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Men Of War - Schorndorf

05.05.2003 | 10:09

03.05.2003, Rockstar

Nachdem ich im Herbst leider das Bett hüten musste anstatt mir die Klischee-Vollbedienung der "Kings Of Metal" abzuholen, war es mir eine umso größere Freude, die MEN OF WAR in Augen- und Ohrenschein zu nehmen. Wie der Bandname schon impliziert handelt es sich dabei um eine reine Coverband, die sich auf die Fahne geschrieben haben, den "Kings" zu huldigen.

Genau dieses gelang den Pfälzern auch über weite Strecken des Sets. Gerade Fronter Patrick Adams (seines Zeichens unter bürgerlichem Namen Patrick Fuchs auch Lead-Sänger der Underground-Recken IVORY NIGHT) konnte überzeugen, kam er doch gerade bei den Screams extrem nahe an das Original heran. Bei den ruhigeren Passagen lag er dafür umso weiter entfernt. Naja, kein Wunder, es gibt nur einen Eric Adams. Doch das war an sich nicht wirklich schädlich, denn Patrick hat eine echte Begabung und so ein Organ sollte nun wirklich nicht im Underground verschimmeln, während sich in den Verkaufshitlisten drittklassige Kiske-Klone tummeln. Auch von der Show her konnte Patrick überzeugen und suchte den ständigen Kontakt zum nicht weit entfernt stehenden Publikum. Leider konnte der Rest der Band showmäßig mit Patrick in keinster Weise mithalten. Worms Logan zog es vor lieber stundenlang den Boden oder seine Gitarrenseiten zu betrachten, während Ketti DeMaio nicht viel mehr einfiel, als den Bass in typischer DeMaio Pose (mit hochgereckten Basshals) zu halten. Okay, die Bühne war auch nicht wirklich groß, aber ein bischen mehr Publikumsnähe wäre gerade in so einem kleinen Club wirklich positiv aufgenommen worden.

Die Setlist an sich konnte sich sehen lassen und findet sich am Ende dieses Konzertberichtes, so dass ich darauf verzichte, hierauf noch näher einzugehen. Jedenfalls war ich für meinen Teil gut bedient und hatte mit den ca 50 anwesenden Gästen mächtig Spass an dem Gig. Richtig lustig wurde es jedoch noch bei der Zugabe 'Warriors Of The World'. Zum einen vergaß Patrick hier, wie der zweite Vers begann, aber das war nicht weiter verwunderlich. Gegenüber den ihn umrahmenden Songs fiel 'Warriors Of The World' total durchs Raster und hatte keine Chance, gegen Klassiker wie 'Hail And Kill' oder 'Wheels Of Fire' auch nur im Ansatz zu bestehen. Durch diese unglückliche Platzierung wurde der "Hit" des aktuellen Albums zum Negativhöhepunkt einer ansonsten klasse Setlist. Aber so konnte man wenigstens der angespannten Nackenmuskulatur eine kleine Pause gönnen.

Jedenfalls habe ich an diesem Abend zwei Sachen gelernt. Erstens, ich muß mir unbedingt mal was von IVORY NIGHT holen und zweitens, auch live sind mir die alten Sachen von MANOWAR lieber als die vom aktuellem Album.


Setlist MEN OF WAR:
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Manowar
Brothers Of Metal
Fighting The World
Blood Of My Enemies
Hand Of Doom
Metal Daze
Gates Of Valhalla
King
Black Arrows
Kings Of Metal
Sign Of The Hammer

Blood Of The Kings
Return Of The Warlord
Fight Until We Die
Heart Of Steel
Carry On
Army Of Immortals
Metal Warriors
Spirit Horse Of The Cherokee
Thor
Kill With Power
Black Wind, Fire And Steel

Wheels Of Fire
Warriors Of The World United
Hail And Kill
Battle Hymn

Redakteur:
Georg Weihrauch

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