun zu dem, was Martin und ich mit eigenen Augen gesehen haben und nun zu bezeugen im Stande sind...

POWERVICE:

Schon im Vorfeld des "KEEP IT TRUE" ward nur Gutes über die niederländische Nachwuchshoffnung berichtet. Man munkelte von der logischen Fortsetzung der MAIDEN'schen DiAnno-Ära, und von einer jungen, hungrigen Band, die mit ihren Songs eine unbändige Energie entfachen soll. Nun, ich stehe mit einer gewissen Vorfreude, aber auch mit einem gesunden Maß Skepsis vor der Bühne und harre der Dinge, die da kommen mögen. Die Band betritt die Bühne, und los geht's. Die Vorfreue ist schnell bestätigt, und die Skepsis verflogen. Die Band wird den Vorschusslorbeeren voll auf gerecht und knüpft stilistisch wirklich nahtlos an "Iron Maiden" und "Killers" an. Ein weiterer gesichtsloser MAIDEN-Klon unter Tausenden meint ihr? Nun, nein, ganz und gar nicht. Denn die Band lässt sich nicht auf diesen Einfluss limitieren, sondern hat Songs mit eigener Identität zu bieten. Außerdem seien wir mal ehrlich, die vielen Kopisten orientieren sich doch eher an den späteren Werken der Briten.

Doch nun genug der Vergleiche, denn das, was die Jungs uns hier bieten wirkt rundum erfrischend. Man merkt den Musikern eine unbändige Spielfreude und Energie an. Allen voran Sänger Rogier Stockbroeks überzeugt mit seiner Bühnenperformance, die durchaus auch eine gewisse punkige Attitüde aufweist. Passt zur Musik wie die Faust auf's Auge. Die Songs sind manchmal recht lang, aber sie halten die Spannung auch in den ausgedehnteren Soli von Selim und Willem aufrecht. Ja, bei POWERVICE stimmen nicht nur die Zutaten, sondern auch das Arrangement derselben. Sie haben es einfach drauf coole Songs zu schreiben, die auch hängen bleiben. Neben den drei Stücken von der aktuellen Promo-EP gibt es noch diverse Kostproben vom kommenden Debütalbum, wobei mir 'Nightstalker', 'Rock Dealer', 'Into The Light' und die abschließende Überhymne 'The End Is Coming' am positivsten im Gedächtnis hängen geblieben sind. Super Auftritt, der mächtig Lust auf das hoffentlich bald erscheinende Debütalbum macht.
[Rüdiger Stehle]

WOTAN:

Wenn man bei POWERVICE trotz des überragenden Auftritts um den Vergleich zu den frühen IRON MAIDEN nicht herumkommt, dann muss man wohl im Zusammenhang mit der zweiten Band, den Italienern von WOTAN, die "Kings Of Metal" bemühen, und zwar ebenfalls zu ihrer frühen Phase, als MANOWAR noch richtig gute Epic-Metal-Songs geschrieben haben. Doch wie zuvor bei den Holländern, so kann man auch hier nicht von einem 08/15-Klon sprechen - WOTAN sind zwar sehr stark von Joey DeMaio & Co. beeinflusst, aber die Italiener haben dennoch ihren ganz eigenen Stil gefunden. Zeit genug dazu hatten sie ja, denn die Band wurde bereits 1988 gegründet, bis zu ihrem Debüt-Album "Carmina Barbarica" verstrichen aber geschlagene 16 Jahre. Bei der zweiten Scheibe "Epos" ging es dann deutlich schneller, denn sie kam nun im Frühjahr heraus, und von ihr gibt es dann zum Auftakt - nach dem ebenso obligatorischen wie länglichen "Conan"-Intro - auch gleich einen Song zu hören, nämlich 'Dream Of Maxen'. Das Publikum nimmt dieses Stück wohlwollend auf, aber man merkt schon recht deutlich, dass es mit dem neuen Album noch nicht so arg gut vertraut ist. Das bessert sich anschließend aber, als zwei Songs vom Debüt-Album, 'Ride Of Templars' und 'Under The Sign Of Odin's Ravens', zum Besten gegeben werden. Hier finden sich im Publikum dann relativ schnell einige Leute, die mitsingen, und überhaupt ist die Stimmung recht gut. Trotzdem lassen es sich WOTAN natürlich nicht nehmen, ihr neues Album zu präsentieren, und so gibt es mit 'Drink In The Skull Of Your Father' einen weiteren Song von dieser Scheibe. Sänger Vanni hat extra einen passenden Totenkopf-Kelch mitgebracht, der entsprechend für allgemeine Erheiterung sorgt, aber auch der Song an sich mit seinem extrem eingängigen Chorus kommt sehr gut an. Doch das ist nichts im Vergleich zu dem, was gleich folgt, denn Vanni kündigt einen "Special Guest" an, und das ist natürlich niemand anders als Ross The Boss. Mit ihm zusammen spielen WOTAN dann den MANOWAR-Klassiker 'Revelation', und dass die Begeisterung dabei kein Halten kennt, versteht sich ja eigentlich von selbst. Allerdings wird dabei aber schon auch klar, dass WOTAN eine wirklich gute Band sind und Vanni auch ein wirklich guter Sänger ist, aber im Vergleich zu (den früheren) MANOWAR machen sich doch deutliche Unterschiede bemerkbar. Wie auch immer - weiter geht es im Programm mit dem neuen Song 'Itaca' sowie der älteren Nummer 'Lord Of The Wind' - Vanni kommt hier passenderweise mit einem Flügel-Helm auf die Bühne -, wobei vor allem letztere frenetisch bejubelt wird. Danach ist es aber auch schon an der Zeit und WOTAN müssen zum Schluss kommen, und das tun sie mit 'Iron Shadows'. Unter dem Strich ein mehr als ordentlicher Auftritt!
[Martin Schaich]

Setliste:
Dream Of Maxen
Ride Of Templars
Under The Sign Of Odin's Ravens
Drink In The Skull Of Your Father
Revelation (mit Ross The Boss)
Itaca
Lord of The Wind
Iron Shadows

DARKNESS:

Nachdem es bei WOTAN tempo-mäßig eher verhalten zuging - liegt ja aber in der Natur des Epic Metal -, kommen beim anschließenden Auftritt von DARKNESS dann die Freunde etwas heftigerer Musizierkunst auf ihre Kosten.
Die Band aus Essen - ja, wenn in den Achtziger Jahren eine Thrash-Metal-Band nicht aus der Bay Area kam, musste sie ja aus dem Ruhrgebiet kommen - wurde vor zwei Jahren mehr oder weniger reaktiviert, als Original-Drummer Lacky und Original-Gitarrist Arnd sich wieder mit ihren ehemaligen Mitstreitern Joeter (g.) und Emma (v./b.) zusammengetan haben. Allerdings lärmen diese vier inzwischen reiferen Männer nun unter dem neuen Namen EURE ERBEN, und so steht der Auftritt auch unter dem Motto "Goodbye DARKNESS - Hallo EURE ERBEN".
Ihre neueren Kompositionen haben DARKNESS - ich bleibe jetzt einfach beim alten Namen - zu Hause gelassen, ebenso wie die Stücke von ihrem dritten Album "Conclusion And Revival" (1989). Bei der Songauswahl wurden also lediglich die ersten beiden Scheiben berücksichtigt, und so geht es mit dem Intro und dem Opener des Debüt-Albums "Death Squad", 'Invasion Sector 12' bzw. 'Critical Threshold', auch gleich ordentlich los, und das Publikum ist von Beginn an voll dabei. So bildet sich schon nach den ersten Riffs ein größerer Moshpit, und auch sonst wird an allen Ecken und Enden kräftig gebangt. DARKNESS lassen auch überhaupt nichts anbrennen, und schicken den Titelsong 'Death Squad' gleich noch hinterher. Nach einer kurzen Ansage - die Frage "Geht's euch gut?" ist natürlich rein rhetorischer Natur - kommt das Zweitlingswerk "Defenders Of Justice" mit 'They Need A War' zum Zuge, ehe sie 'Faded Pictures' ihrem ehemaligen Sänger Olli widmen. Es folgt mit 'Burial At Sea' einer meiner absoluten DARKNESS-Faves, und auch in der hier dargebotenen Version ist es ein richtiger Nackenbrecher. Es bleibt aber auch anschließend kaum Zeit zur Erholung - während einer kurzen Unterbrechung fliegt ein DARKNESS-Shirt ins Publikum -, denn mit 'Staatsfeind', 'Caligula' und 'Phantasmagoria' geht es im gehobenen Tempo weiter. Die Zeit vergeht also wie im Flug, und so müssen DARKNESS auch schon zum Ende kommen. Das tun sie schließlich mit 'Iron Force', das vom Publikum noch einmal richtig abgefeiert wird. Überhaupt haben die Fans vor der Bühne sehr viel Spaß, und auch die Musiker auf der Bühne machen während des gesamten Auftritts einen bestens gelaunten Eindruck. Insgesamt ein großartiger Auftritt - Thrash 'til Death!
[Martin Schaich]

Setliste:
Invasion Sector 12
Critical Threshold
Death Squad
They Need A War
Faded Pictures
Burial At Sea
Staatsfeind
Caligula
Phantasmagoria
Iron Force

SILVER FIST:

Weder SILVER FIST noch MURO, die ehemalige Band ihres Frontmannes, waren mir im Vorfeld des "KEEP IT TRUE" ein großer Begriff. Ich wusste nur vom Hörensagen, dass es sich bei MURO um eine der Kultkapellen des spanischen Stahls handeln soll, deren Erbe Sänger Silver Solorzano nun mit seiner neuen Truppe am Leben erhalten will. Klassiker beim KIT neu entdecken ist aber seit jeher eine meiner Lieblingsbeschäftigungen, und so harre ich äußerst gespannt der Dinge, die da kommen mögen. Schon als Silver mit seinen agilen Sidekicks die Bühne betritt, ist klar, dass wir es bei dem Mann mit einer Kultfigur zu tun haben. Das sieht man auf den ersten Blick. Sein Auftreten, seine Art mit den Fans zu kommunizieren und seine Hingabe an die Musik seiner Band kommen absolut authentisch rüber. Auch musikalisch wissen die Iberer zu überzeugen. Ihr Metal ist rau und ungeschliffen, meist recht speedig und energetisch und die ungeschliffenen spanischen Vocals tun ein Übriges, um den Auftritt SILVER FISTs zu einem außergewöhnlichen Ereignis zu machen. Was die Songauswahl angeht, bin ich natürlich nicht ganz sattelfest, aber die Setlist hat einen eindeutigen Schwerpunkt auf den MURO-Klassikern, die von den angereisten Insidern auch entsprechend abgefeiert werden. Nicht wenige Zuschauer aus der ersten Reihe reichen dem Sänger Shirts und Flaggen aus dessen spanischer Heimat, die dieser dann stolz präsentiert. Doch zurück zum Songmaterial: Gerade die beiden MURO-Kultalben "Acero Y Sangre" (1987) und "Telon De Acero" (1988) werden ausgiebig gewürdigt. Die beiden Titelstücke, dazu noch 'Traidor', 'Solo En La Obscuridad' und 'Mirada Asesina', so dass die Altfans von Silver & Co. sicher zufrieden sein dürften. Doch auch das neue Material von SILVER FIST wird vorgestellt. Das ist zumindest teilweise etwas melodischer und weniger schnell (man höre 'En Llamas' oder 'Lacrimas Del Sangre') als das Schaffen von MURO, doch die Stücke fügen sich perfekt in das Konzert ein und werden von den Zuschauern auch dankbar aufgenommen.
[Rüdiger Stehle]

AXEHAMMER:

Ja, ja, das mit AXEHAMMER ist so eine Geschichte: Irgendwann in den Achtigern nahmen die US-Amerikaner ein Album auf, doch das erschien gar nie. Erst 1998 gruben Sentinel Steel Records diese alten Songs wieder aus, packten noch ein paar Demo-Songs dazu, und veröffentlichten sie unter dem Titel "Lord Of The Realm". Im letzten Jahr schoben AXEHAMMER dann ein zweites Album, "Windrider", nach, doch auf eine Bühne hat es die Band dennoch seit 1988 - zumindest, wenn man Sänger Bill glauben darf - nicht mehr geschafft. Umso erfreulicher, dass sie ihren ersten Auftritt nach 18 Jahren auf dem "KEEP IT TRUE" haben.
AXEHAMMER starten zunächst mit dem neueren Song 'Dancing With Demons', lassen mit 'Princess' aber dann gleich auch einen Klassiker folgen. An den US-Amerikanern und vor allem an Sänger Bill ist die Zeit natürlich auch nicht spurlos vorüber gegangen - irgendwie war mein erster Gedanke beim Anblick von Bill, wie es wohl wäre, wenn mein Dad auf einer Bühne vor 1.000 Metallern stehen würde -, aber sie liefern dennoch einen sehr ordentlichen Auftritt ab. Sie bewegen sich zwar nun nicht gerade ausgesprochen viel, aber im Vordergrund soll ja auch die Musik stehen, und das tut sie hier sehr wohl. Das Hauptaugenmerk bei der Songauswahl haben AXEHAMMER auf ihren jüngsten Output gelegt, und so gibt es in der Folge beispielsweise 'Power', 'Stand Up And Fight', 'Rise Up' und 'Back For Vengance' zu hören. Das Publikum nimmt diese Songs eigentlich durch die Bank sehr wohlwollend auf, aber Bill lässt es sich trotzdem nicht nehmen, die Fans vor der Bühne durch lustige Mitgrölspielchen zusätzlich zu animieren. Mit 'Stand And Deliver' und dem Titelsong haken AXEHAMMER das Kapitel "Windrider" dann aber ab, denn es folgt mit 'Lord Of The Realm' eine Nummer aus der Frühzeit der Band. Das kommt beim Publikum natürlich sehr gut an, und demensprechend ist die Stimmung vor der Bühne gleich noch etwas besser. Schade ist dabei nur, dass die Spielzeit von AXEHAMMER auch schon fast vorbei ist, so dass lediglich noch Zeit für einen Song bleibt, und das kann natürlich nur die Bandhymne 'Axehammer' sein. Dieser Auftritt war alles in allem mehr als ordentlich, auch wenn er zugegebenermaßen nicht so eine Offenbarung war wie ein Jahr zuvor der von DEADLY BLESSING. Doch hatte dies überhaupt jemand erwartet?
[Martin Schaich]

Setliste:
Dancing With Demons
Princess
Power
Stand Up And Fight
Rise Up
Back For Vengance
Stand And Deliver
Windrider
Lord Of The Realm
Axehammer

GRIM REAPER:

Steve Grimmett & Co. wurden ja dereinst in Wacken schon einmal als GRIM REAPER angekündigt. Allerdings vergaß man damals, das den Musikern auch zu sagen, so dass das Publikum dann doch einigermaßen enttäuscht war, als eher wenige Songs des grimmigen Schnitters zu hören waren. Das sollte natürlich in Königshofen anders werden, denn schließlich hält man es hier mit der Wahrheit... und wenn GRIM REAPER draufsteht, dann ist auch GRIM REAPER drin. Gut, vom Line-up, das eben die Bühne betritt, ist nur Frontmann Steve Grimmett noch ein Gründungsmitglied, dafür hat er sich aber mit Mitgliedern von LIONSHEART und Paul DiAnnos KILLERS fähige Sidekicks an Bord geholt, die mit den Klassikern 'Rock You To Hell' und 'Night Of The Vampire' gleich standesgemäß einsteigen. Etwas stampfender wird's dann mit 'Lust For Freedom', bevor 'Wrath Of The Ripper' wieder mächtig abgeht. Die Band hält also Wort und zockt uns einen astreinen GRIM REAPER-Set, der sich gewaschen hat und keinen der Kult-Klassiker außen vor lässt. Auch wenn Steve Grimmett nicht mehr ganz so klar singt wie einst im Mai und ab und an in den höheren Passagen ins Schreien gerät, ist er doch noch immer ein sehr guter und vor allem charismatischer Frontmann, und so werden Hits der Marke 'Fear No Evil', 'Dead On Arrival' oder 'Wasted Love' auch entsprechend abgefeiert und mitgesungen. Dass es bei 'See You In Hell' kein Halten mehr gibt, muss ich nicht extra erwähnen, oder? Alles in allem also ein sehr schöner Auftritt, der sehr viel Applaus erhält, obwohl vom originalen Line-up kaum was übrig ist. Aber so lange Steve die Songs so rüberbringt, wie er es soeben getan hat, darf er meinetwegen gerne unter dem Namen GRIM REAPER durch die Lande ziehen. Es war schön, diese Songs mal wieder live gehört zu haben. Ach ja, konstruktive Kritik für ein hoffentlich irgendwann kommendes nächstes Mal: Ich würde unheimlich gerne mal 'The Show Must Go On' live hören.
[Rüdiger Stehle]

Setliste:
Rock You To Hell
Night Of The Vampire
Lust For Freedom
Wrath Of The Ripper
Rock Me Till I Die
Fear No Evil
Dead On Arrival
Matter Of Time
Wasted Love
See You In Hell

PARADOX:

Die Organisatoren des "KEEP IT TRUE" sind ja nicht nur dafür bekannt, dass sie Bands aus Europa und den USA auftreten lassen, die man schon ewig nicht mehr oder noch gar nicht in Deutschland gesehen hat, sondern sie zeigen auch, dass es in Deutschland ebenso gute Bands gibt, die man keineswegs vergessen sollte. Eine dieser Bands ist sicherlich PARADOX, die in der zweiten Hälfte der Achtziger zwei großartige Scheiben - "Product Of Imagination" und "Heresy" - veröffentlicht haben, dann aber ein ganzes Weilchen (ca. zehn Jahre) in der Versenkung verschwunden sind. Mit "Collision Course" erscheint zwar 2000 ein sehr ordentliches Reunion-Album, aber auf Bühnen sieht man die Band auch in der Folge kaum. Und so dürfte der Auftritt bei der Warm-up-Party zum 2001er-BANG YOUR HEAD!!! einer der letzten überhaupt gewesen sein. Umso mehr freute ich mich auf Charly Steinhauer & Co., und ich sollte nicht enttäuscht werden...
PARADOX legen nach dem obligatorischen Intro mit ihrer Bandhymne 'Paradox' los, und lassen gleich auch noch 'Death, Screaming And Pain' - ebenfalls vom Debüt-Album - folgen. Mit drei Gitarren sorgen die Würzburger dabei für ordentlich Power, und das Publikum hat dabei sichtlich seinen Spaß. Es wird fleißig gebangt und gemosht, und so herrscht sowohl vor als auch auf der Bühne eine gute Laune. Über zwei Songs vom zweiten Album "Heresy" - neben dem Titelstück gab es auch 'Search For Perfection' zu hören - arbeiten sich PARADOX vor bis zum "aktuellen" Album, und davon wird dann ebenfalls der Titelsong 'Collision Course' gespielt. Dieser Ausflug in die Neuzeit ist aber nur von kurzer Dauer, denn mit 'Kill That Beast' und 'Crusaders Revenge' gibt es dann wieder Stücke aus den guten alten Achtzigern auf die Ohren. Bevor es anschließend mit 'Pray To The Godz Of Wrath' weiter geht, merkt Charly an, dass PARADOX dieses Jahr ihr 20jähriges Band-Jubiläum feiern können - das spürt man bei diesem Auftritt aber kaum, da die Musiker auf der Bühne alle sehr aktiv sind. Mit der neueren Nummer 'Overshadowed' kommen PARADOX dann auch schon zum Schluss ihres Auftritts, wobei Charly das Gitarrenfeld seinen beiden Kollegen Kai und Fabian überlässt und sich - nur mit dem Mikrofon bewaffnet - in den Fotograben und damit auch ins Getümmel stürzt. Ganz Schluss ist danach aber noch nicht, denn es gibt noch einen kleinen Nachschlag in Form des JUDAS PRIEST-Covers 'Hell Bent For Leather', wobei PARADOX von Jacques Belanger (EXCITER) noch gesangliche Unterstützung bekommen. Im Publikum geht es da dann natürlich nochmal richtig ab, und somit ist dies ein würdiger Abschluss für einen großartigen Gig. Ich für meinen Teil freue mich schon auf das angekündigte neue Album und hoffe, dass wir PARADOX in Zukunft wieder öfter auf deutschen Bühnen sehen.
[Martin Schaich]

Setliste:
Paradox
Death, Screaming And Pain
Heresy
Search For Perfection
Collision Course
Kill That Beast
Crusaders Revenge
Pray To The Godz Of Wrath
Overshadowed
---
Hell Bent For Leather

SOLITUDE AETURNUS:

Nachdem eine Woche zuvor beim "Doom Shall Rise" Frontmann Robert Lowe leider verhindert war und SOLITUDE AETURNUS demzufolge ein "Notkonzert" mit diversen Gastmusikern spielen mussten, hat der Gute mittlerweile das Flugzeug gen alte Welt besteigen können und betritt nun mit seinen vier Bandkameraden die Bühne. Schon in dem Moment, als er das Mikro ergreift und zu den ersten Takten ansetzt, ist klar, was dieser Band ohne ihn gefehlt hat. Gute Musiker und tolle Songs alleine machen eben nicht den Unterschied, sondern eine Band braucht eben auch einen Frontmann, der diese entsprechend rüberbringt. In dieser Disziplin ist Robert Lowe einfach ungeschlagen. Seine Gestik und Mimik ist unvergleichlich. Er lebt diese Songs und bringt sie derart intensiv rüber, dass es eine wahre Freude ist. Obwohl also kein Bedarf besteht, sich über die Zeit zu retten, ist Gitarrist John Perez aber auch heute sehr mitteilungsbedürftig. Aber mal ehrlich, ein wenig Smalltalk schadet doch nicht, oder? Sonst könnten wir uns ja gleich die CDs anhören.

Der Einstieg in den Gig geschieht mittels des Klassikers 'Haunting The Obscure' und einem der großartigsten "Adagio"-Stücke, namentlich 'Days Of Prayer'. Danach ist erst mal ein Vorgeschmack auf die hoffentlich bald erscheinende sechste Scheibe angesagt. Der Song heißt dem Vernehmen nach 'Cypress'... oder doch 'Sightless'? Auch wenn sich John Perez lautstark über Roberts texanischen Akzent beschwert, versteht man ihn eigentlich schlechter als seinen Frontmann. Egal, jedenfalls kann das Stück überzeugen und macht durchaus noch mehr Lust auf das kommende Album. Im Anschluss ist wieder Klassiker-Zeit, und als gäbe es kein Morgen bricht 'The 9th Day' auf uns hernieder, gefolgt von 'Seeds Of The Desolate'. Als weiteres neues Stück ist dann das mit orientalisch anmutenden Harmonien versehene 'Scent Of Death' an der Reihe, vor John Perez - angekündigt als der beste Gitarrist aller Zeiten - sich einem Gitarrensolo widmen darf. Gut, kann man sich drüber streiten, keine Frage...

Worüber man sich nicht streiten kann, ist die Qualität des nun folgenden Überfliegers 'Destiny Falls To Ruin', das sehr beeindruckende Mitsingqualitäten offenbart. Darauf folgt wenn mich nicht alles täuscht 'Opaque Divinity', bevor es quasi als Zugabe ein weiteres Highlight ewig einsamen Schaffens gibt: Den ersten Song des dritten Albums: 'The Eagle Has Landed' (O-Ton John Perez)... Dass natürlich kein SAXON-Cover erklingt, sondern 'Falling' dürftet ihr euch denken können.

So endet ein wirklich toller Auftritt von SOLITUDE AETURNUS, der unterhaltsam war, und allein durch Robert Lowes Ausstrahlung und Stimme für etliche magische Momente sorgen konnte. Dies wurde durch einen sehr klaren Sound und eine schöne Lichtshow unterstrichen. In dieser Form würde ich die Texaner gerne noch öfters sehen.
[Rüdiger Stehle]

Setliste:
Haunting The Obscure
Days Of Prayer
Sightless
The Nineth Day
Lament
Seeds Of The Desolate
Scent Of Death
Guitar Solo
Destiny Falls To Ruin
Opaque Divinity
Falling

ROSS THE BOSS:

Es gab beim diesjährigen "KEEP IT TRUE" sicherlich nicht wenige, die vor allem dem Auftritt von ROSS THE BOSS entgegenfieberten, und auch ich war sehr gespannt - dass Ross mit einer Gitarre umgehen kann, ist ja gemeinhin bekannt, aber wie würden sich wohl seine Mitstreiter von MEN OF WAR schlagen? Nun, recht beachtlich, würde ich sagen - doch der Reihe nach:
Los geht es - wie man es auch von MANOWAR kennt - mit einem gesprochenen Intro vom Band, und wie es sich gehört, so steigen auch Ross & Co. mit 'Manowar' ein. Mit 'Death Tone' und 'Shell Shock' lassen sie direkt im Anschluss noch zwei weitere Songs vom MANOWAR-Debüt folgen, und die Fans danken es ihnen. Sie gehen nämlich gleich von Beginn an begeistert mit, und lautstark wird jede Zeile mitgegröhlt - kein Wunder, gehören die alten MANOWAR-Texte doch zur Allgemeinbildung eines 'wahren' Metal-Fans. Nach einer kurzen Ansage von Sänger Patrick widmet sich die Band dem zweiten MANOWAR-Album "Into Glory Ride", das von den US-Amerikanern live ja meistens sträflich vernachlässigt wird, und so gibt es nun 'Gloves Of Metal' und 'Secrets Of Steel' zu hören. Die Jungs von MEN OF WAR machen dabei eine recht gute Figur, wobei man aber natürlich schon deutliche Unterschiede heraushören kann, und insbesondere beim Gesang kann man wieder einmal feststellen, was für ein begnadeter Sänger Eric Adams ist. Das soll die Leistung von Patrick keinesfalls schmälern, denn er hat seine Sache insgesamt sehr gut gemacht. Das stellt er im Anschluss auch bei den beiden "Sign Of The Hammer"-Stücken 'Thor' und vor allem 'Mountains' eindrucksvoll unter Beweis. Der Auftritt steht ja unter dem Motto "A Night Of Early MANOWAR", und somit fehlt nun noch das dritte MANOWAR-Album "Hail To England", das in der Folge mit sogar vier Songs sehr ausführlich bedacht wird. Den Anfang machen dabei 'Army Of The Immortals', 'Kill With Power' und 'Hail To England', und als dann schließlich die ersten Töne von 'Bridge Of Death' zu hören sind, kennt die Begeisterung im Publikum keine Grenzen mehr. Aber das ist ja auch nicht weiter verwunderlich, denn gerade dieser Song ist doch ein gutes Beispiel dafür, was für großartige Songs MANOWAR früher geschrieben haben, und wie schade es doch ist, dass sie daran heutzutage immer wieder ziemlich kläglich scheitern. Aber wie auch immer - Ross & Co. präsentieren diese Nummer ausgesprochen gut, und sie macht sehr viel Spaß, zumal sie von MANOWAR selbst ja schon seit Jahren nicht mehr gespielt wird. Danach verschwinden ROSS THE BOSS und MEN OF WAR erst einmal von der Bühne, doch eigentlich weiß jeder in der Halle, dass es das noch nicht gewesen sein kann. Lautstark wird nach einer Zugabe verlangt, und diese gibt es dann auch: Ross & Co. geben nämlich 'Hail And Kill' zum Besten, das zwar auf keinem der ersten vier MANOWAR-Alben zu finden ist, aber er war ja schließlich auch noch bei Album numero sechs, "Kings Of Metal", beteiligt. Anschließend spielen sie auch noch den MANOWAR-Klassiker schlechthin, 'Battle Hymn', und dann war es das wirklich mit diesem Auftritt. Natürlich waren MEN OF WAR kein vollwertiger Ersatz für MANOWAR, aber das war ja auch gar nicht zu erwarten. Mir hat dieser Auftritt aber trotzdem sehr viel Spaß gemacht, und wenn ich die Stimmung in der Halle als Maßstab nehme, dann ging es wohl den meisten - wenn nicht fast alllen - anderen Besuchern ähnlich.
[Martin Schaich]

Setliste:
Manowar
Death Tone
Shell Shock
Gloves Of Metal
Secrets Of Steel
Thor
Mountains
Army Of The Immortals
Kill With Power
Hail To England
Bridge Of Death
---
Hail And Kill
Battle Hymn

EXCITER:

Die Kanadier um Gitarrenhexer John Ricci sind eigentlich immer eine Bank. Gerade auch mit ihrem sehr charismatischen Frontmann Jacques Belanger, der das Publikum üblicherweise voll im Griff hat und dazu super singt. Heute abend stehen sie bei ihrem einzigen Europa-Gig 2006 jedoch vor zweierlei Problemchen: Erstens ist ihr Sound nicht ganz so prickelnd wie bei den meisten Bands zuvor (die Drums sind etwas zu stark im Vordergrund, und es gibt wohl auch ein paar Probleme mit dem Monitor-Sound), und zweitens spielen sie direkt nach ROSS THE BOSS, der eben mit einer Setlist, die bis zum Anschlag mit den Lieblingssongs des traditionellen KIT-Publikums gespickt war, die Halle buchstäblich zum Kochen gebracht hat. Das alles führt dazu, dass die Band vielleicht ein bisschen weniger euphorische Reaktionen erntet, als sie es vielleicht bei diesem Anlass erwartet hätte.

Dennoch, in Anbetracht dieser Umstände und der schon leicht ermüdeten Meute vor der Bühne, geht der Auftritt der Ahornblätter durchaus in Ordnung und mit der Zeit taut auch das Publikum noch ein bisschen mehr auf. Ist der Anfang des Konzertes noch etwas mehr auf neueres Material - darunter zwei Songs vom kommenden Album und das geniale 'Dark Command' - ausgerichtet, so kreist am Ende dann doch der Hammer und die Matten der Banger dazu, wenn sich Klassiker an Klassiker reiht. Zaghafter als sonst, aber immerhin. Im Endeffekt kann man mit Mitbrüllhymnen wie 'Long Live The Loud', 'Violence And Force', 'Heavy Metal Maniac' und 'Violator' im Gepäck eben doch nicht allzu viel falsch machen. Wenn dann noch das etwas melodischere 'Rising Of The Dead' und das epische 'Black Witch' für ein wenig Abwechslung im ansonsten recht gleichförmigen EXCITER-Speed-Overkill sorgen, dann manövriert sich das Quartett doch noch sicher in den grünen Bereich und bekommt auch verdienten Applaus. Kein Triumphzug, aber ein unterhaltsamer Gig, der früher am Tag sicher begeisterter aufgenommen worden wäre.
[Rüdiger Stehle]

Setliste:
Massacre
Dark Command
Rain Of Terror
Victim Of Sacrifice
Pounding Metal
Immortal Fear
Heavy Metal Maniac
Black Witch
Violator
Evil Omen (?)
Aggressor
Violence & Force
Rising Of The Dead
Long Live The Loud

RIOT:

RIOT sind mit Sicherheit der bisher "unmetallischste" Headliner der KIT-Geschichte. Sicher haben die Herrschaften um Mark Reale in all den Jahren seit der Bandgründung Mitte der Siebziger auch etliches an ordentlich hartem Material auf die Welt losgelassen, doch in den Punkten Ausstrahlung und musikalische Wurzeln schwingt doch immer der gute alte Hardrock der Siebziger und eine gewisse bluesige Note mit, wenn RIOT eine Bühne betreten. Das erklärt dann in Kombination mit der schon sehr weit fortgeschrittenen Uhrzeit auch, warum nicht mehr alle Wahrhaftigkeits-Banger in der Halle verweilen, sondern eine recht beträchtliche Zahl schon vor oder während des Gigs der New Yorker den Heimweg antritt. Das ist zwar schade, aber leider nicht zu ändern. Zum Glück bleibt RIOT doch noch ein recht stattliches Publikum erhalten, das im Gegensatz zu all den Fahnenflüchtigen einen extrem professionellen Gig mit einer tollen Setlist erleben darf. Das Quintett dürfte in Sachen musikalisches Niveau mit absoluter Sicherheit zu den größten Sternstunden aller "KEEP IT TRUE"-Auflagen zählen. Was das Gitarrengespann Reale/Flyntz heute abend aus den Saiten zaubert, ist schwer beeindruckend. Und dass die aus Pete Perez und Frank Gilchriest bestehende Rhythmusgruppe dem in nichts nachsteht, dürfte bekannt sein. Leider lässt der Sound die eine Gitarre im Mix manchmal ein wenig untergehen, dennoch ist stets klar, dass hier wahre Meister am Werke sind.

Die Songauswahl ist aus meiner Sicht absolut überragend. Die Band verlegt sich zum Glück nicht darauf, das unter den True-Metallern beliebteste Album "Thundersteel" runter zu zocken, sondern sie präsentiert sich in all ihren Facetten. Jede Ära und fast jedes Album kommt zum Zuge. Vom instrumentalen Einstieg mit 'Narita' an, geht es richtig zur Sache. Als dann der neue Sänger Mike Tirelli (ein alter Bekannter von MESSIAH'S KISS, HOLY MOTHER, BURNING STARR und vielen anderen Bands und Projekten) zum genialen 'Johnny's Back' die Bühne betritt und tadellos singt, dürfte auch dem letzten Zweifler klar sein, dass der Frontmann hervorragend zu RIOT passt. Nicht nur zum "Thundersteel"-Material sondern zu den Songs aus allen Bandphasen. Das hardrockige Frühwerk von den Alben "Rock City" und "Narita", die schnellen, metallischeren Sachen von "Fire Down Under" und das aktuellere Material der DiMeo-Ära. Tirelli fühlt sich überall zu Hause und singt tadellos, kommt allerdings in seinem figurbetonten Unterhemd ein kleines bisschen Dressman-mäßig rüber.

Allgemein stellt sich die Frage, ob die Band für ein ausgesprochenes Underground-Festival wie das "KEEP IT TRUE" nicht ein wenig ZU professionell und abgebrüht auftritt. Doch sei's drum, wenn eine Band erstens so unglaublich gut zusammenspielt und dazu noch Songgranaten wie 'Outlaw', 'Flight Of The Warrior', 'Hard Lovin' Man' oder 'Swords And Tequila' im Gepäck hat, dann nimmt ihr das wohl kaum einer übel. Dass man allerdings wie schon im Vorjahr VIRGIN STEELE nachts um halb Zwei noch zu einem viertelstündigen Solo-Block ansetzen muss, der beiden Gitarristen und dem Schlagzeuger ausgiebig Zeit gibt, sich in den Mittelpunkt zu manövrieren, wäre nicht unbedingt nötig gewesen. Sicher, alle Protagonisten sind Ausnahmekönner, und unter normalen Umständen ist es sicher atemberaubend, ihnen zuschauen und zuhören zu dürfen. Aber nach über 12 Stunden Musik am Stück sind die meisten Gäste einfach nicht mehr aufnahmefähig genug, um einen solchen Solo-Wahn noch aufmerksam würdigen zu können. Dafür kommt aber das DEEP PURPLE-Cover trotz anhaltender Abwanderungen noch mal hervorragend an, und so gibt es nach 'Swords And Tequila' auch verdientermaßen Zugabeforderungen, die mit dem lang ersehnten 'Thundersteel' und dem Uralt-Klassiker 'Warrior' beantwortet werden.

Insgesamt bleibt also zu sagen, dass RIOT sich als musikalisch phänomenal gute Band präsentiert und mit der Setlist trotz des Fehlens von 'Fire Down Under' alles richtig gemacht haben. Für den anstrengenden Zeitplan und seine Folgen können sie nicht viel, und dass sie manchen Anwesenden nicht "Metal genug" sein würden, war auch von vorneherein klar. Mit diesen Einschränkungen ist RIOT aber ein guter Gig gelungen, der mich gerade in musikalisch-spielerischer Hinsicht enorm beeindruckt hat.
[Rüdiger Stehle]

Setliste:
Narita
Johnny's Back
Twist Of Fate
Outlaw
Altar Of The King
Flight Of The Warrior
Tokyo Rose
Rock City
The Man
Glory Calling
Road Racin'
Hard Lovin' Man
Burn (DEEP PURPLE-Cover)
Angel Eyes
Swords & Tequila
---
Thundersteel
Warrior

Fazit:
Im Endeffekt können wir mal wieder festhalten, dass das "KEEP IT TRUE" zum sechsten Mal in Folge mehr als nur die Reise wert war. Es gab bei den Bands keine Ausfälle, alle haben ihr Bestes gegeben und für gute Laune gesorgt. Der Sound war dieses Jahr auch verhältnismäßig gut. Das Team lernt von Jahr zu Jahr dazu, und das ist in der Halle wirklich aller Ehren wert. Als kleine Kritikpunkte gibt's vielleicht erneut die langen Wartezeiten am Essensstand zu erwähnen, und daneben eben auch die Tatsache, dass der Headliner erneut schon mit ziemlichen Abwanderungstendenzen zu kämpfen hatte. Vielleicht wären zwei Bands bzw. zwei Stunden weniger auch mal mehr. Angesichts elf starker Gigs, toller Stimmung, netter Leute und genialer Musiker möchte ich das aber nicht als Kritik, sondern als konstruktive Anregung verstanden wissen. Denn sei es, wie es wolle: Das KIT ist ein einzigartiges Festival, das Seinesgleichen sucht und nicht findet. Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf ein Wiedersehen im Herbst mit HEIR APPARENT, FLOTSAM & JETSAM, ONSLAUGHT, WOLF, WARHAMMER, ARCTIC FLAME und MESSENGER.

Redakteur:
Rüdiger Stehle

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