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Magnum - Bochum

22.12.2005 | 16:19

30.11.2005, Zeche

Verdammt lang ist es her, dass ich MAGNUM live gesehen habe, und deshalb fuhr ich mit einer gewissen Erwartungshaltung in die Zeche. Dort angekommen, war es schon einmal erstaunlich, dass das Kartenhäuschen geschlossen war und einige Leute mit "Suche Karten"-Schildern am Eingang standen. Ergo: Ausverkauft!

Nun, das Haus war rappelvoll. Das Publikum bestand aus einer sehr bunten Mischung: Junge Metalheads, Eltern mit ihren Kids (seht mal, das waren früher unsere Heroes), sogar noch einige ältere Semester waren dort zu sehen.

Und punkt zwanzig Uhr ging das Licht aus und MAGNUM betraten ohne Vorband dann die Bühne und legten mit 'Brand New Morning' vom gleichnamigen neuen Album los. Als letzter erklomm schließlich Bob Catley die Bühne - sichtlich gealtert, aber eine Stimme, die immer noch eine Gänsehaut erzeugt.

Das Set bestand aus zwei Teilen, mit je fünfzig Minuten Spieldauer, unterbrochen von einer kurzen Pause. Das komplette Programm der neuen DVD "Livin' The Dream" wurde gespielt, ergänzt durch zwei weitere Stücke. Ein Querschnitt aus fast allen Veröffentlichungen, all ihre Hits wie 'Backstreet Kid' oder 'Kingdom Of Madness', um nur einige von ihnen aufzuzählen. Die Band wirkte sehr homogen und wurde vom Publikum von der ersten Minute an mächtig abgefeiert. Selbst dem sonst so stillen Tony Clarkin entfuhr ein Grinsen, als er sich einmal verspielte. Natürlich Mittelpunkt des ganzen Geschehens: der Storyteller Bob Catley, der kleine Mann mit der großen Stimme, der großen Gesten, er, der die Zügel in der Hand hält, mit dem Publikum kommuniziert.

Nach der kleinen Pause von fünfzehn Minuten wurde dann das komplette "The Storyteller's Night"-Album gespielt, beginnend mit 'How Far Jerusalem'. Die Stimmung im Publikum stieg immer mehr, der Jubel fand kein Ende, so dass selbst die Band fassungslos und mit einem breiten Grinsen zwischen den Stücken innehielt und dem Publikum selbst applaudierte. Und dann, nach 'The Last Dance', war es auch schon leider vorbei. Aber das Publikum ließ nicht locker und holte die Band noch einmal auf die Bühne um ihr eine Zugabe zu entlocken.

Wenn man mal einen Vergleich zieht zwischen der aktuellen Live-DVD "Livin' The Dream" und dem Konzert in Bochum, dann kann ich nur sagen: Die Band hat eine Frischzellenkur erhalten. Auf der DVD klingt alles so lustlos heruntergespielt, die Band wirkt müde, ausgepowert. Dagegen hier in Bochum war das Konzert der zweite Frühling. Hier kam der alte Spirit wieder rüber, den man von MAGNUM kennt. Und das war auch gut so. Daumen hoch!

Redakteur:
Ulrich Bechstein

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