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MESHUGGAH + HIGH ON FIRE - Hamburg

31.12.2016 | 23:56

08.12.2016, Markthalle

Brett.des.Jahres.

ja der festen Überzeugung, dass wirklich jeder Musikfreund, mindestens einmal MESHUGGAH live gesehen haben muss. Genau so, wie man mal IRON MAIDEN, METALLICA oder MOZARTs "Zauberflöte" gesehen haben sollte.
MESHUGGAH lädt erneut zum fröhlichen vorweihnachtlichem Rhythmus-Fest ein, dem so viele folgen, dass die Markthalle ausverkauft meldet, was mich natürlich für die Band sehr freut, die dem Fegefeuer gleich viel zu lange im Underground verbringen musste.
Los geht es aber mit HIGH ON FIRE. Ein Support, der die Meinungen spaltet. Doch kaum legt das Trio aus Kanada loß, geht die Rechnung auf einmal auf, denn der rhythmusbetonte Stoner-Heavy Rock ist der perfekte Anheizer. Fronter Matt Pike ist zudem eine coole Sau! Wie er seine Gitarre auf dem tatoowiertem Bierbauch thronend bearbeitet, ist schon eine Nummer für sich. Die Rhythmusgruppe, bestehend aus Bass und Schlagzeug, liefert ein fettes Fundament. Einige Leute wärmen dazu ihren Nacken schon mal auf - so straight wird es heute Abend nämlich nicht mehr - aber zumindest geht ein einheitliches Nicken durch die Halle. Auch wenn statt 60, auch ein 45 Minuten-Set gereicht hätte, macht HIGH ON FIRE heute Abend seinem Namen alle Ehre.
Als dann die Bühne geräumt und der Blick auf die Backdrops und die Lichtsäulen frei wird, steigert sich die Energie in der vollgepackten Halle, die mit 'Clockworks' und 'Born In Dissonance' schlagartig entladen wird. Der Sound ist wie für MESHUGGAH üblich glasklar und zeitgleich beängstigend druckvoll. Dazu gibt es wieder eine einzigartige Lichtshow, in der es MESHUGGAH mit Laser- und Strobo-Einsatz wie keine andere Band schafft, ihre Musik zu visualisieren. Die Band ist oft nur in Silhouetten zu erkennen und wirkt dadurch quasi übermenschlich, was zur gottgleichen Performance auch gut passt. Gitarrist Thordendal ist die ganze Show über wie ein besessener Gnom über seine Gitarre gebeugt, um auch die schrägste Dissonanz korrekt zu spielen. Höhepunkte gibt es viele, sei es das monströs groovende 'Do Not Look Down', das quirlige 'Nostrum', der "Hit" 'Bleed' oder das zackige 'The Hurt That Finds You First'. Ein ganz besonderer Höhepunkt war aber der längste Dialog des stimmgewaltigen, sonst aber eher zurückhaltenden Jens Kidmans mit dem Publikum, den ich bisher erlebt habe, als nämlich der In Ear-Monitor von Bassist Dick Lövgren ausgefallen ist und dies überbrückt werden musste. Dem geforderten Schlagzeugsolo kam Thomas Haake leider nicht nach. Die Reaktionen des Publikums bei einem MESHUGGAH-Konzert sind ebenfalls schön zu beobachten: Die einen stehen starr mit Blick auf die Bühne gerichtet, als ob sie das Gehörte zu verarbeiten versuchen, die anderen lassen sich total gehen, ich habe mindestens einen Besucher eine Pirouette drehen gesehen. Irgendwann ist es soweit: Nach ca 80 Minuten ist dann leider Schluss. Was für ein Brett!
Ich bin ja der festen Überzeugung, dass wirklich jeder Musikfreund mindestens einmal MESHUGGAH live gesehen haben muss. Genau so, wie man mal IRON MAIDEN, METALLICA oder MOZARTs "Zauberflöte" gesehen haben sollte. MESHUGGAH lädt heute zum fröhlichen vorweihnachtlichem A-Rhythmus-Fest ein, dem so viele folgen, dass die Markthalle ausverkauft meldet, was mich natürlich für die Band sehr freut, die dem Fegefeuer gleich viel zu lange im Underground verbringen musste.
Los geht es aber mit HIGH ON FIRE. Ein Support, der die Meinungen spaltet. Doch kaum legt das Trio aus Kanada los, geht die Rechnung auf einmal auf, denn der rhythmusbetonte Stoner-Heavy-Rock ist der perfekte Anheizer. Fronter Matt Pike ist zudem eine coole Sau! Wie er seine Gitarre auf dem tätowiertem Bierbauch thronend bearbeitet, ist schon eine Nummer für sich. Die Rhythmusgruppe, bestehend aus Bass und Schlagzeug, liefert ein fettes Fundament. Einige Leute wärmen dazu ihren Nacken schon mal auf - so straight wird es heute Abend nämlich nicht mehr - aber zumindest geht ein einheitliches Nicken durch die Halle. Auch wenn statt 60- ein 45-Minuten-Set gereicht hätte, macht HIGH ON FIRE heute Abend seinem Namen alle Ehre.
Als dann die Bühne geräumt und der Blick auf die Backdrops und die Lichtsäulen frei wird, steigert sich die Energie in der vollgepackten Halle, "ME-SHUG-GAH!"-Rufe erfüllen den Raum. Die Band startet urplötzlich mit 'Clockworks', dem Opener vom neuen Album "The Violent Sleep Of Reason" und beweist, dass die Band über ihre 25 Jahre nichts an Originalität und Klasse eingebüßt hat. Ohne Pause gehts weiter mit 'Born In Dissonance', bereits jetzt ist die Halle am Kochen. Der Sound ist wie für MESHUGGAH üblich glasklar und zeitgleich beängstigend druckvoll. Dazu gibt es wieder eine einzigartige Lichtshow, in der es MESHUGGAH mit Laser- und Strobo-Einsatz wie keine andere Band schafft, ihre Musik zu visualisieren - ein Ohren- und Augenschmaus also!
Die Band ist oft nur in Silhouetten zu erkennen und wirkt dadurch quasi übermenschlich, was zur gottgleichen Performance auch gut passt. Gitarrist Thordendal ist die ganze Show über wie ein besessener Gnom über seine Gitarre gebeugt, um auch die schrägste Dissonanz korrekt zu spielen. Höhepunkte gibt es viele, sei es das monströs groovende 'Do Not Look Down', das quirlige 'Nostrum', der "Hit" 'Bleed' oder das zackige 'The Hurt That Finds You First' (live DIE Macht!). Ein ganz besonderer Höhepunkt ist aber der längste Dialog des stimmgewaltigen, sonst aber eher zurückhaltenden Frontmanns Jens Kidman mit dem Publikum, den ich bisher erlebt habe. Hintergrund: Der In-Ear-Monitor von Bassist Dick Lövgren ist ausgefallen und dies musste überbrückt werden. Dem geforderten Schlagzeugsolo kam Thomas Haake leider nicht nach.
Die Reaktionen des Publikums bei einem MESHUGGAH-Konzert sind ebenfalls immer schön zu beobachten: Die einen stehen starr mit Blick auf die Bühne gerichtet, als ob sie das Gehörte zu verarbeiten versuchen, die anderen lassen sich total gehen, ich habe mindestens einen Besucher eine Pirouette drehen gesehen. Irgendwann ist es soweit: Nach circa 80 Minuten ist leider Schluss. Was für ein Brett! Auch wenn ich gerne ein paar mehr Nummern vom neuen Album "The Violent Sleep Of Reason" gehört hätte, bleibt nur ein Fazit: Konzert des Jahres!Vielen Dank für die Fotos an Jeanette!
Setliste MESHUGGAH: Clockworks, Born in Dissonance, Perpetual Black Second, Stengah, The Hurt That Finds You First, Lethargica, Do Not Look Down, Nostrum, Dancers To A Discordant System, Bleed, Demiurge, Future Breed Machine

Redakteur:
Jakob Ehmke

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