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"Out Of The Dark"-Tour - Neu-Isenburg

26.11.2011 | 16:17

13.10.2011, Hugenottenhalle

Diesmal geben (fast) nur Frauen den Ton an: AMBERIAN DAWN, XANDRIA, SERENITY, TRISTANIA und als Headliner VAN CANTO. (Frauen-)Power galore!

Wenn man sich das Lineup dieses Festivals mit verschiedenen Melodic-Metal-Bands anschaut, so kann man eigentlich nur gespannt sein: AMBERIAN DAWN, XANDRIA, SERENITY, TRISTANIA und als Headliner VAN CANTO - alles vielversprechende Namen.

Den Anfang macht AMBERIAN DAWN. Sängerin Heidi Parviainen ist ausgebildete Sopranistin und kann mit ihrer Stimme durchaus überzeugen.

Am Anfang gibt es ein paar technische Probleme, später auch mal den einen oder anderen Patzer, aber die sympathische Band nimmt diese kleinen Unzulänglichkeiten mit Humor und erntet nach ihrem Auftritt den wohl verdienten Applaus.

Weiter geht es mit XANDRIA, die mit Manuela Kraller eine neue Sängerin haben. Klar ist, dass eine neue Sängerin immer mit der alten Sängerin verglichen wird. Aber Manuela braucht diesen Vergleich nicht zu scheuen. Außer den bekannten Songs präsentiert die Band auch zwei Lieder aus ihrem neuen Album, das im Januar 2012 erscheinen soll: 'Euphoria' und 'Valentine'. Gerade der letzte Song hat mir besonders gut gefallen hat.

Mit 'Ravenheart' verabschiedet sich die Band nach einer guten halben Stunde. Auch ihr wird zu Recht ordentlich Applaus gespendet.

SERENITY, die dritte Band, kommt aus Österreich. Sie lässt es ziemlich ruhig angehen. Für meinen Geschmack etwas zu ruhig, aber das Publikum mag es. Sie haben sich für ihren Auftritt eine Gastsängerin ausgeliehen: Clementine Delauney von WHYZDOM. Sie ist unter anderem mit der Ballade 'Fairytales' zu hören und das Publikum zollt ihr ordentlich Beifall.

Als vorletzte Band stürmt TRISTANIA aus Norwegen die Bühne. Sie haben gleich zweimal Frauenpower im Angebot. Zum einen die äußerst quirlige Sängerin Mariangela Demurtas und zum anderen Gitarristin Gyri Smørdal Losnegaard. Eine beeindruckende Vorstellung gibt auch Sänger Kjetil Nordhus ab. Überhaupt legt sich die Band mächtig ins Zeug und begeistert das Publikum mit einer tollen Show.

Außer Mariangela geben auch die Gitarre spielenden Herren ihre Gesangeskünste zum Besten und werden dafür mit großem Applaus belohnt. Eine wirklich hervorragende Live-Band, die man sich gerne noch einmal anhören möchte.

Endlich wird die Bühne für den Headliner des Abends vorbereitet: VAN CANTO! Auch wenn die Hugenottenhalle nicht gerade überfüllt ist, geht es sofort mit den üblichen "VAN CANTO"- und "RAKKATAKKA"-Rufen los (ganz ohne "Motherfucker"? Anm. d. Lektors). Man hört gefühlte 1000 Leute.

Schon beim Intro gibt es kein Halten mehr und die Meute tobt so richtig los. 'Lost Forever' und 'Wishmaster' als Einstand lassen die Halle erzittern. Auch wenn Stefan später meint "VAN CANTO hören und dabei ganz viel Platz haben", so ist die Stimmung der Anwesenden einfach großartig und wer nicht dabei war, hat eindeutig etwas verpasst.

Es ist immer wieder faszinierend, welchen Enthusiasmus VAN CANTO beim Publikum auslöst. Die "A Capella"-Metaller sind aber auch einzigartig und verstehen es, sowohl mit eigenen Stücken als auch mit Coversongs ihre Zuhörer in den Bann zu schlagen.

Mein heimlicher Favorit 'Seller Of Souls' von der neuen CD "Break The Silence" ist natürlich auch dabei, ein absoluter Knüller, von Inga und Sly super dargeboten. Auch das SABATON-Cover 'Primo Victoria' kommt live richtig gut an.

Leider ist der Auftritt wie immer viel zu kurz, und als 'Fear Of The Dark' ertönt, weiß der eingefleischte VAN CANTO Fan, dass dies der letzte Song ist. Na ja, eine Zugabe muss natürlich sein. Mit 'To Sing A Metal Song' wird noch einmal richtig auf den Putz gehauen, bevor sich Inga, Basti, Ike Ross, Sly und Stefan endgültig verabschieden.

Ganz so endgültig ist es allerdings doch nicht, später kommen alle noch zum Merchandise-Stand, plaudern wie immer mit den Fans, geben Autogramme oder lassen sich fotografieren.

Eine Band "zum Anfassen", wie sich das die Fans wünschen.

Redakteur:
Hannelore Hämmer

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