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Metalium - Ludwigsburg

05.11.2000 | 02:38

29.10.2000, Rockfabrik

METALIUM, AVALON und Local-Supporter-Band (in diesem Falle OUT OF ORDER) in Ludwigsburg in der Rockfabrik! Als ich das las machte mich allein der Name METALIUM (da ich doch ein kleiner großer Fan von ihnen bin), sicher das ich mir das nicht entgehen lassen konnte, also beschloss ich schon Wochen vorher an diesem Tag, den 29.10.2000 nach Ludwigsburg in die Rockfabrik zu tingeln und mir die Herren mal live anzuschauen.
Als wir, so gegen 19.30 Uhr ankamen herrschte noch ziemliche Leere, was sich den Abend über auch nur leicht veränderte, wir aber auch nichts anderes erwartet hatten. Während des Soundchecks machten wir uns erstmal auf die Suche nach Lars Ratz (METALIUM) mit dem wir später noch ein Interview halten sollten...
Den etwas verspäteten Abend begannen dann OUT OF ORDER aus Mosbach, die mit ihrem traditionellen agressiven und speedigen (soweit ich das beurteilen kann, hab ja nur 3 Songs gehört) Heavy-Metal vergebens versuchten etwas Stimmung unter die wenigen Leutz zu bringen. Auf der Bühne war nichts besonderes geboten und auch von der Musik her beeindruckten sie mich nicht sehr, von daher machte es mir dann auch nicht viel aus zwischendurch ein “kleines” Inteview mit Mathias Lange (METALIUM) zu halten.
So gegen 21.00 Uhr, wir waren gerade mit dem Intie fertig geworden (zum Glück, denn es wäre schade gewesen das zu verpassen) machten sich AVALON auf der Bühne breit, da ich nicht wusste was mich erwartet, weil ich von ihnen noch sogut wie nichts gehört hatte war ich mal ziemlich gespannt.
Das einzige was ich jedoch noch sagen konnte war: WOOOOW!!! Die Jungs (und n Mädel) aus München legten mit ihrem melodischen, etwas exotisch angehauchten Power-Metal eine fastzinierende Show hin, von Anfang an legten sie eine Atmosphäre in den Raum, gigantisch... Sänger Chitral “Chity” Somapala, der gebürtig aus Srilanka kommt sorgte mit seiner ruhigen und melodischen Stimme die leicht an die von Roy Khan (KAMELOT) erinnerte für ein geiles Flair. Auch stimmte bei diesem Auftritt alles, selbst die Backing Vocals die zum Teil sogar 3stimmig waren kamen astrein und vollkommen klar, was nicht ganz einfach ist! Als AVALON dann auch noch den Coversong “Kyrie” von MR. MISTER aus ihrem Köfferchen kramten war die Stimmung fast am Siedepunkt, ich glaube einen besseren “Warmmacher” hätte man für METALIUM nicht finden können, wobei ich mir gar nicht mehr so sicher war ob METALIUM das noch topen konnte.
Aber sie konnten, wenn vielleicht auch nicht von der musikalischen Darbietung, dann aber auf alle Fälle von der Show und Power auf der Bühne:
Dunkelheit, Stille, nur 8 rote Augen die in die Masse (vorsicht Ironie) und mir direkt ins Gesicht starrten, plötzlich Licht und eine menschenleere Bühne mit vier Gestallten aus Gummi zu denen auch die roten Augen gehörten und die als Mikros fungierten und 2 überdimensionale Flaggen mit den Zeichen METALIUM’s ... plötzlich Licht und das Intro “Circle Of Fate” vom ersten Album, dann betrat METALUIM mit ihren stahlgrauen Stageoutfits die Bühne und fetzten mit “Fight” gleich richtig drauf los, wobei ich bei den Backing Vocals z.T. schmunzeln musste, weil sie nicht wirklich gelingen wollten, was vielleicht auch daran lag das allesamt ein wenig angeheitert (sprich leicht betrunken) waren, was sich aber im Laufe der Show deutlich besserte und die Songs am Ende astrein kamen :-)! Weiter gings mit einem kleinen Querschnitt durch beide Alben, (“Fight “ is auch vom ersten Album *anmerk*) was mich doch etwas wunderete (zwecks Konzept), aber nicht störte. So bekamen wir dann hintereinnander Songs wie “Eye Of The Storm”, “Stygion Flame”, “Break The Spell” bei dem der Stimmungspegel nochmal einen kleinen cm nach oben rutschte... aber auch ruhigere Songs wie “Metamorphosis” oder “Prophecy” bei denen man durchaus Feuerzeuge hätte schwingen können insofern man welche gehabt hätte :-( Die etwas melanchonische Stimmung änderete sich aber schlagartig als die 5 Herren aus Hamburg wieder Songs wie “Years Of The Darian” bei dem sie dann wirklich alles gaben, “Metalian” oder “Inner Sight” anklingen liesen.
Zwischendurch liesen sie dann aber auch eine kleine Verschnaufpause indem sie, oder bessergesagt Henning Basse (vocals) die Band vorstellte, die dann auch gleich ihre Shirts hinter der Bühne liesen und und die Truppe, insbesondere Lars Ratz mit seinem selbstgebastelten Bass in Form einer Axt weiterrockten! Auch auf geile Gitarrensolis musste ich nicht verzichten, da wir nach dieser kleinen Pause noch vier Songs vor uns hatten. In “State Of Triumph” und “Revelation” der sowieso abging wie Sau legte dann Mathias Lange (guitar) los und legte astreine Solis hin bei denen mir die Sprache wegblieb da ich nu auch mal sah mit wieviel Gefühl und Hingabe sie gespielt wurden! Beim letzten Song schien es mir als wollte uns Henning Basse etwas hinhalten, auf alle Fälle quatschte er ewig um den heißen Brei herum wollte aber nicht sorecht raus damit was wir nun zu hören bekommen sollten, mir schwamm zwar schon was vor Augen, ich war mir aber nicht sicher... plötzlich erfüllten die Worte : “Free Forever” den Raum, DAS war es!!! Der Song, den ich schon den ganzen Abend vermisste und anscheinend nicht nur ich, denn plötzlich headbangte es an allen Ecken und Enden, noch dazu kam das der Song wirklich geil kam weil es eben Ende der Show war und sich der Alk im Blut der 5 Metaller etwas abgebaut hatte *ggg*, ich konnte nur noch dastehen und genießen!
Soviel Hingabe und Power hatte ich lange nicht mehr gesehen, man hatte einfach gemerkt das die Jungs ihre Musik fühlen, sie nicht nur runterspielen und das sie Spaß haben auf der Bühne zu stehen, das will ich mir mal loben, denn oft genug stehen Bands auf der Bühne, rattern ihre Songs runter und sind froh wenn sie fertig sind!
Auch waren sich METALIUM nachher nicht zu gut dafür, sich bei ihren Fans blicken zu lassen, anstatt sich im Backstage-Bereich zu verschanzen :-).

Fazit: METALIUM, eine nette Band mit geiler Liveshow!
METALIUM und AVALON ein fastzinierender Doppelpack bei dem eigentlich für jeden was dabei sein müsste! Was natürlich noch der Abschuss gewesen wäre, wäre wenn POWERGOD, so wie ich es am Anfang mitbekommen hatte, dabei gewesen wäre!

Setlist:
Fight
Dream Of Doom
Eye Of The Storm
Stygian Flame
Break The Spell
Metamorphosis
Prophecy
Metalians
Years Of The Darion
Metalium
Inner Sight

encore 1:
State Of Triumph
Revelation

encore 2:
Erania
Free Forever


Redakteur:
Dani Schmötzer

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